Heute gibt es für meinen Lieblingsmonat Bilder und ein Gedicht.


September
Noch sommerheiß und herbstlich welk zugleich.
Die Blasenesche plustert falbe Früchte.
Vorm Blau stehn kahle Äste wie Gerüchte.
Die Äpfel röten sich und werden weich.Die Tage sind nun kürzer, aber heller.
Durch Laub fällt Licht, aus Blättern fällt das Grün.
Die ersten Schwalben werden wanderkühn.
Die Stunden schwinden sanfter, aber schneller.Am nächsten Tage fließt ein kühler Regen
gemächlich, pausenlos, mit leisem Rauschen.
Die Vogelbeeren leuchten ihm entgegen.Gelegenheit zum Dank will ich ergreifen.
Ich möchte diese Zeit mit keiner tauschen,
den frühen Herbst voll Schwinden und voll Reifen.© Claudia Sperlich





5 Antworten bis hierher ↓
Frau Sterntau // Samstag, 5. September 2009 um 9.32
Oh, was für ein wunderbares Gedicht ♥
Leider zeigt sich der September hier gerade arg herbstlich….
Barbara // Samstag, 5. September 2009 um 2.47
Schön
– ich mag den Herbst auch, aber viele Leute können das einfach nicht verstehen – man hat den Eindruck, die leben nur für eine Jahreszeit, und das ist natürlich der Sommer…
nachtopal // Samstag, 5. September 2009 um 7.52
Schönes Gedicht und passt total, ich mag eigentlich jede Jahreszeit, jede hat ihren Reiz, lieber Gruß Regina
stefanolix // Sonntag, 6. September 2009 um 10.19
Dresden ist in einem goldenen Herbst immer sehr schön, aber nur bis Ende Oktober. Dann wird’s für die meisten Menschen grau und unschön. Ich komme mit dem Grau klar, aber das Licht fehlt mir …
Patricia // Montag, 7. September 2009 um 4.02
Da haben wir ja denselben Lieblingsmonat. Eine besonders schöne Würdigung hast Du da gebildert und gedichtet.