Ein einsamer Tüftler

Vor 61 Jahren starb Richard Pearse, der bereits neun Monate vor den Gebrüdern Wright eine von ihm erfundene und gebaute Flugmaschine gestartet hatte. (Genaueres in den verlinkten Artikeln; Wikipedia stützt sich im Wesentlichen auf den englischsprachigen Artikel aus Pearses Heimat Neuseeland.)
Leider gibt es hierüber zwar reichlich Zeugenaussagen, aber keine Bilder – Photoapparate waren unter neuseeländischen Landwirten nicht so üblich.
Ein Tüftler war er seit Kindertagen – damals hatte er ein flugfähiges mechanisches Spielzeug gebastelt -, er baute ein Bambusfahrrad und erfand verschiedene Landwirtschaftsmaschinen. Der Traum vom Fliegen begleitete ihn weiter. Er baute ein kleines Motorflugzeug, das Utility Plane, von dem er hoffte, es werde einst in jeder Garage stehen.
Ob ihm der Spott der Nachbarn oder die mangelnde Anerkennung oder die Tatsache, daß andere Erfinder erfolgreicher waren mehr zugesetzt haben, weiß ich nicht. Jedenfalls wurde er immer mürrischer und verschlossener und entwickelte zuletzt eine Psychose. Er starb in einer Nervenklinik.

Bis heute überlebt hat von seinen vielen Erfindungen nur die bis heute unveränderte Einfädelhilfe, die er für seine Mutter gemacht hatte.

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Samenkorn der Kirche

Ich bin Christin.
Selbstverständlich freue ich mich über jeden, der mit dem Christentum grundsätzlich einverstanden ist – aber ich mache meine Überzeugung nicht davon abhängig, und ich hoffe inständig, daß ich das auch unter schlechteren Bedingungen ehrlich sagen könnte.
In immer mehr Ländern würde durch diese Aussage mein vorzeitiger Tod wahrscheinlicher. Deutschland gehört noch nicht zu diesen Ländern. Man kann hierzulande für dies Bekenntnis zwar schon seit Jahren angepöbelt und sogar bedroht werden, aber bislang geschieht das nicht allzu häufig, wenn auch die Religionsfreiheit schleichend ausgehöhlt wird. Morde an Christen aufgrund ihrer Religion sind in Deutschland noch unüblich.
Ich bin jedoch erst 52 Jahre alt und rechne nicht damit, daß sich die Richtung des immer rauheren Windes in den nächsten dreißig Jahren ändern wird, sofern der Messias nicht vorher wiederkommt. (Letzteres halte ich zwar für wahrscheinlich und wünschenswert, aber „ihr wisst weder Tag noch Stunde“.)
Wie ich bereits erklärte, wird das dem lateinischen N entsprechende arabische Zeichen von einer terroristischen Organisation zur Markierung christlicher Häuser verwendet, um das Lynchen der Bewohner zu erleichtern. Daß ich dies Zeichen nun auf meinen Internetseiten verwende, hat nichts – nun ja, fast nichts! – mit Martyriumssehnsucht, viel jedoch mit meinem Glauben sowie mit Mitgefühl und Solidarität mit verfolgten Glaubensgeschwistern zu tun.
Ich habe kein Verlangen danach, verprügelt oder ermordet zu werden. Aber wenns denn sein muss – ich trage keine Waffen, halte meine Fingernägel kurz und bin unsportlich, also nur Mut, es wird euch nichts passieren.
Nur eines sollten Christenmörder grundsätzlich wissen:
Die Kirche ist in Zeiten härtester Verfolgung immer, seit zweitausend Jahren wirklich immer, gewachsen. Aus Christenhassersicht ist Christenverfolgung also kontraproduktiv.

semen est sanguis christianorum – Das Blut der Christen ist ein Samenkorn.
Quintus Septimius Florens Tertullianus

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Arbeit!

Heute war ich in einer Seniorenresidenz – privat betrieben, schön eingerichtet und mit sehr freundlichem Ton – zu einem Probetag.
Voraussichtlich am 1. August (später nur, falls eine Bewilligung nicht schnell genug erteilt wird – aber keinesfalls viel später) werde ich dort anfangen zu arbeiten, vier Stunden täglich, vorerst auf ein Jahr befristet.
Als wäre das noch nicht genug, ist die Einrichtung auch sehr gut mit dem Fahrrad zu erreichen, und es gibt in der Nähe einen wunderschönen, riesigen Park, nach der Arbeit eine angenehme Entspannungsmöglichkeit.
Dank an alle, die hierzu geholfen haben:
Dank an die vielen, die mich ermutigt, für mich gebetet und meine Zweifel ausgehalten haben.
Dank an den, der mir die 240stündige Ausbildung zur Pflegehelferin ermöglicht hat.
Dank an alle, die mir in der theoretischen Ausbildung und im Praktikum kompetent und freundlich so viel beigebracht haben, das ich die Arbeit anfangen darf.
Dank an die vielen hilfsbedürftigen Menschen, die mir gezeigt haben, wie hinfällig und wie kostbar ein Menschenleben ist.
Und, ohnehin klar, Dank an Gott.

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Jesus – Sonettenkranz: Meistersonett

Meistersonett

Du lebst, und darum kann ich selber leben.
Du starbst, und darum kann in Dir ich sterben.
In meiner Seele spüre ich Dein Werben:
Du willst mich ganz. Du hast Dich ganz gegeben.

Ich habe nichts für Dich als meine Scherben,
Mein ängstliches und fehlerhaftes Streben.
Und daraus willst Du mir ein Festkleid weben!
Ich soll Dein Wort, Dein Reich, Dein Leben erben!

Du, Herr, bist alles. Außer Dir nur Leere,
Wo Du nicht bist, kann Leben nicht bestehen.
Was Du nicht hältst und leitest, muß verwehen.

Du leidest, wenn ich mir und andern schade.
Du überschüttest mich mit Deiner Gnade.
Du bist in mir, wenn ich mich neu bekehre.

© Claudia Sperlich

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Jesus – Sonettenkranz VIX

XIV

Du bist in mir, wenn ich mich neu bekehre.
Du bist das Licht, in dem ich mich erkenne,
Du, Jesus, kennst und nennst mich, und ich nenne
Dich Herr und Gott und fleischgewordne Lehre.

Du gehst mir nach, wenn ich mich blind verrenne.
Du wartest, wenn ich gegen Dich mich wehre.
Du zeigst mir, wo ich mich mit Schuld beschwere.
Du bleibst, wenn ich im Zorn mich von Dir trenne.

Wenn ich Dich bitte, wirst Du mir vergeben
Den Stolz, die Wut, die Gier, die ganze Reihe,
Auch das, was ich mir selber nicht verzeihe.

Du läßt mich nicht allein auf Wellen treiben.
Du wirst in allem Elend bei mir bleiben.
Du lebst, und darum kann ich selber leben.

© Claudia Sperlich

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Jesus – Sonettenkranz XIII

XIII

Du überschüttest mich mit Deiner Gnade,
Du hast mein Herz und meinen Geist getroffen,
Hältst mir aus Liebe Deinen Himmel offen,
Auch wenn ich mich mit neuer Schuld belade.

Du bist viel mehr als diese Welt aus Stoffen.
Wenn Elend mich zu Dir führt, ists kein Schade.
Du, Herr, machst meine krummen Wege grade.
Hilf mir, in aller Not auf Dich zu hoffen.

Du Brot, von dem ich täglich mich ernähre,
Du Wein, der meinen Alltag festlich macht,
Du Herr, der über meine Schritte wacht!

Du bist mein Heiland. Dir nur will ich leben.
Nur Du kannst meine Sünden ganz vergeben.
Du bist in mir, wenn ich mich neu bekehre.

© Claudia Sperlich

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Jesus – Sonettenkranz XII

XII

Du leidest, wenn ich mir und andern schade.
Du willst mein ganzes Handeln und Bestreben.
Ich soll dem Nächsten dienen und vergeben –
Du machst es vor und lockst auf Deine Pfade.

In alter spießiger Gewohnheit kleben
Ist so bequem! Der Weg ist so gerade –
So grade fort von Dir. Herr Jesus, lade
Mich neu auf Deinen steilen Weg zum Leben.

Auf meinem Acker blühen Klee und Rade,
Der Zorn, die Eitelkeit und meine Süchte,
Bedrängen und ersticken bessre Früchte.

Ich wär verloren ohne Dein Erbarmen.
Du aber hältst mich fest in Deinen Armen,
Du überschüttest mich mit Deiner Gnade.

© Claudia Sperlich

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Jesus – Sonettenkranz XI

XI

Was Du nicht hältst und leitest, muß verwehen.
Das Stärkste würde ohne Dich verhallen,
Doch Du bist Leben, und Du gibst Dich allen.
Der Schwächste kann in Deiner Hand bestehen.

Wo Hass und Machtgier sich zusammenballen,
Wo sie gemeinsam über Leichen gehen,
Hilf uns, mit Klugheit Armen beizustehen,
Lass die verfolgte Kirche nicht zerfallen!

Bereite und beschreite ich die Pfade,
Die mich und andre ins Verderben führen,
So hilf mir, Dich von neuem aufzuspüren.

Ich will Dich nicht verlassen. Ich bin Dein.
Hilf mir, zu Deiner Freude Mensch zu sein!
Du leidest, wenn ich mir und andern schade.

© Claudia Sperlich

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Oregano und Eberesche

Die Kräuter auf meinem Balkon gedeihen gut – Oregano blüht jetzt und sieht niedlich aus, vom Duft ganz zu schweigen.

Der Blick vom Balkon auf die Eberesche ist mal wieder prächtig. Und immer, wenn ihre Beeren sich röten, denke ich an meinen Vater, dessen Lieblingsbaum die Eberesche war.

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Ein netter Kater

In der Nachbarschaft lebt ein netter, zutraulicher roter Kater, der sich – ganz im Gegensatz zu meiner Katze – sehr gerne photographieren läßt. Heute habe ich ihn bei der Siesta gesehen.




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