Eine kleine Burg in Berlin

Sie steht auf einem Spielplatz und birgt eigentlich – was eigentlich? Ich vermute mal, irgendwelche Technik, die die Kinder gar nichts angeht. Damit das nicht so langweilig aussieht, hat man sie als Ritterburg verkleidet.

Burg
Burg
Burg
Burg
Burg

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Herbstlaub

Die Rosskastanien sind nun so gut wie kahl. Wenn die Tage dunkler werden, ist das gar nicht schlecht – je mehr Licht durchdringt, desto besser.

Rosskastanie
Rosskastanie

Die Ahornblätter sind auch nicht mehr, wo sie mal waren.

Ahornblätter und Efeu
Ahornblätter

Ein wenig muß ich nun aufpassen, nicht selbst welk und trübe zu werden.

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Ihr hab es nicht anders gewollt

… und also gibt es wieder eine Runde Hexameter.

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Geplanter Tod

Folgenden Leserbrief hatte ich dem Münchner Merkur geschrieben. Veröffentlicht wurden davon nur der erste Absatz und der letzte Satz (in diesem Artikel kursiv gesetzt). Dadurch scheint es beinahe, als sei ich ein Befürworter der Sterbehilfe. Ich möchte mich bemühen, keinen bösen Willen vorauszusetzen.

Eine junge Amerikanerin hat ihren Tod bis in Einzelheiten geplant, um nicht durch ihrem unheilbaren und aggressiven Hirntumor überlange leiden zu müssen und um niemandem überlang zur Last zu fallen. Ihr Mann, ihre Familie und auch das Gesetz des Bundesstaates Oregon stehen hinter ihr. Es wird ein friedlicher Abschied im Zimmer der Kranken, die noch bei vollen Kräften ist und das für ihren sanften Tod notwendige Gift bei sich hat. Der Termin steht fest. Ihre auf Youtube kundgemachte Entscheidung wird millionenfach unterstützt.
Das klingt logisch, einsehbar und menschenfreundlich. Es ist gut, Leid zu vermindern, autonom zu sein, im Kreis der Lieben zu sterben. Hat nicht jeder die Hoheit über sein eigenes Leben und Sterben?

Niemand wird geboren, weil er das wollte. Wir nähern uns zwar der Möglichkeit, daß nur noch genau solche Menschen geboren werden, wie die biologischen Eltern zulassen – oder wie die sozialen Eltern bestellen -, aber die Hauptperson bei einer Geburt ist nicht die Mutter, sondern das Kind, und das hat sich selbst nicht gewählt.

Das andere Ende des Lebens haben wir auch nicht in der Hand. Es ist möglich und sinnvoll, das Lebensende betreffende Verfügungen zu schreiben, aber es ist ausgeschlossen, das eigene Ende vollkommen und ohne Möglichkeit, daß es anders wird, zu planen. (Täglich sterben Menschen völlig ungeplant durch Unfälle oder ihnen selbst unbekannte Krankheiten, unabhängig davon, wie sie grundsätzlich zu ihrem Leben und Tod stehen.)

Es wird immer Menschen geben, die sich aus nachvollziehbaren Gründen den Tod wünschen. Es wird auch immer einige wenige Fälle geben, in denen die Nachvollziehbarkeit sehr groß ist. Dennoch kann es kein Recht auf Selbsttötung oder Tötung auf Verlangen geben, ebensowenig wie es ein Recht aufs Gezeugtwerden geben kann. (Ein Recht aufs Geborenwerden gibt es, weil ein Mensch im frühesten Entwicklungsstadium, lange vor der Geburt, bereits Mensch ist – mit allen dazugehörigen Menschenrechten.)

Das Recht auf Leben zieht die Pflicht zur Hilfeleistung zum Leben nach sich. Gäbe es ein Recht auf Selbsttötung, so ergäbe sich daraus eine Pflicht zur Selbsttötungshilfe. Das bedeutet: Es müssen (nicht: dürfen oder könnten) Menschen dazu ausgebildet, angeleitet und angehalten werden, anderen Menschen unter bestimmten Umständen zum Tod zu verhelfen. Diese sind dann im Rahmen ihrer Berufspflichten außerstande, eine nach Maßgabe der Voraussetzungen berechtigten Bitte um Selbsttötungshilfe abzulehnen. Das heißt: Sobald die Beihilfe zur Selbsttötung legalisiert wird, müssen – nicht: dürfen – Menschen andere Menschen töten; sofern sich nicht genügend finden, die das auch wollen, könnten unter Umständen Ärzte oder Pfleger dazu verpflichtet werden. Das ist unanständig.
Barbara Munker hat in ihrem Leserbrief vom 15. Oktober sehr klar die unmittelbaren gesellschaftlichen Veränderungen durch legalisierte Sterbehilfe dargelegt: In den Niederlanden steigt die Zahl der Selbsttötungen kontinuierlich, seit die Sterbehilfe dort gesetzlich verankert wurde, und die Fähigkeit zur Willensbekundung ist durchaus nicht bei allen so zu Tode Gebrachten eindeutig. (Daß zudem legalisierte Sterbehilfe zum Wirtschaftszweig wird, kann sich jeder selbst denken. Ehrenamtlich wird professionelle Tötung niemals vollzogen.) Für mich bleibt aber das Hauptargument gegen Sterbehilfe das oben dargelegte: Der Staat darf niemanden zum Profikiller machen.

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Bücher lesen, Himmel gucken

Lese- und Fernbrille brauchte ich in neuen Stärken und staune, wie viel eine Vierteldioptrie, um die die Sehkraft sich geändert hat, schon ausmacht.

Außerdem ist es angenehm, eine Lesebrille mit heilem Bügel zu tragen. Wer je einen mit Heftpflaster reparierten Brillenbügel auf der Nase hatte, versteht, was ich meine.

Stundenbuch mit Brillen

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Koffein, Kalorien und Blümchen

… müssen gelegentlich sein.

Ein Wandelröschen nebst Linzer Torte und Cappuccino.

Kaffee und Kuchen

Ein Geißblatt in einem Garten.

Geißblatt
Geißblatt

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Sonntag und Oktobersonne

… und zauberhaft schöne Vergänglichkeit!

Parthenocissus unter dem Himmel
Jungfernrebe

Roter und gelber Feuerdorn
FeuerdornGelber Feuerdorn

Physalis
Lampionblume
PhysalisgerippePhysalis

Wohl kaum die letzte, aber eine späte Rose des Sommers
Rose

Staudensonnenblumen
StaudensonnenblumenVerblühte Staudensonnenblume

Leere Samenhüllen der Akelei
Samenhüllen der Akelei

Max Alfred Vogel
Oktober

Verborgen in des Sommers grüner Schanze
Vergaß ich ganz die Welt, der ich entrückt:
Umbuscht von hoher Wipfel dichtem Kranze,
War ich auf mich beschränkt und war beglückt.
Nun wehn die Blätter hin in buntem Tanze,
Die Sträucher rings sind trostlos kahl gepflückt.
Ein Weg, ein Fluß im feuchten Morgenglanze,
Ein Haus sind nachbarlich mir nah gerückt.

Doch sieh: es nimmt nicht nur, es schenkt auch reich
Der Herbst, läßt er die grünen Schleier fliegen.
Da schau ich auf und ahne durchs Gezweig
Ein blaues Land, das noch die Nebel wiegen.
Durch kahle Gitter dort im Nachbarreich
Am Springquell — grad als wär sie ihm entstiegen —
Seh ich ein Mädchen, schlank und nymphengleich
Sich auf die letzte rote Rose biegen.

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Hochamt und Festmahl

Die erste Lesung rief förmlich dazu auf, heute was Besonderes zu kochen.

Jes. 25,6-10a
Und es wird der HERR der Heerscharen auf diesem Berge allen Völkern ein Mahl bereiten, ein fettes Mahl, ein Mahl von alten Weinen, von fetten, markigen Speisen, von alten geläuterten Weinen. Auch wird er auf diesem Berge die Schleierhülle wegnehmen, die alle Völker verhüllt, und die Decke, womit alle Nationen bedeckt sind. Er wird den Tod auf ewig verschlingen. Gott der HERR wird die Tränen von allen Angesichtern abwischen und die Schmach seines Volkes von der ganzen Erde hinwegnehmen! Ja, der HERR hat es verheißen. Zu jener Zeit wird man sagen: Seht, das ist unser Gott, auf den wir gehofft haben, daß er uns Heil verschaffe; das ist der HERR, auf den wir warteten; nun lasset uns frohlocken und fröhlich sein in seinem Heil! Denn die Hand des HERRN ruht auf diesem Berge.

Da traf es sich gut, daß ich bereits gestern Hefeteig angesetzt hatte und heute früh ein Brot gebacken. Nach der Messe kam dann der andere Teil vom Teig in den Ofen – mit festlichem Belag. (Daß ich übrigens Frutti di Mare genießen darf, habe ich einer Vision des Petrus zu verdanken.)

Brot
Pizza Frutti di Mare

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“Wir”

Immer wieder – mehrmals täglich – höre oder lese ich:
Wir müssen Widerstand leisten, wir sind eine perverse Gesellschaft, wir sind feige etc. etc.
Dabei nehmen sich die, die das sagen, regelmäßig vom Wir aus. Denn sie, die uns die Leviten lesen, sind natürlich ganz anders.

Klar – ich könnte jetzt in den Nordirak trampen (Geld für Flugticket hab ich nicht), und da ohne Arabischkenntnisse, als unsportliche alternde Frau, die mit keiner Waffe umgehen kann und keine Sanitäterin ist, den IS besiegen helfen.
Oder ich könnte dafür sorgen, daß in den Schulen meiner Heimat Religion und Sexualkunde in guter, intelligenter, kindgerechter, menschengerechter Weise gelehrt wird – ja, wenn ich mich hinstelle und sage, tut es, dann bekehren sich alle Bildungspolitiker schlagartig.
Wir sind gar nichts, wenn wir uns 1. vom Wir ausnehmen und 2. dem übrigbleibenden Wir der anderen (vgl. Sartre) die Schuld an allem zuschieben.
Wenn wir mir jetzt mal sagen könnten, was ich sinnvollerweise tun kann, damit 1. Frieden wird, 2. jegliche Benachteiligung von Christen aufhört und 3. der Schulunterricht vernünftig wird, dann lad ich uns zum Kaffee ein.

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Ich weiß ja schon…

… Er wird wiederkommen. Aber dennoch.

Zweifel

Ich bin voll Zweifel, Herr, obwohl ich weiß,
Daß Du der Ewige, der Schöpfer bist -
Voll Zweifel, der mir den Verstand zerfrißt,
Auch wenn Du sonnenklar bist, sonnenheiß.

Kann es denn sein, daß Du Dein Volk vergißt?
Kommst Du je wieder in der Treuen Kreis?
Ist denn am Ende Foltertod der Preis,
um den ein Mensch nur sagt: Ich bin ein Christ?

Wir gehen unter, Herr – siehst Du es nicht?
Die ganze Christenheit wird abgeschlachtet,
Die Staaten nehmen ihre Schlächter auf.

Hemmst Du nicht dieser Mörder Schreckenslauf,
bleibt keiner übrig, der Dein Wort beachtet.
Komm, Herr. Die Welt erwartet Dein Gericht.

© Claudia Sperlich

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