Vergängliches in der Herbstsonne

Der ganze Kiez ist ein riesenhaftes Vanitasgemälde! Der Oktober fängt so golden an, wie er nur immer schafft, mit warmen Farben und warmem Wetter.

Hauswand im Herbst
ZierstrauchVerblühter Sonnenhut
Verblühte GoldruteVerblüht
MahonienlaubFeuerdorn
DahlienBovist
BeerenAstern

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Gewalt

Daß Christen in Berlin sich warm anziehen müssen, und zwar lieber nicht mit ihren Lieblingspullovern, weil der Inhalt von Farbeiern so schlecht rausgeht, wurde auf dem vergangenen Marsch für das Leben und bei der vorausgehenden Beschädigung einer Kirche und Verwüstung eines Büros der Lebensschützer (einschließlich der Kleiderkammer für Babys) nicht zum ersten Mal bestätigt.
Derartige Aktionen linker, grüner, frauen-, schwulen-, lesben- etc. -bewegter Leute (hier und da eine Rempelei, ein Farbei, und naja, einige tausend tote Ungeborene und großzügige Angebote zur Euthanasie, aber das ist ja was Anderes) sind schlimm, wirken aber geradezu harmlos gegenüber der galloppierenden Gewaltgeilheit muslimischer Irrer, deren antisemitische und christenfeindliche Ausfälle immer häufiger nicht bei verbalen Angriffen stehenbleiben.
Ich habe keine Lust, Statistiken zu bemühen, die jeder, der das ernstlich möchte, finden kann. Ich habe auch keine Lust, schon wieder zu betonen, daß es selbstverständlich zahlreiche friedfertige und sympathische Muslime gibt und daß friedfertige Lesarten des Koran möglicherweise nicht unislamisch sind – weder auf Vorwürfe von dochmalsagendürfenden Pauschalverurteilern noch auf Vorwürfe von gutmenschelnden Allesrichtigfindern hin will ich das sagen müssen, und wenn es noch so wahr ist.

In Deutschland und in den meisten anderen europäischen Staaten (ausgenommen dem Vatikan) werden Christen schikaniert, weil sie Christen sind, und zwar von zwei Seiten – von gewaltbereiten Muslimen und von gegenüber den Schwächsten ebenfalls gewaltbereiten meist religionslosen Grünen und Linken. Daß die ersten vermutlich die letztgenannten abschlachten werden, wenn sie mit den Christen fertig sind, will ich nicht weiter thematisieren. Die Aussagen der Täter und Sympathisanten des IS und vergleichbarer terroristischer Organisationen sprechen für sich, ebenso der Umgang mit Christen in den Rechtssystemen und in der Rechtspraxis muslimischer Länder.

Es gibt wenig, was ich tun kann, um die genannten Irren (um sie Irrende zu nennen, bin ich heute nicht freundlich genug) aufzuhalten. Dies wenige ist: Beten, schreibend aufklären, Position beziehen. Beten scheint vielen, vielleicht den meisten, sinnlos, ist es aber meiner Ansicht nicht. Aufklären scheint den meisten Leuten sinnvoll, ich fürchte aber, daß viele, wenn nicht die meisten Menschen lieber in ihrer selbstverschuldeten Unmündigkeit verharren wollen. Position beziehen, also allen Mut zusammennehmen und klar aussprechen, daß ich Christin bin, ist im Großbezirk Tempelhof-Schöneberg noch nicht besonders gefährlich, aber es fällt schon auf und befremdet zuweilen.

Ich bin nicht eitel genug mir einzubilden, daß ich mit Schreiben die Welt verbessere. Aber ich werde weiterhin meine Meinung sagen und dichten, neben dem obengenannten wenigen anderen.

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit leben wir in der Endzeit. Es ist nicht zu erwarten, daß dies oder irgendein Land verschont bleibt von einer sich bis zum Letzten austobenden Horde, die ihre Gewaltorgien mit einem selbstgebastelten Gott rechtfertigt. Aber ich muß es trotzdem nicht erfreulich finden. Im übrigen hoffe ich, daß es nicht so schlimm kommt wie in meiner Phantasie und daß die besagten Irren wenigstens im letzten Augenblick noch begreifen, was sie tun, und umkehren. Aber die Hoffnung hierauf wird geringer. Dafür wächst eine andere, größere Hoffnung.

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Ich nominiere!

Für die Robusta 2014 nominiere ich wie folgt:

Kategorie: Qualität
Ob seiner sachlichen, stilsicheren, engagierten philosophischen Sicht von Bibel, Kirche, Welt und Fußball, welch letzteren er sogar Fußballfremden wie mir so präsentiert, daß ich gern darüber lese, und wegen seines Humors, mit dem er von Protzküstern und interviewten Fußballern schreibt (“Also: preavisio, nicht praedeterminatio. Viele tun das durcheinanderbringen.”) – nominiere ich Josef Bordats Weblog.

Kategorie: Politik
Peter Winnemöllers allerkatholischstes Weblog beleuchtet kirchen- und weltpolitische Hintergründe in sachlicher, firlefanzfreier Katholizität.

Kategorie: Frische
Eine feine Entdeckung ist viasvitae, das Weblog einer jungen Theologiestudentin. Die Autorin schreibt engagiert, persönlich, glaubwürdig, kenntnisreich und in klarer Sprache über Psalmen, die Geistlichkeit, Spiritualität und Glauben und was sonst noch zur katholischen Kirche gehört.

Kategorie: Papsttreue
Das Moralblog schreibt ruhig und deutlich über Lebensrecht, Gerechtigkeit, beispielhafte Handlungen, immer geleitet von lebensbejahender katholischer Morallehre und einer liebevollen Sicht auf das Leben, und immer mit dem klaren Bekenntnis zur katholischen Kirche im Hinter-, zuweilen auch im Vordergrund.

Kategorie: Augenhonig
Dem Thomas sein Abendland umfasst natürlich viel, viel mehr als schöne Bilder. Da wäre fundiert rheinländisches Wissen in theologischer Gewandung (Wortfolge unsicher, aber so etwa), da wären hochkomische Episoden aus dem katholischen, musikalischen und rheinischen Alltag. Aber nicht deshalb nominiere ich ihn, sondern wegen der schönen Gestaltung der Seite (in der Mitte Pergament, außen herum 50er Jahre-Seniorenzimmertapete, und immer wieder Bilder, vor allem mit dem bewegenden Thema “Das Schwein in der mittelalterlichen Buchmalerei”).

Kategorie: Zwerchfell
Huhn meets Ei schafft es immer wieder, über eigentlich ernste Themen wie Intoleranz, staatlich subventionierte Wichtigkeiten (Unisextoiletten!) und bischöfliche Badewannen mit schrägem Humor in literarischer Qualität zu schreiben.

Kategorie: Cocktail
Der an der Logik des Hl. Thomas von Aquin geschulte Thomasleser erläutert in klarer Sprache alles, was die Welt und die Kirche wesentlich bewegt (beispielsweise die Liebe) und, wen wunderts, vieles, was er bei Thomas liest. Nebenbei stellt er Schönes, Komisches, Kurioses, Anrührendes vor: Gemälde und Photographien, Künstler fast aller Sparten, ältere und neuere Musik, schöne architektonische Details und mehr.

Kategorie: Abseits
In der Kategorie Abseits nominiere ich theomix, und das nicht etwa, um zu zeigen, daß ich nichts gegen Protestanten habe (einige meiner besten Freunde sind Protestanten), sondern weil hier eine erfrischende Mischung aus froher, tapferer Frömmigkeit und Bibelkenntnis, Lust am Wortspiel, genossenem und ertragenem Alltag zu finden ist und weil dies sehr persönliche Weblog eines Pfarrers und Familienvaters eine kluge, witzige und bereichernde Form der Korrespondenz ist.

Es gibt noch weitere Kategorien, aber ich fürchte, weitere Nominierungen bringe ich heuer nicht fertig. Wenn doch – bis morgen habe ich noch Zeit – werde ich sie hier vorstellen.

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Drei Ämter und drei Erzengel

Heute morgen radelte ich zu Amt 1 in die Stadt, um dort zu erfahren, daß das Papier 1, das ich für Amt 3 brauche, in der Nebenstelle Amt 1a ist. Diese Nebenstelle ist ganz nah bei meiner Wohnung. Ich fuhr also zur Nebenstelle Amt 1a, bekam das Papier 1 und hatte nun Zeit, zur morgendlichen Messe zu fahren. Schön war das, der Organist war auch da und hatte mein Lied zum heutigen Erzengelfest ausgesucht.
Anschließend ging es weiter zu Amt 2, wo ich für eine Gebühr von 10 Euro das Papier 2 bekam, das ebenfalls vom Amt 3 angefordert wurde, zu dem ich mit den flugs angefertigten Kopien der Papiere weiterfuhr.

Und siehe: Ich mußte fast nicht warten, es ist wundervolles Radelwetter, alle Angestellten waren äußerst freundlich.

Michael hilft im Kampf mit dem Drachen Bürokratie,

Erzengel_Michael

Raphael hilft mir und meinem Fahrrad durch den Großstadtverkehr,

Erzengel_Raphael

Gabriel hilft zu frohen Begegnungen in Amtsstuben.

Erzengel_Gabriel

Herzlichen Dank, Ihr drei.

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Altweibersommer

Zunächst mal finde ich als angehendes altes Weib es einfach nur schön, daß diese wundervolle Jahreszeit so heißt. Alten Weibern zu Ehren darf man ruhig sonnige Herbsttage benennen!

Aber etymologisch ist es ohnehin ganz anders.
Di indogermanische Wurzel al- bedeutet wachsen, nähren; wieben bzw. weiben sind gesponnene Fäden. Nach den in dieser Zeit herumfliegenden Spinnenfäden ist die Jahreszeit benannt. Sie werden teils als Gespinst von elfenhafter Herkunft gesehen, teils auch – mir selbstverständlich besonders sympathisch – als die Fäden von Marias Spinnrocken, den sie bei ihrer Himmelfahrt fallen ließ (sie brauchte ihn ja nicht mehr). Daher rühren Bezeichnungen wie Unser lieben Frauen Gespunst, Muttergottesgespinst, Marienseide usw. Vornehm lateinisch drückten neuzeitliche Wissenschaftler es aus: Sacra filamenta Divae Virginis – Die heiligen Fäden der göttlichen Jungfrau heißen sie in einem Aufsatz des Johannes Prätorius, filamenta Virginis – Fäden der Jungfrau - in der Dissertation des Friedrich Madeweis, dessen Geburtstag in diese schöne Zeit fällt.

Also, Frauen: kein Mensch diskriminiert uns mit dem Hinweis auf Spinnweben, Elfen, die Gottesmutter – und schon gar nicht damit, daß letztere ihren Spinnrocken weggeworfen hat. Was für ein Beispiel!

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Herbstmorgen

So kann der Herbst meinethalben vorerst bleiben!

Herbstmorgen
Herbstmorgen
Herbstmorgen

Die Staudensonnenblume blüht noch eine Weile.

Staudensonnenblume

Das Tausendschönchen – die Zuchtform des Gänseblümchens – ist eine Frühlings-, die Kornblume eine Sommerblume. Das ist den beiden auf meinem Balkon aber egal.

Tausendschönchen im September
Kornblume im September

Die Herbstzeitlosen habe ich gestern Nachmittag aufgenommen; sie erinnern mich immer an die Krokusse im Frühling.

Herbstzeitlose

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Gott sieht Seinen Ruhm darin, uns glücklich zu machen

Vor 318 Jahren wurde Alfonso Maria de Liguori als Kind reicher Adliger geboren.
Auf väterlichen Wunsch studierte er Jura und war mit ganzen sechzehn Jahren Doktor des weltlichen und kanonischen Rechts und wurde Anwalt.

Er vernahm den Ruf Gottes, gab seinen Besitz und seine Ansprüche ab und studierte Theologie. Als Priester wandte er sich gegen soziale Ungerechtigkeit und gegen ein beängstigendes Gottesbild. In der Folge kümmerte er sich um Arme, die häufig kaum etwas über ihre Religion wußten, und brachte ihnen den liebenden Gott nahe statt der seinerzeit üblichen Vorstellung eines rigiden und strafenden Gottes. Er gründete den Orden der Redemptoristen, dessen Aufgabe die Armenseelsorge ist.

Liguoris Schrift Der Wille Gottes, der auch die Überschrift entstammt, beginnt:

Unsere ganze Vollkommenheit besteht darin, unseren über alles liebenswerten Gott zu lieben: die Liebe ist das Band der Vollkommenheit (Kolosserbrief 3,14). Nun, unseren Willen mit dem allheiligen Willen Gottes zu vereinigen: Das ist die ganze Vollkommenheit der göttlichen Liebe. Die hauptsächliche Wirkung der Liebe, so lehrt der hl. Dionysius, ist genau dies: Die Vereinigung der Willen, so dass bei denen, die sich lieben, nur mehr ein Wille bleibt. Je mehr also eine Seele dem göttlichen Willen geeint ist, um so größer wird ihre Liebe sein.

Einer der schönsten Gesänge über die Eucharistie stammt von ihm; Original und meine Übersetzung sind hier zu finden.

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Zweierlei Amt

Eine katholische Messe wird auch als Amt bezeichnet. “Gott loben, das ist unser Amt”, heißt es in einem Kirchenlied – und eigentlich bedeutet das, bei einer Messe noch mal in besonderer Weise: es ist unsere Aufgabe, uns von Gott beschenken zu lassen – unser Dienst, uns von Ihm dienen zu lassen. Nach weltlich-wirtschaftlichen Maßstäben ziemlich irre – nach besseren Maßstaben ganz richtig.

Heilig Kreuz

Und dann gibt es noch Ämter, die sind einfach nur doof, aber unvermeidlich. Im ersten Amt gerüstet, halte ich das zweite Amt gut aus und merke sogar, wie freundlich die Frau ist, die meinen Fall bearbeitet.

Gar nicht schlecht, täglich zum Amt zu gehen – aber nicht zu jedem.

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Blüten und Beeren

Ein Korbblütler, rote Blüten mit gelbem Rand, und eine Eibe mit süßen roten Beeren standen kürzlich genau da, wo meine Kamera auch war. Eibenbeeren gelten übrigens zu Unrecht als hochgiftig. Die Kerne sollte man wirklich ausspucken, aber das Fruchtfleisch ist süß und lecker.

Eibe
Eibe
Korbblütler
Korbblütler

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Skulpturengruppe in Spandau

Diese Skulpturengruppe der Künstlerin Christa Biederbick steht in der Charlottenburger Chaussee in Berlin-Spandau. Ein pessimistisches Bild einander fremder Personen, die mürrische Feindseligkeit als einzige Form der Begegnung kennen. Der spielende Junge, ganz auf sein Autochen konzentriert, sitzt weitab und abgewandt; das weinende Mädchen steht ebenfalls allein und unbeachtet da. Selbst das andere Mädchen, dessen Kopf an der Schulter der Mutter ruht, zeigt den unzufriedenen Gesichtsausdruck der Erwachsenen. Die beiden Punks wirken kaum anders.

Christa Biederbick hat eine Krankheit unserer Zeit dargestellt: die spießige, unzufriedene Haltung, die nichts und niemanden beachtenswert, erfreulich oder gar liebenswert findet und nicht einmal weinende oder spielende Kinder trösten oder anlächeln kann.
So scheint es mir beim ersten Blick. Und auf den zweiten meine ich eher, Menschen zu sehen, die trotz aller Verschiedenheit gemeinsam trauern.
Es ist eine Gruppe, die ich je nach Blickwinkel verschieden interpretieren kann und die mich jedenfalls nachdenklich macht.

Christa Biederbick - Gruppe
Christa Biederbick - Gruppe
Christa Biederbick - Gruppe
Christa Biederbick - GruppeChrista Biederbick - Gruppe
Christa Biederbick - GruppeChrista Biederbick - Gruppe
Christa Biederbick - Gruppe
Christa Biederbick - GruppeChrista Biederbick - Gruppe
Christa Biederbick - Gruppe
Christa Biederbick - GruppeChrista Biederbick - Gruppe
Christa Biederbick - GruppeChrista Biederbick - Gruppe

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