Am Sonntag habe ich mir Heilbronn angeschaut. Die Stadt ist entsetzlich zerstört und entsetzlich aufgebaut, eine Bausünde reiht sich an die andere, und der Schrecken reißt auch in neuester Zeit nicht ab, wie ein eben entstehendes Kaufhaus zeigt. Aber Heilbronn hat auch einige Perlen!
Schön ist es, wenn man vor dem Rathaus wenige Minuten vor Mittag ankommt. Die astrologische Uhr zeigt zu Mittag ein gewaltiges Spektakel: eine Glocke wird mit dem Hammer angeschlagen, eine Tuba ertönt, der Engel mit dem Stundenglas bewegt einen Stab, zwei Widder stoßen zu jedem Glockenschlag mit den Köpfen aneinander, und zuletzt kräht ein Hahn sehr überzeugend viermal. Dazu kann man noch die detailreichen Bilder der Wochentage und Sternzeichen bewundern sowie die Mondphasenuhr.

In der Kilianskirche bestaunte ich lange Zeit den Schnitzaltar des Riemenschneider-Schülers Hans Seyfer. Die Figuren sind so persönlich, so sprechend! Photos habe ich dort nicht gemacht; leider sind die im Netz auch nicht besonders gut.
Der Arzt Robert Mayer bekam hier ein besonders schönes Denkmal.






Und schließlich gab es im warmen Sommerregen noch einen kleinen Spaziergang am Neckarufer, das hier mit ausgezeichneten Platanen bestanden ist.







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