Lange her, daß ich mir ein riesenhaftes Doppelbett kaufte. Drei Umzüge hat es mitgemacht.

Nun fand ich, eigentlich brauche ich viel mehr Platz und weniger Bett, also nahm ich eine Säge, einen Bohrer, Holzdübel und Schrauben und machte aus einem großen Bett mit vier Schubladen ein immer noch geräumiges und gemütliches Bett mit drei Schubladen.


Aus dem Rest machte ich einen Sessel mit einer Schublade. Den Lattenrost habe ich zur Sitzfläche verkleinert, indem ich die Latten gleichmäßig kürzte und die Endstücke ebenfalls kürzte und neu verschraubte. Dann habe ich ihn auf den Schubladenkasten geschraubt.
Aus einem nicht mehr benötigten Teil des Doppelbettes schnitt ich zwei Leisten, die ich als „Möbelfüße“ anschraubte, sowie die senkrechten Leisten, die die Sitzfläche stabilisieren.


Das Kissen ist ein Stück aus einer Federkernmatratze. Ich habe sie mit einem Teppichmesser und einem Drahtschneider kleinbekommen. Statt die Ränder umständlich zu vernähen, habe ich das Sitzkissen mit breiten Stoffgurten kreuz und quer umspannt. (Es muß ja keine tobenden Kinder aushalten, sondern nur friedlich herumsitzende Dichterinnen.) Umhüllt habe ich es mit einer Baumwolldecke, auch sie nicht vernäht, sondern auf der Unterseite verknotet.


Dafür, daß ich gar nicht handwerklich begabt bin, finde ich das alles wirklich gut.
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