Falls jemand schenken will

… hätte ich hier einige Ideen.

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Türlein 20

Laudes im Advent II

Wir stehn vor Dir, Du Morgenlicht,
Du Herr, der unsre Fesseln bricht.
Behüte unsern Tageslauf,
Und wo wir fallen, hilf uns auf.

Komm wieder, Herr! Die Welt ist kalt,
Ist voller Trauer und Gewalt.
Gib, daß in allem Lärm der Zeit
Wir hören noch das stumme Leid.

Da Du um unsre Schwachheit weißt,
Hilf glauben uns, was Du verheißt.
Laß unsre Hoffnung nicht vergehn,
Laß liebend uns den Nächsten sehn.

Gib, daß ein jeder, der Dich liebt,
Dein Wort mit Freude weitergibt,
Daß sich die Welt zu Dir bekehrt
Und daß Dich jedes Herz verehrt.

Du hast den Frieden uns gezeigt,
Der unser Denken übersteigt.
Wir glauben, Du machst alles neu.
Dein Wort ist Wahrheit. Du bist treu.

© Claudia Sperlich

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Übersetzers Nachtarbeit

Wenn ich auf Facebook gebeten werde, die O-Antiphonen, die bislang so ungenau übersetzt wurden, besser zu übertragen, und wenn das mit einem etwas drängenden Unterton gesagt wird, bitte, und wenn es außerdem schon ein bißchen spät im Jahr ist, um damit anzufangen – nun, dann wird es eben auch spät am Tag.

17.12.
O Sapientia,
quae ex ore Altissimi prodiisti,
attingens a fine usque ad finem,
fortiter suaviterque disponens omnia:
veni ad docendum nos viam prudentiae.

O Weisheit, 
die aus des Höchsten Mund hervorging,
Du rührst an die äußersten Grenzen,
kraftvoll und milde ordnest Du alles:
Komm, uns den Weg der Einsicht zu lehren!

18.12.
O Adonai,
et dux domus Israël,
qui Moyse in igne flammae rubi apparuisti,
et ei in Sina legem dedisti:
veni ad redimendum nos in brachio extento.

O Adonai
und Fürst des Hauses Israel, 
Mose erschienst Du in Dornbusches Flamme, 
gabst ihm am Sinai das Gesetz,
streck Deinen Arm aus, uns zu erlösen.

19.12.
O Radix Jesse,
qui stas in signum populorum,
super quem continebunt reges os suum, 
quem gentes deprecabuntur:
veni ad liberandum nos,
jam noli tardare.

O Wurzel Jesse,
fest stehst Du den Völkern zum Zeichen, 
Könige werden vor Dir verstummen,
anflehen werden Dich die Völker:
Komm, uns zu befreien,
und zögre nicht länger.

20.12.
O Clavis David,
et sceptrum domus Israël,
qui aperis, et nemo claudit, 
claudis, et nemo aperit: 
veni, et educ vinctum
de domo carceris,
sedentem in tenebris,
et umbra mortis.

O Schlüssel Davids 
und Zepter des Hauses Israel, 
Du öffnest und niemand schließt,
du schließest und niemand öffnet. 
Komm und führ den Gebundnen
hinaus aus dem Hause des Kerkers,
den, der in Finsternis sitzt,
in Todesschatten.

21.12.
O Oriens,
splendor lucis aeternae,
et sol justitiae, 
veni, et illumina 
sedentes in tenebris
et umbra mortis.

O Aufgang, 
Glanz des ewigen Lichtes, 
und der Gerechtigkeit Sonne, 
komm und erleuchte
die in Finsternis sitzen,
in Todesschatten.

22.12.
O Rex Gentium,
et desideratus earum,
lapisque angularis, 
qui facis utraque unum: 
veni, et salva hominem,
quem de limo formasti.

O König der Völker, 
und ihr Ersehnter,
Du bist der Eckstein,
Du machst die beiden zu einem:
Komm und erlöse den Menschen, 
den Du aus Erde gebildet.

23.12.
O Emmanuel,
Rex et legifer noster,
expectatio gentium, 
et salvator earum: 
veni ad salvandum nos,
Domine, Deus noster.

O Immanuel, 
König, der uns Gesetze gibt,
Sehnsucht der Völker
und ihr Erlöser: 
Komm und erlöse uns, 
Herr, unser Gott.

© der Übersetzung: Claudia Sperlich

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Père Noël ist kein Weihnachtsmann!

Vor 267 Jahren wurde Noël (latinisiert: Natalis) Pinot in Angers geboren. 23jährig wurde er zum Priester geweiht und war zunächst über sieben Jahre lang Almosenier im Hôpital des Incurables (Spital der unheilbar Kranken)in seiner Geburtsstadt. 1788 wurde er in Louroux-Béconnais als Pfarrer eingesetzt. Zwei Jahre später verweigerte er den Eid auf die neue Zivilverfassung des Klerus, die die Priester zu staatlich vereidigten und besoldeten Funktionären ohne Bindung an Rom machte. In einer Predigt äußerte er sich sehr scharf über den Bischof, der der Zivilverfassung zugestimmt hatte. Daraufhin wurde er im März 1791 denunziert und verurteilt, sich zwei Jahre lang seiner Gemeinde nicht weiter als bis auf acht Meilen (ca. 31 km) zu nähern. Er sprach sich weiterhin offen gegen die Zivilverfassung des Klerus aus und mußte im Februar 1792 untertauchen.

1793 befahl die Regierung die Mobilmachung der Landbevölkerung der Vendée – während der Erntezeit sollten die katholischen Bauern mal eben alles stehen und liegen lassen und für das Heer der Republik kämpfen. Der bislang in friedlichen Protesten bestehende Aufstand der Vendée weitete sich unter dem Motto Dieu le Roi – Gott der König zum Vendéekrieg aus, der drei Jahre währen sollte. Als die aufständische Katholische und königliche Armee der Vendée 1793 Angers einnahm, kehrte Pinot kehrte heimlich dorthin zurück. Hier und in allen benachbarten Gemeinden zelebrierte er Messen.

Am 9. Februar 1794 wurde er während einer Messe, bei der Spendung der Eucharistie, verhaftet und zum Tode verurteilt wegen “Verschwörung gegen die Volkssouveränität”. Am 21. Februar 1794 wurde er hingerichtet. Als er – immer noch im Priesterornat – die Stufen zur Guillotine hochstieg, betete er den Anfang des Stufengebets:

Introibo ad altare Dei – Zum Altar Gottes will ich treten.

1925 wurde er seliggesprochen.

Quelle

Die korrekte französische Anrede für einen Priester des Namens Noël lautet Père Noël. Das ist zugleich der in Frankreich übliche Name des Weihnachtsmannes (Übersetzung des englischen Father Christmas). Wenn wir also irgendwo von Père Noël oder Father Christmas reden hören, dürfen wir an einen Besseren denken als einen kommerzialisierten Gabenbringer. Der wahre Père Noël hat nicht verzogenen Gören Spielzeug gebracht, sondern bedrängten Christen die Eucharistie. Er starb als Märtyrer mit einem Gebet auf den Lippen – in der Gewißheit, daß er ins ewige Leben ging.

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Türlein 19

Laudes im Advent

Herr, mach in dieser dunklen Zeit
Zu froher Umkehr uns bereit,
Hilf, daß die grelle laute Welt
Uns nicht in ihren Fängen hält.

Laß uns den Weg verfehlen nicht,
Es blendet so viel falsches Licht!
Wo unsre Seele dunkel ist,
Erleuchte uns, Herr Jesus Christ.

Sei unsre Ruhe in der Hast,
Befrei uns von der Habgier Last,
Daß wir des Nächsten Nöte sehn
Und hilfreich ihm zur Seite stehn.

Laß uns ein Licht für andre sein
Als Deiner Liebe Widerschein,
Daß wir Dich, Jesus, unsern Hort,
Bezeugen frei in Tat und Wort.

Herr Jesus Christus, komm doch bald
In diese Welt, so hart und kalt;
Sei Du uns gnädig im Gericht,
Du, aller Menschen Lebenslicht.

© Claudia Sperlich

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Baum, Geschenke, Kinder, Großeltern, Engel, Segen – und sonst?

Man hört es jetzt sehr oft.

Ich gehe nicht weiter darauf ein, daß Text und Melodie kitschig sind. Kitsch der freundlichen Art ist in der Advents- und Weihnachtszeit nicht einmal bei mir völlig verboten, Kitsch kann wärmen und streicheln, Kitsch tut an kalten und dunklen Tagen zuweilen einfach gut. Aber dies Lied ist nicht nur kitschig, es ist ist zudem kein Weihnachtslied, auch wenn es so tut.

Hermann Kletke
Am Weihnachtsbaume

Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen,
wie glänzt er festlich, lieb und mild,
als spräch’ er: “Wollt in mir erkennen
getreuer Hoffnung stilles Bild!”

Die Kinder stehn mit hellen Blicken,
das Auge lacht, es lacht das Herz,
o fröhlich seliges Entzücken!
Die Alten schauen himmelwärts.

Zwei Engel sind hereingetreten,
kein Auge hat sie kommen seh’n,
sie gehn zum Weihnachtstisch und beten,
und wenden wieder sich und geh’n.

“Gesegnet seid, ihr alten Leute,
gesegnet sei, du kleine Schar!
Wir bringen Gottes Segen heute
dem braunen wie dem weißen Haar.

Zu guten Menschen, die sich lieben,
schickt uns der Herr als Boten aus,
und seid ihr treu und fromm geblieben,
wir treten wieder in dies Haus.”

Kein Ohr hat ihren Spruch vernommen,
unsichtbar jedes Menschen Blick
sind sie gegangen wie gekommen,
doch Gottes Segen blieb zurück.

Und was habe ich jetzt schon wieder? Wo doch Gottes Segen vorkommt, und Engel, und Weihnachten?

Weihnachten handelt nicht von Gemütlichkeit. Weihnacht handelt von der Menschwerdung Gottes, im Grunde vom Beginn des Leidens Jesu Christi – da Leben nun einmal ohne Leiden nicht zu haben ist, wie man an jedem untröstlich weinenden Säugling erkennen kann. Es handelt von Schwäche, Gefährdung, Armut, Wehrlosigkeit – und von Erlösung, von allumfassender Liebe und großer Freude. Vor allem handelt es von Jesus Christus – der in dem Lied nicht vorkommt.

Das Lied beschreibt eine innige, stille Szene – sehr gemütlich, das von Christbaumkerzen erhellte bürgerliche Wohnzimmer mit Gabentisch, Kinder und Großeltern sind anwesend. Die Kinder freuen sich über die Geschenke, die Alten erheben (in stillem Gebet oder in sentimentaler Erinnerung) den Blick zum Kronleuchter, von den Eltern ist gerade nicht die Rede (sie in der Küche, er eine rauchen? Hier ist unsere Phantasie gefragt).

Der Weihnachtsbaum als baumgewordene Hoffnung, immergrün und geschmückt und erleuchtet, nun gut, das mag hingehen.
Die Engel stehen unsichtbar und unhörbar – nicht vor dem Baum, sondern vorm Gabentisch. Sie beten vor dem Tisch mit den Weihnachtsgeschenken. Zwar erscheint mir angesichts des Geschenkangebotes für Kinder ein flehentliches Gebet oft sinnvoll, aber dann stelle ich mir die Engel vor dem Gabentisch eher als wehrhafte Erzengel vor, die sich zwischen den Ramsch und die Kinder stellen.

Diese Engel kommen zu Menschen, weil sie einander lieben und gut sind, und versprechen, wiederzukommen, wenn sie treu und fromm bleiben. Warum eigentlich?
Wenn alle Menschen einfach nur einander liebten, gut, treu und fromm wären, gäbe es keine Weihnacht. Denn Gott ist nicht Mensch geworden, weil wir so gut, sondern weil wir so schlecht sind.

Gottes Segen bleibt zurück in der biedermeierlichen Stube, und ich vermute, er riecht nach Anisplätzchen und Wachskerzen. Die Boten Gottes wurden nicht gesehen und nicht gehört, sie brachten weder Furcht noch Freude, sondern nur Gemütlichkeit und Wohlgefühl. Und damit können sie meiner Ansicht nach gar nicht Gottes Boten sein. Die nämlich verursachen immer sowohl Furcht als auch Freude – das ist so bei Maria, bei den Hirten und später bei den Frauen am Grab.

Religion und Weihnacht und so ist schön, vor allem für Kinder und alte Leute, weil da so viel Innigkeit aufkommt: Mehr sagt das Lied nicht aus – und damit ist es für mich kein Weihnachtslied.

Ich wünsche mir und allen für die Adventszeit und zur Weihnacht, wieder erschrecken zu können vor Gottes Größe und auch vor der eigenen Erbärmlichkeit – und dann, wieder aus dem Häuschen zu sein vor Freude über Seine Liebe und Sein Erbarmen.

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Türlein 18

Überfall

Herr und Gott, Du hast mich überfallen,
unvermutet, jählings mich begnadet,
mich gerufen, Sicherheit und Ängste
gleichermaßen hinter mir zu lassen,
umzukehren, völlig Dir zu trauen,
meine Eitelkeiten abzulegen.
Gott, ich lege alle meine Sünden,
Laster, Unzulänglichkeiten, Fehler
vor Dich hin – ich habe ja nichts andres.
Führe mich, wohin Du willst, mein Gott,
tu mir, was Du willst, denn ich bin Dein.

© Claudia Sperlich

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Türlein 17

Parusia

Komm wieder, Herr, den Streit der Welt zu schlichten!
Wenn Du nicht sichtbar alles lenkst und leitest,
wenn Du nicht über sie den Segen breitest,
dann wird die Welt sich selbst zugrunderichten.

Von neuem hat die Welt sich selbst geknechtet,
da Du sie doch von Schuld und Tod befreitest.
Solang Du, Herr, nicht wieder auf ihr schreitest,
bleibt Mensch von Mensch und Macht und Geld geknechtet.

Noch liegt die ganze Schöpfung in den Wehen.
Willst Du denn die Erlösung nicht vollenden?
Dein Reich, Herr, komme. Laß die Zeit sich wenden.
Komm wieder, Herr, und laß die Welt vergehen.

© Claudia Sperlich

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Lesetip für immer

Es gibt ein Buch – eigentlich eine Anthologie, wobei viele Einzelbücher (vom Umfang her teils eher Kapitel, teils wirklich Buchlänge) auf andere bezogen sind; die literarischen Verflechtungen sind vielfältig -, das sollte jeder lesen, der irgendein Interesse an bildender Kunst, Literatur, Musik, Architektur, Sprache oder Philosophie hat. Man muß dabei nicht unbedingt in der Reihenfolge von vorn bis hinten lesen, es ist aber unumgänglich, es mit der Zeit wirklich ganz zu lesen – jedes einzelne Buch darin.

Wer dies Buch nicht liest, versteht von sämtlichen europäischen und vorderasiatischen Kulturen nicht einmal fünf Prozent.

Es ist die Bibel.

Ganz unabhängig davon, ob Sie irgendetwas von dem, was in der Bibel steht, glauben – machen Sie folgendes Gedankenexperiment: Stellen Sie sich vor, es gäbe die Bibel nicht. Streichen sie aus der Kulturgeschichte alles, was auch nur im Entferntesten mit der Bibel (und damit auch mit dem Judentum und dem Christentum) zu tun hat. Also auch alle Entwicklungen, die zwar nicht in der Bibel stehen, sich aber ohne die Bibel nicht ergeben hätten.

Wenn Sie selbstquälerisch genug sind, das Experiment auszuweiten, verzichten Sie auf alles, was sich in vielen Schritten aus der Bibel entwickelt hat – also alles, was mit Judentum und Christentum und der davon beeinflußten kulturellen Entwicklung irgendwie zu tun hat. Dann suchen Sie sich ein nettes Plätzchen in einem Wald und bauen sich dort eine Hütte.

Wenn Sie sich selbst irgendwie doch erhaltenswert finden (was ich hoffe), halten Sie einfach die Augen offen und schauen, wo überall ihnen irgendetwas begegnet, was mit der auf die Bibel bezogenen kulturellen Entwicklung zu tun hat. Und bedenken Sie dabei, daß es nicht einmal die Ablehnung des Christentums gäbe, wenn es die Bibel nicht gäbe.

Selbst wenn Sie die ganze kulturelle Entwicklung – in Bausch und Bogen alles von Menschen Gesagte und Gemachte seit zweitausend Jahren – verkehrt finden, können Sie sie nicht ignorieren. Um das ansatzweise zu verstehen, brauchen Sie das genannte Buch. Fragen Sie den Buchhändler Ihres Vertrauens.

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Türlein 16

Zwei Gabenbringer

Der Weihnachtsmann kommt zu den braven Kindern
Aus einem kalten unbewohnten Land.
Fürs Bravsein gibt es einen Sack voll Tand,
Sofern nicht Streit und Mangel das verhindern.

Er tut, als ob er schenkt, doch seine Hand
Tauscht Krempel gegen Bravheit, aber lindern
Wird er die Not nicht und die Gier nicht mindern.
Die Gaben sind so wertlos wie der Sand.

Doch einer kommt, der fragt nicht: Warst du brav?
Der gibt das Beste, Schönste uns im Schlaf,
Der gibt die Liebe, die uns ewig hält.

Wer da noch angepaßt sein will und kann?
Zu braven Kindern kommt der Weihnachtsmann.
Zu Sündern aber kommt das Licht der Welt.

© Claudia Sperlich

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Türlein 15

Winterkitsch

Man protzt mit Glitzerkram an Wintertagen.
Du bist, Erwarteter, in Himmelsferne.
Es funkelt, jault und blinkt; die Zuckersterne,
der Popanz Weihnachtsmann, die Wichtelplagen,

versperren mir die Sicht auf den, der gerne
für mich und in mir wäre. Was sie sagen,
ist süß und füllt statt Hirn und Herz den Magen.
Doch das Geschwätz, so leicht ich es entkerne,

kann immer wieder mich dazu verleiten,
die warme Süße Jenem vorzuziehen,
Der kam und kommen wird, dem großen Leben.

Ich will den Glauben nicht mit Kitsch verkleben,
in keine schmierige Betäubung fliehen.
Hilf mir, den klaren Weg Dir zu bereiten.

© Claudia Sperlich

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