Dies ist eine Bewerbung!

Ich möchte niemanden überfallen. Ich möchte niemanden bestehlen, ausrauben, übervorteilen oder sonstwie schädigen.
Sondern ich will ganz einfach nur arbeiten.

Deshalb sage ich das hier noch einmal.
Ich bin Pflegehelferin mit 240-Stunden-Basiskurs.
Hier das gute Ergebnis.
Ich bin Übersetzerin der Lateinischen Sprache.
Ich habe einen Lebenslauf.

Ich suche Arbeit als Pflegehelferin.
Oder als Hilfslehrerin.
Oder meinetwegen als Pflegehelferin für gebrechliche Altphilologen.

Ich suche nicht ein lockeres Leben für lau.
Sondern eine sinnvolle Arbeitsstelle, von der ich ein bescheidenes Auskommen habe.

Und deshalb gehe ich jetzt in die Offensive. Dieser Eintrag bleibt oben, bis ich Arbeit habe.

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Jesus – Sonettenkranz X

X

Wo Du nicht bist, kann Leben nicht bestehen,
Und jedes Leben kann den Schöpfer zeigen,
Ist Deines Vaters Werk und ist Sein Eigen.
In Ihm ist alles Werden und Vergehen.

Du, eins mit Ihm im Geist! Vor Dir verneigen
Sich alle, die in Deine Klarheit sehen.
Kein andrer Herr soll mir den Kopf verdrehen!
Ich will und kann von meinem Herrn nicht schweigen.

Hilf mir, auf keinem fremden Weg zu gehen,
Lass mich durch keine fremde Macht verrohen.
Ich will Dir treu sein gegen alles Drohen.

Sei Du für immer meines Lebens Mitte.
Ich weiß: Du hältst mich, wenn ich darum bitte.
Was Du nicht hältst und leitest, muß verwehen.

© Claudia Sperlich

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Jesus – Sonettenkranz IX

IX

Du, Herr, bist alles. Außer Dir nur Leere.
Ich weiß: Das sagt sich leicht an vollen Tischen.
Ich hab genug an Brot und Wein und Fischen,
Weiß nicht, wie ich in tiefsten Nöten wäre.

Ich bitt Dich, mein Gewissen aufzufrischen.
Nimm meinem Geist die Eigensucht und Schwere,
Mein Selbstmitleid und meinen Stolz verwehre.
Wo ich das Böse will, wirf Dich dazwischen.

Wo Du bist, werden Leid und Tod vergehen.
Mit Deiner Hilfe kann ich Leben schützen,
Kann Leidenden mit Trost und Hilfe nützen.

Kein Schutz, kein Trost ist ohne Deinen Geist.
Die ganze Welt wär ohne Dich verwaist.
Wo Du nicht bist, kann Leben nicht bestehen.

© Claudia Sperlich

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Simulantin

Diese Taube rührte sich zunächst gar nicht, als ich die Kamera zückte und die vermeintlich Sterbende ablichtete. Als ich eine Detailaufnahme vom Kopf wollte, wurde es ihr aber doch zu viel Aufmerksamkeit – sie flog weg.

So nervig und dreckig und degeneriert Stadttauben oft sind, und so albern ich Simulanten finde, eigentlich sind sie hübsche Tiere, Metallicglanz am Hals, Bernsteinaugen und dezente Grauschattierungen. Wenn sie nicht so vom Wohlstandsmüll krankgefüttert und unsinnig vermehrt würden, könnte man sie richtig gern haben.

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Jesus – Sonettenkranz VIII

VIII

Ich soll Dein Wort, Dein Reich, Dein Leben erben –
Nach Weltmaß arm, vor Dir ein Königskind,
Für Menschen eine alte Frau, die spinnt –
Und doch warst Du bereit, für mich zu sterben.

Was mir die Welt gibt, ist ein schwacher Wind,
Der manchmal schwillt zum Sturm und zum Verderben,
Ein kalter Regen über Lebensscherben,
Ein schmaler Wasserlauf, der bald verrinnt.

Ich hätte alles, wenn ich Bettler wäre,
Und Deine Liebe doch im Herzen trüge.
Doch ohne Dich ist aller Reichtum Lüge.

Denn Du, Herr Jesus, bist vollauf genug.
Wo Du nicht bist, herrscht letztlich der Betrug.
Du, Herr, bist alles. Außer Dir nur Leere.

© Claudia Sperlich

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Ich bin Nazarenerin!

Mit diesem Zeichen – dem arabischen Buchstaben N – markiert ISIS die Häuser von Christen. Christen, die weder zum Islam überlaufen noch fliehen (und zwar nach Abnahme von Schmuck und Geld), werden ermordet. Näheres über diese Aktion berichtet Josef Bordat mit größerer Ruhe, als ich es könnte.

Unkraut und Weizen
Mt. 13,24-30

Ihr glaubt im Ernst, Gott wolle euer Schlachten?
Ihr lasst nichts aus an Greuel und Gewalt,
Macht nicht vor Schwangeren und Kindern Halt
Und glaubt, dadurch das Gotteswort zu achten?

Ihr laßt euch filmen, wenn ihr herzenskalt
Voll Hohn posiert vor jenen Umgebrachten,
Die trotz euch, für euch!, beteten und wachten –
Ihr müht euch, daß ihr dem Gericht verfallt!

Ihr kreuzigt, steinigt, köpft, ihr schießt Raketen –
Und wollt ins Paradies für euer Morden,
Verleiht euch selbst noch für das Schänden Orden.

Mein Gott, ich kann für dieses Pack nicht beten,
Kann nicht vergeben, kann und will nicht schlichten.
Vergib mir, Herr. Komm bald, die Welt zu richten.

© Claudia Sperlich

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Jesus – Sonettenkranz VII

VII

Und daraus willst Du mir ein Festkleid weben:
Aus meiner Reue und aus Deinem Blut.
Du machst durch Deinen Tod mein Leben gut,
Durch Deinen Tod führt Sterben mich zum Leben.

Mein Geist wird wach durch Deines Geistes Glut,
Nicht durch mein eigenes begrenztes Streben.
Nur Du kannst Schöpferkräfte weitergeben,
Nur Du befeuerst den Bekennermut.

Du hast mich angeworben. Lass mich werben
Für Deine lebensfrohe wahre Lehre,
Und lass mich alles tun zu Gottes Ehre.

Du hast mir nicht nur alle Schuld verziehen -
Auch Königswürde hast Du mir verliehen:
Ich soll Dein Wort, Dein Reich, Dein Leben erben!

© Claudia Sperlich

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Berliner Südwesten

Dort gibt es nicht nur den Lilienthalpark, sondern einen sehr langen dorthin führenden Weg, eingebettet in eine langgestreckte Parkanlage. Das hat mehr von Kurort als von Großstadt, zumal die umliegenden Wohngegenden mehr beschaulich sind.







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Jesus – Sonettenkranz VI

VI

Mein ängstliches und fehlerhaftes Streben,
So oft nach eitlen, Dir so fernen Zielen,
Führt von Dir fort, als wollte ich verspielen,
Was Du mir schenktest – Liebe, Sinn und Leben.

Ich will nicht mehr nach Anerkennung schielen
Und tu es doch, und lass mich gern umgeben
Von Beifall, möchte über andern schweben,
Ich träume, hochgeehrt zu sein von vielen.

Ich bitt Dich, meine Sünden zu vergeben,
Und habe Angst, Dich nicht mehr zu erreichen,
Und weiß, ich kann die Schuld nicht selbst begleichen.

Du fügst zu meinem unvollkommnen Bitten
Die Qualen, die für mich Du hast durchlitten -
Und daraus willst Du mir ein Festkleid weben!

© Claudia Sperlich

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Jesus – Sonettenkranz V

V

Ich habe nichts für Dich als meine Scherben,
Als diesen Körper, der durchs Leben hetzt,
Von Leichtsinn, Gier und Eitelkeit verletzt,
Der wenig helfen kann und viel verderben,

Als diesen Geist, der viel verspricht und schwätzt,
Der gern sich loben hört und gern umwerben,
Der sucht, die Welt nach seinem Wunsch zu färben
Und der sich allzu häufig überschätzt,

Als dieses Herz, das zittert durch mein Leben,
Das zwischen Hochmut, Angst und Zweifel schwankt,
Zu wenig liebt und Dir zu selten dankt,

Als diese Seele mit dem Wetterschaden.
Nimm alles an, Herr, nimm dazu in Gnaden
Mein ängstliches und fehlerhaftes Streben.

© Claudia Sperlich

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Jesus – Sonettenkranz IV

IV

Du willst mich ganz. Du hast Dich ganz gegeben,
Willst, daß ich fest auf Deiner Erde stehe,
Auf ihr von Dir gezeigte Wege gehe –
Doch Erde soll mir nicht die Sicht verkleben.

Ich spüre Deine Liebe, Deine Nähe
In dieser Welt voll Leiden und voll Leben,
In der die Gegensätze sich verweben,
Vor der mir graut, die ich mit Freude sehe.

Und immer wieder seh ich mich verderben
Durch Gier und Eitelkeit die guten Gaben,
Will heimlich den geschenkten Schatz vergraben.

Ich weiß, daß ich Dir nicht genug vertraue,
Durch nebelhafte Ängste auf Dich schaue.
Ich habe nichts für Dich als meine Scherben.

© Claudia Sperlich

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