Es kamen – genau die richtigen und nicht zu wenige.
Ich bin gerade sehr dankbar, sehr froh und nebenbei etwas reicher.
O ignee spiritus,
laus tibi sit,
qui in timpanis et citharis
operaris.
Mentes hominum de te flagrant,
et tabernacula animarum eorum
vires ipsarum continent.
Inde voluntas ascendit
et gustum anime tribuit,
et eius lucerna est desiderium.
Intellectus te in dulcissimo sono advocat
ac edificia tibi
cum racionalitate parat,
que in aureis operibus sudat.
Tu autem semper gladium
habes illud abscindere,
quod noxiale pomum
per nigerrimum homicidium profert.
Quando nebula voluntatem
et desideria tegit,
in quibus anima volat
et undique circuit.
Sed mens est ligatura
voluntatis
et desiderii.
Cum vero animus se ita erigit,
quod requirit pupillam mali videre
et maxillam nequicie,
tu eum citius in igne comburis,
cum volueris.
Sed et cum racionalitas
se per mala opera
ad prona declinat,
tu eam, cum vis,
stringis et confringis et reducis
per infusionem experimentorum.
Quando autem malum
ad te gladium suum educit,
tu illud in cor illius refringis,
sicut in primo perdito angelo fecisti,
ubi turrim superbie illius
in infernum deiecisti.
Et ibi aliam turrim
in publicanis et peccatoribus elevasti,
qui tibi peccata sua
cum operibus suis confitentur.
Unde omnes creature,
que de te vivunt, te laudant,
quia tu preciosissimum ungentum es
fractis et fetidis vulneribus,
ubi illa in preciosissimas gemmas convertis.
Nunc dignare nos omnes
ad te colligere
et ad recta itinera dirigere.
Amen.
Zu Deutsch:
Geist des Feuers, sei gepriesen,
in Pauken wirkst du und in Zithern.
Durch dich lodert der Verstand des Menschen,
seines Herzens Kammern bergen
die ihm eignen Kräfte.
Von dort steigt der Wille auf,
gibt Geschmack der Seele,
und Verlangen ist sein Licht.
Nach dir ruft das Denken mit zarter Stimme,
rüstet dir mit der Vernunft ein Gebäude,
die sich um goldene Werke müht.
Aber immer trägst du ein Schwert,
abzuschneiden, was schädliche Frucht
vorbringt durch finstersten Mord,
wenn Nebel verhüllen
Verlangen und Willen,
die Seele in ihnen
flattert und kreist.
Verstand aber zügelt
Verlangen und Willen.
Begehrt das empörte Gemüt,
das Auge des Bösen zu sehen,
und Zähne der Nichtswürdigkeit,
brennst du es zu Asche
nach deinem Begehr.
Da auch Vernunft sich neigt zum Abgrund
durch böse Werke,
zügelst und brichst du sie nach deinem Willen,
führst sie zurück, besprengt mit Erfahrung.
Wann immer das Böse
sein Schwert gegen dich führt,
bohrst du es in sein eigenes Herz,
wie du getan dem ersten gefallenen Engel,
da du den Turm seines Stolzes
warfst in die Hölle.
Doch einen anderen Turm
hast du errichtet
Dirnen und Sündern, die ihre Taten
vor dir gestehen.
Alle Geschöpfe, die durch dich leben,
loben dich,
kostbarstes Salböl bist du den Verletzten,
stinkende Wunden wandelst du
in edelste Perlen.
Nun gewähre uns allen,
um dich uns zu sammeln,
leite uns auf die rechten Pfade.
Amen.
© der Nachdichtung: Claudia Sperlich