Es wächst und blüht in ungeheurer Üppigkeit!
Den zarten Porzellanblümchen mußte ich etwas Raum schaffen, sie waren arg bedrängt.

Diese Blume – ich halte sie für eine der zahlreichen Arten Klee, bin mir aber nicht sicher – wächst ausschließlich an der Mauer, in ziemlicher Höhe. Sie muß also ihre Nährstoffe aus dem Kalkmörtel ziehen – für mich verfressenen Menschen grenzt das ans Wunderbare.

Die erste Iris ist erblüht und sieht wahrhaft fürstlich aus.

Die Pergola ist mit Glyzinienblüten behangen; eine natürliche Verbindung zum Ahorn hat die Glyzinie auch geschaffen.

An einer Brandmauer – die den Aufgang zu einem Supermarkt abschließt – entdeckte ich einige interessante Graffiti.

Das sind Sätze, die man nicht erwartet, wenn man gerade über notwendige Einkäufe nachdenkt. Ich bin in der Regel keine große Freundin von Graffiti – aber dies finde ich tröstlich.
Botanische und literarische Blüten
Sonntag, 18. Mai 2008 · 12 Kommentare
Kategorien: Allgemeines
Mit Tag(s) versehen: Arbeit, Garten, Kultur, Literatur, Marc Aurel, Natur, Roberto Benigni





12 Antworten bis hierher ↓
piri // Sonntag, 18. Mai 2008 um 7.42
Das, was Marc Aurel gesagt hat, klingt so wunderbar einfach. Doch wer kümmert sich dann z. B. um die Menschen in Myanmar, wenn deren Machthaber, außer Machterhalt und Bosheit nichts im Kopf haben?
Deine Pflanzenbilder sind übrigens immer sehenswert, ich lerne so meine Gartenpflanzen kennen – Danke!
Claudia // Sonntag, 18. Mai 2008 um 8.03
Der Link, den Du angibst, zeigt immerhin, daß es helfende Menschen gibt. Aber Du sprichst ein Problem an, das wir wohl nicht lösen können: Angesichts des ungeheuer vielen Elendes und unserer sehr begrenzten Möglichkeiten können wir in der Regel allenfalls in unserem unmittelbaren Umkreis etwas ausrichten. Und das wieder gelingt uns umso besser, je mehr wir die Augen offenhalten nicht nur für die Schlechtigkeit der Welt, sondern auch – in Marc Aurels Sinn – für ihre Güte. Sonst können wir bald nicht mehr glauben, daß Helfen noch Sinn hat.
Strabo // Sonntag, 18. Mai 2008 um 3.48
Servus, Claudia!
Wage mal eine Vermutung: Heißt die Pflanze in der Mauerecke nicht Chelidonium maius (Großes Schöllkraut)?
Schönen Sonntag!
Claudia // Sonntag, 18. Mai 2008 um 4.27
Nein, Strabo, Chelidonium haben wir viel im Garten, ich kenne es gut und es fürchtet mein Kommen – es ist viel größer, wurzelt nie auf Mauern und hat eine radiärsymmetrische Blüte, während dies ein Lippenblütler ist. Wie gesagt, es sieht mir nach einer Art Klee aus, aber davon gibt es unzählige!
Claudia // Sonntag, 18. Mai 2008 um 4.31
Und, pardon für obige Knappheit: Auch Dir wünsche ich einen guten Sonntag!
Strabo // Sonntag, 18. Mai 2008 um 5.51
Bene, Claudia mea rerum naturalium peritissima! Da muss ich mich wohl geirrt haben bei meinem Blick in den Kosmos-Naturführer „Was blüht denn da?“ (14. Aufl. 1991). Auf S. 180 heißt es zur besagten Pflanze: „Unkrautbestände auf Schuttplätzen, an Mauern und Waldrändern…“. Bin gespannt, ob du es herausfindest. Weiterhin schönen, sonnigen Sonntag!
loreley // Montag, 19. Mai 2008 um 6.06
Ich muss inzwischen immer an Dich denken, wenn ich eine Pflanze sehe, die ich nicht benennen kann
Was ist das?
http://loreley.twoday.net/stories/4936255/
Ich müsste nachschlagen, was ich jetzt auch tun werde.
Claudia // Montag, 19. Mai 2008 um 6.52
Falls es mit dem Nachschlagen nicht geklappt hat – ich habe es auf Deinem Blog bereits vermerkt.
loreley // Montag, 19. Mai 2008 um 7.10
Danke. Ich hatte auf was anderes getippt, aber ich vertraue Deinem Auge mehr.
thewritingfranz // Dienstag, 20. Mai 2008 um 8.43
Heute sollte man viel mehr auf Graffitis hören. Die kommen direkt aus dem leben.
Claudia // Dienstag, 20. Mai 2008 um 8.47
Oder gleich Marc Aurel lesen! Dies Graffito macht doch Lust dazu.
Ein Blumenmeer « Mein Leben als Rezitatorin // Samstag, 24. Mai 2008 um 6.38
[...] sehr. Was hier von Pfeifenwindenblättern beschützt aus der Mauer blüht, ist übrigens nicht, wie ich annahm, eine Art Klee – sondern ein Gelber Lerchensporn. Auch die Dreimasterblume fühlt sich hier wohl. [...]