… will Piri lesen. Nun denn:
…die schönste Art zu entspannen.
Theodor Fontane
Guter RatAn einem Sommermorgen
Da nimm den Wanderstab,
Es fallen deine Sorgen
Wie Nebel von dir ab.Des Himmels heitere Bläue
Lacht dir ins Herz hinein,
Und schließt, wie Gottes Treue,
Mit seinem Dach dich ein.Rings Blüten nur und Triebe
Und Halme von Segen schwer,
Dir ist, als zöge die Liebe
Des Weges nebenher.So heimisch alles klinget
Als wie im Vaterhaus,
Und über die Lerchen schwinget
Die Seele sich hinaus.
…der beste Tipp für den Umgang mit der Hausarbeit.
Gotthold Ephraim Lessing
Lob der FaulheitFaulheit jetzo will ich dir
Auch ein kleines Loblied bringen.-
O — wie — sau — er — wird es mir, –
Dich — nach Würden — zu besingen!
Doch, ich will mein Bestes tun,
Nach der Arbeit ist gut ruhn.Höchstes Gut, wer Dich nur hat,
Dessen ungestörtes Leben –
Ach! — ich — gähn — ich — werde matt –
Nun — so — magst du — mir’s vergeben,
Daß ich Dich nicht singen kann;
Du verhinderst mich ja dran.
…die menschenfreundlichste Erfindung aller Zeiten.
Die Waschmaschine! Ohne sie stünden wir immer noch zwei Tage in der Woche am Rubbelbrett.
Christian Morgenstern
Die UnterhoseHeilig ist die Unterhose,
wenn sie sich in Sonn’ und Wind,
frei von ihrem Alltagslose,
auf ihr wahres Selbst besinnt.Fröhlich ledig der Blamage
steter Souterränität,
wirkt am Seil sie als Staffage,
wie ein Segel leicht gebläht.Keinen Tropus ihr zum Ruhme
spart des Malers Kompetenz,
preist sie seine treuste Blume
Sommer, Winter, Herbst und Lenz.
…die am dringendsten notwendige Versöhnung.
Angelus Silesius
Der allerlieblichste Thon.Es kan in Ewigkeit kein Thon so Lieblich seyn /
Als wenn deß Menschen Hertz mit GOtt stimbt überein.
…die wichtigste Veränderung, die du angehen möchtest.
Johann Wolfgang von Goethe
BeherzigungFeiger Gedanken
Bängliches Schwanken,
Weibisches Zagen,
Aengstliches Klagen
Wendet kein Elend,
Macht dich nicht frei.Allen Gewalten
Zum Trutz sich erhalten,
Nimmer sich beugen,
Kräftig sich zeigen,
Rufet die Arme
Der Götter herbei.
…der beste Weg, Ruhe in den Alltag einkehren zu lassen.
Sich dies immer wieder klarzumachen:
Nichts ängstige dich, nichts schrecke dich.
Alles vergeht, Gott ändert sich nicht.
Geduld erreicht alles.
Nichts fehlt dem, der Gott hat.
Gott allein genügt.
…die größte Stärke von Männern/Frauen.
Matthias Claudius
Die LiebeDie Liebe hemmet nichts; sie kennt nicht Tür noch Riegel,
Und dringt durch alles sich;
Sie ist ohn Anbeginn, schlug ewig ihre Flügel,
Und schlägt sie ewiglich.
…die größte Schwäche von Männern/Frauen.
Andreas Gryphius
Threnen des Vatterlandes/Anno 1636Wir sind doch numer gantz / ja mehr denn gantz verheret!
Der frechen völker schar / die rasende posaun,
das von blutt fette schwerdt / die donnernde carthaun
hatt aller schweiss / und fleiss / und vorrath aufgezehret.Die türme stehn in glutt / die Kirche ist umbgekehret
das Rathaus liegt im graus / die starcken sind zerhaun.
Die Jungfraun sind geschändt / und wo wir hin nur schaun
ist fewer / pest und todt der hertz und geist durchfehret.Hier durch die Schantz und Stadt / rint allzeit frisches Blutt
Dreymall sind schon sechs jahr als unser ströme flutt
von so viel leichen schwer / sich langsam fortgedrungen.Doch schweig ich noch von dem was ärger als der todt,
was grimmer als die pest / und glutt und hunger noth
das nun der Selen schatz / so vielen abgezwungen.
…die merkwürdigste Idee, die du hattest.
Das kann ich nicht beantworten. Ich habe fast nur ziemlich merkwürdige Ideen, und das ständig.




3 Antworten bis hierher ↓
piri // Dienstag, 10. Juni 2008 um 9.38
Danke, Danke, das ist eine wundervoll originelle Antwort!
thewritingfranz // Dienstag, 10. Juni 2008 um 8.59
Die merkwürdigste Idee die ich hatte:
Ich bin der stärkste Mann, groß und stark, wie ein Baum.
Da wachte ich auf, klein und dünn, es war nur ein Traum.
Claudia // Dienstag, 10. Juni 2008 um 9.31
Auf Bergen wurzelnd, vom Winde zerzaust -
ein zäher Baum in den Alpen haust!