Trüber Tag

Ich bin gerade nicht froh.

Graffito

Außerdem ist der Sommer vorbei.

Ahorn im September
Ahorn und Birke
Mahonie
Rote Früchte
Treppe und Laub
Gullydeckel

Aber immerhin gibt es noch Hortensien.

Blaue Hortensie
Rosa Hortensie
Rosa Hortensie
Rosa Hortensie

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Das Böse

Christenverfolgung ist schlimmer denn je, und während im Irak und in Syrien der IS, in Nigeria die Boko Haram alles schlachten, was ihnen nicht bedingungslos gehorcht, müssen Christen sich in Nordkorea in aller Heimlichkeit treffen – oder im Konzentrationslager sterben.

Die Presse hält sich weitgehend bedeckt, eine Lösung ist nicht einmal ansatzweise in Sicht, und in Deutschland beraten Politiker darüber, ob sie christliche Asylsuchende irgendwie vielleicht doch ein bißchen vor Attacken durch muslimische Asylsuchende schützen sollten oder nicht. Im kurdischen Autonomiegebiet werden die Flüchtlingslager voller, und die Kapazität des Landes ist sehr begrenzt. Zudem erstarkt auch hier eine gewaltbereite Form des Islam.

Es wird zu dem unübersehbaren Thema gewaltbereite Islamisten seit einiger Zeit täglich vieles gesagt – wie zu jedem Thema viel Dummes und wenig Kluges, und besonders wo es um IS geht, ist die Ratlosigkeit greifbar. Auch ich weiß keinen Rat. Ich habe Angst um die verfolgten Christen, Angst um die Seelen derer, die um geschlachtete Angehörige und Freunde trauern, Angst auch um dies Land, in dem ich so gerne lebe, das ich liebe, in dem Fanatismus, Bildungsfeindlichkeit und Hysterie (nicht nur, aber auch von moslemischer Seite) sich breitmachen und das so erbärmlich schlecht regiert wird.

Ich kann nur beten, bloggen und Sonette schreiben – und in ganz kleinem Rahmen die unterstützen, die tatkräftig helfen können. Das Hilfswerk Kirche in Not ist seriös und kann tatsächlich den Verfolgten helfen. Man kann dort für die irakischen und syrischen Christen spenden (oder für irgendeinen anderen Zweck, der in den Bereich dieses Hilfswerkes fällt).

Wir werden Krieg, Terror und Unterdrückung kaum auf diese Weise beenden. Aber ein wenig Not zu lindern ist weit besser als nichts.

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Die Robusta 2014 kommt!

Der Erzblogger Alipius ist vor einiger Zeit von den Klosterneuburger Marginalien nach totaliter aliter umgezogen – eine karge, unbeheizte Mönchszelle mit einem einzigen Putto, der sich aber kurz nach Abfassung dieses Artikels wunderbar vermehrte -, und hat dort das ursprüngliche Schweigegebot (keine Kommentarfunktion) gelockert (dochne Kommentarfunktion). Der Sinn des Umzugs ist, soweit ich das verstanden habe, Alipii Seelenheil. Der Grund der Lockerung ist der neuerlich ausgelobte Schwester-Robusta-Preis, der zum dritten Mal im Lesejahr II verliehen wird. Nominierungen sind als Kommentare zu hinterlassen.

Mitblogger! Römer! Katholiken! Hört mich an: Nominiert, was das Zeug hält. Laßt Schwester Robusta nicht müßiggehen! Bewerbt die Robusta, nominiert einander, nominiert unbekannte Fremde!

Seid übrigens eingedenk, daß auch Weblogs nur zeitlich sind und einst, Code zu Code, Bit zu Bit, der Vergessenheit anheimfallen werden. In diesem Zusammenhang beunruhigend ist, daß totaliter aliter als Posting-Titel einen Countdown verwendet. Zur Stunde ist er bei 444, zählt Tag für Tag herunter und wird am 15. November 2015 die Null erreichen. Was dann geschieht, weiß keiner. (Parusie kann es nicht sein, denn “ihr wißt weder Tag noch Stunde”.) Wird Alipius dann Rekluse? Gründet er einen Orden, der sich die Katholisierung des Internets zur Aufgabe macht? Oder escheint sein fünfhundert Seiten starker Roman Robustas Rache?

Was immer auf uns zukommt – nutzen wir die uns zugemessene Zeit weise. Bloggen wir, kommentieren wir, nominieren wir!

fiat. Amen.

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Wasserspiegel und Entenweibchen

Berlin überrascht immer wieder – hier mit einem zauberhaften langgestreckten Wasser mit umgebendem Park zwischen großen, stark befahrenen Straßen und Läden mittlerer Preisklasse.
Stockenten sind ja “ganz normale Vögel”, auch in der Großstadt – umso schöner, wenn man in aller Ruhe bemerken kann, was für schöne Tiere sie sind mit ihren hell umrandeten Federn. Auch die Spiegelungen im Wasser finde ich bemerkenswert. Es ist übrigens ein reiner Weiberzirkel, die Männer sind irgendwo anders, und Mesdames Stockenten scheinen ganz froh darüber zu sein.

weibliche Stockentenweibliche Stockenten
weibliche Stockenten
WasserspiegelWasserspiegel
weibliche Stockente
weibliche Stockenteweibliche Stockente
Wasserspiegel
WasserspiegelWasserspiegel
weibliche Stockenten

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Allen Monicas zum Namenstag

… und allen Monikas, Moniques, Mônicas und Mengias: Gott segne und behüte Euch alle. Und besonders für die Mütter von Sorgenkindern: Heilige Monika von Thagaste, bitte für sie.

Monica

In ihrer Jugend brannte
In Herz und Seele schon
Ein Licht, da sie bekannte
Sich zu dem Gottessohn.
Von Demut und von Güte
War Monica beseelt,
Und wo der Hader glühte,
Hat nie ihr Trost gefehlt.

Sie weinte im Gebete
Für ihren wilden Sohn,
Und für den Gatten flehte
Sie oft vor Gottes Thron.
Den überreichen Segen
Hat Gott ihr spät gewährt:
Zu Jesu Wort und Wegen
Sich Mann und Sohn bekehrt.

Wenn Traum und Bilder schweigen
Und auch die Seele schweigt,
Dann werden wir uns neigen
Vor dem, der uns gezeigt
In einem Atemholen,
In Augenblickes Zeit,
Daß Er uns anbefohlen
Die frohe Ewigkeit.

© Claudia Sperlich

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Das Schulfach Französisch

Lieber Schüler, liebe Schülerin,

nach meinen Maupassant-Übersetzungen wird in der Schulzeit fast täglich gegoogelt, aber in den Schulferien nur selten. Vermutlich bist Du auf diese Seite gekommen, weil Du in Französisch Maupassant lesen sollst und eine Übersetzung suchst.
Ich kann Dich nicht hindern, meine Übersetzung als Orientierungshilfe zu benutzen, nicht einmal, sie zu kopieren und als Dein Werk auszugeben. Bedenke dabei allerdings, dass das nicht nur ein Verstoß gegen das Copyright und also illegal ist, sondern dass zudem Dein Lehrer ebenso gut googeln kann wie Du.
Vor allem aber bedenke, dass man sich mit Schummeln um die eigene Leistung, das eigene Lernen betrügt. Du kannst Dich entweder über das Ergebnis Deiner eigenen Ackerei freuen – auch wenn es ein mangelhaftes Ergebnis sein sollte, auch wenn Du manches falsch oder gar nicht verstehst – oder Du kannst eine Übersetzung lesen und in der Schule so tun, als hättest Du die Geschichte durch eigene Anstrengung erschlossen. Dann aber wirst Du Dich kaum freuen und nicht ein bisschen stolz sein, denn Du wirst wissen, dass Du ganz einfach faul warst und geklaut hast.

Übrigens habe ich das Übersetzen der schönen, klangvollen französischen Sprache nicht durch Mogeln gelernt. Ich habe Französisch gelernt, habe Vokabeln und Grammatik gepaukt, bescheuerte Fehler gemacht, mich überschätzt, einen starken Akzent gehabt, vollkommen unverständliche Sätze gebildet und gedacht, sie wären genial, immer wieder französisch gelesen, geredet, geschrieben – und schließlich konnte ich gut genug Französisch, um Maupassant zu übersetzen. So geht das, nicht anders.

Lieber Schüler, liebe Schülerin, wenn Du zum Mogeln hier bist, verlasse diese Seite, setz Dich woanders hin und mach Deine Hausaufgaben. Sei im übrigen versichert, dass ich eine katastrophale Schulkarriere hatte, Schule zeitweise abartig nervend fand, zeitweise auch Angst vor ihr hatte – und dass ich trotzdem alles, was ich gut kann, selbst gelernt habe und nicht kopiert.

Denn Lernen und Kopieren sind zwei ganz verschiedene Dinge.

Herzliche Grüße
Claudia Sperlich

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Pracht auf kleinstem Raum

Manch einer hat einen küchentuchgroßen Vorgarten oder nicht einmal den, aber doch Platz für Pracht. Immer wieder schön zu sehen, wie sich in dieser Gegend Menschen auf jede mögliche Weise wenigstens einen Miniaturgarten schaffen.

Sonnenblume
Nachtschattengewächs
Chrysanthemen

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Leerer Spielplatz

Leere Rummelplätze und leere Spielplätze finde ich gruseliger als alle Draculaverfilmungen zusammen.
Dieser ist glücklicherweise nur deswegen verödet, weil wenige Meter weiter ein größerer und schönerer ist, der gut besucht wird. Trotzdem denke ich bei diesem Anblick: Leere Spielplätze dürfte es gar nicht geben.

Spielplatz
Spielplatz
Spielplatz

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Spätsommer im Volkspark

Ein kleiner Spaziergang zeigte mir diese Fülle an Blüten und schönem Laub.

Dahlien
Im VolksparkIm Volkspark
Im VolksparkIm Volkspark
Im VolksparkIm Volkspark
Im VolksparkIm Volkspark
MauerpfefferMauerpfeffer
SonnenhutZierrhabarber

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Auf die Straße – für das Leben!

Am Samstag, 20. September, ab 13.00 Uhr, findet in Berlin der Marsch für das Leben statt. Auch ich werde wieder dabei sein – wenn nichts dazwischenkommt, was einer Pflegehelferin natürlich immer mal geschehen kann.
Warum ich strikt gegen Abtreibung bin, habe ich auf diesem Weblog schon oft gesagt – und werde es weiterhin sagen, so lange abgetrieben wird. Josef Bordat schreibt aus philosophischer Sicht sehr differenziert zu diesem Thema.

Menschenleben ist auch dann Menschenleben, wenn es beeinträchtigt ist, wenn es anderes Leben beeinträchtigt (grundsätzlich gilt: Alle Kinder sind auch lästig!) und wenn es sehr viel Geld kostet. Menschenleben ist von der ersten Entwicklungsstufe – der befruchteten Eizelle – an ohne Abstriche schützenswert.
Fanatismus jeder Art ist mir zuwider, und ich werde Fanatismus von einem Haufen krakeelenden Gegendemonstranten ertragen müssen – hoffentlich, wie beim letzten Mal, mit einem Lächeln. Fanatismus von Lebensschützerseite ist mir hierzulande noch nie vorgekommen (wohl aber eindeutiges Engagement, Mitgefühl und Hilfsbereitschaft gegenüber Frauen in Not – und zwar nach Abtreibungen ebenso wie vorher).
Leider gibt es in den USA neben zahlreichen friedfertigen Pro-Life-Aktivisten auch einige gewalttätige Wirrköpfe, die bis zum Mord an Abtreibungsärzten und Pro-Choice-Verfechtern gehen, um den Mord an Kindern zu verhindern. Das ist schrecklich, ist eine schwere Sünde – und zwar haargenau so schwer wie der Mord an einem Kind, denn Mensch ist Mensch. Ich bin gegen die Vernichtung von Menschen in jedem Lebensstadium, unabhängig wie schwere Schuld sie auf sich geladen haben. Schuld macht keine Schuld gut.
Nun wird von zahlreichen Verfechtern eines angeblichen Rechtes auf Abtreibung gern behauptet, daß die gewalttätigen Wirrköpfe, die sich Lebensschützer nennen, sehr zahlreich sind und daß ihr Tun von allen oder doch den meisten Pro-Life-Aktivisten gebilligt wird. Das ist eine von vielen Lügen, die in diesem Zusammenhang über Lebensschützer verbreitet werden, und nicht einmal die schlimmste. (Das Verschweigen von Gewalt gegen Lebensschützer geht übrigens in der Regel Hand in Hand mit dieser Unterstellung.)

Der Preis für die Teilnahme am Marsch für das Leben beschränkt sich nicht auf Fahrtkosten und Schuhsohlenabrieb. Es werden auch einige Nerven strapaziert und viel Geduld. Aber es hat in Berlin niemals Ausschreitungen von Teilnehmern dieser Aktion gegeben – und von ihren Gegnern bisher keine lebensgefährlichen Taten, sondern nur Pöbeln, Schubsen, Drängeln, Hauen und Wegreißen von Kreuzen. Vielleicht noch ein paar zertrümmerte Schaufensterscheiben. Also alles ganz normal.

Meine Arbeit mit Dementen lehrt mich täglich neu Geduld und Nachsicht mit pöbelnden, kratzenden, beißenden und hauenden Menschen. Ich hoffe, diese Geduld auch mit Menschen zu haben, die nicht dement, sondern bloß doof und unfreundlich sind. Und ich vertraue darauf, daß sich viele geduldige und mutige Lebensschützer einfinden werden.

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