Mein Leben als Rezitatorin

Mit den Tags ‘Archipoeta’ versehene Einträge

Mäzen meines Lieblings

Freitag, 14. August 2009 · Kommentar schreiben

Rainald_von_dassel[1]

Vor 842 Jahren starb Rainald von Dassel, der ebenso kriegerische wie kunstsinnige Unterstützer Barbarossas, an einer Seuche vor den Toren Roms.
Der Kölner Erzbischof war gewiß kein gemütlicher Zeitgenosse, war machthungrig und konnte äußerst rachsüchtig sein. Zugleich aber war er von überschwenglicher Großzügigkeit und Gebefreude.

Und schließlich war er der Mäzen des Archipoeta, jenes wundervollen Dichters, von dem wir ohne Rainald vielleicht gar nichts wüßten – da alles, was der Archipoeta vor seiner Zeit als Rainalds Schützling schrieb (bei einem Dichter dieses Kalibers kaum wenig), verschollen ist.
Für diese Unterstützung sei dem Kirchenmann Dank!

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finis mundi

Mittwoch, 29. April 2009 · 10 Kommentare

… zumindest aber das Ende meiner selbständigen Arbeit als Vorleserin.
Nachdem die Archipoeta-Veranstaltung ausfiel mangels Beteiligung, werde ich nicht mehr auf eigene Rechnung lesen. Denn das hat sich von einem kleinen Nebenverdienst zu einer Art teurer Freizeitbeschäftigung entwickelt – ich gebe Geld aus für Ausdrucke und Werbung und habe keine Einnahmen. Also werde ich ab jetzt nur noch Auftragsarbeiten machen – gegen Honorar wird gelesen, für Eintrittsgeld nicht. Sämtliche geplanten öffentlichen Lesungen werden also abgeblasen.
Ich bin sehr traurig darüber, sehr ratlos – und kann es nicht ändern.

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Angst vor morgen

Dienstag, 28. April 2009 · 3 Kommentare

… muß ich nicht wegen der Qualität meiner Arbeit haben. Nachdem ich die viel besser als geplant gedeihende Archipoeta-Geschichte auf ein lesungsgeeignetes Maß heruntergebrochen habe (mein verehrter Erzdichter, bitte vergib gnädiglich, ich mußte auch einige deiner Gedichte kürzen), und nachdem ich viel und gut geprobt habe und kein Halskratzen stört, bange ich, daß morgen Abend wieder keiner kommt.
Wenigstens ist das keine irrationale Angst. Aber diese Erkenntnis freut mich auch nicht.

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Überarbeitetes Mittelalter

Dienstag, 14. April 2009 · 3 Kommentare

Meine Übertragungen des Archipoeta habe ich nun noch einmal überarbeitet und bin auch mit Carmen VIII fertiggeworden; in der Kopfzeile sind sie zu finden.
Am 29. April wird der Erzdichter wieder aufleben. Allerdings wird das, was ich vortrage, nur ein Bruchteil dessen sein, was ich gerade schreibe – denn ich habe Blut geleckt und will mehr. Nein, es wird kein tausendseitiger Roman, aber doch ein Büchlein, das an einem Abend nicht auszulesen ist. In irgendeiner Form wird es auch zu haben sein, zwar sicher nicht leinengebunden – aber man darf gespannt sein.

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Ein Sonnenbrand für den Erzdichter

Freitag, 10. April 2009 · Kommentar schreiben

Nach stundenlanger Arbeit an der Übertragung von Carmen IV meines Lieblingsdichters an einem Cafétisch vor meiner Lieblingsbuchhandlung bin ich mit einem rechtsseitigen Sonnenbrand geziert. Aber das war es wert! Jetzt fehlt nur noch Carmen VIII, von dem ich erst die Rohübersetzung habe.
Nicht vergessen: Am 29. April wird es einen Ausflug in die Zeit des Archipoeta geben.

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Anno Domini

Mittwoch, 18. März 2009 · 4 Kommentare

… heißt ein seit Ende Februar bestehender feiner kleiner Laden für Liebhaber des Mittelalters mit einer angrenzenden Taverne, in der es ganz neuzeitlichen (frisch gemahlenen, hervorragenden) Kaffee ebenso gibt wie einige nach alten Rezepten zubereitete Speisen und Met.
Neben Accessoirs wie in so professioneller wie liebevoller Handarbeit hergestellten Hauben und Mützen, Gürteln und Börsen und verschiedenen kunsthandwerklichen Gegenständen aus schönen Materialien wie Horn und Messing gibt es eine Auswahl an CDs mittelalterlicher Musik und einiges an Büchern und Noten.
Auch verschiedene Veranstaltungen werden geboten – Spielleute und Handwerker zeigen ihr Können gerne öffentlich und können auch einiges dazu erklären.
Abgesehen davon macht es nicht nur der schönen Dinge wegen Freude, in diesem Laden zu sein: Die Inhaber sind freundlich, und es hat seinen besonderen Reiz, mit den Worten „Seid gegrüßt“ empfangen zu werden von einem mittelalterlich gekleideten Paar. (Auch hat es mich innig gefreut, daß mein „Salve“ beim Eintreten durchaus schicklich gefunden wurde.)
Möglicherweise wird es hier auch zu einer gelegentlichen Zusammenarbeit kommen. Daß überhaupt hier war, hat seinen Grund in meiner Hoffnung, mein Plakat für die Veranstaltung am 29. April möge hier beachtet werden.

archipoeta-plakat1

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Baarburg-Jerusalem und retour

Freitag, 20. Februar 2009 · 4 Kommentare

Das gemeinsame Programm haben Bettina Buske und ich überarbeitet; die auf einer Schweizer Sage aufgebaute Geschichte ist morgen um 18.00 im Café Engelmann-Tarabichi zu hören.
Abgesehen davon muß ich noch fürchterlich viel arbeiten für die Archipoeta-Sendung am Montag. Ich schaffe es in letzter Zeit, ständig unter Zeitdruck zu sein. Aber die gestrige Veranstaltung zeigte, daß dabei Gutes herauskommt.

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Martin Sperlich und der Archipoeta

Mittwoch, 18. Februar 2009 · 3 Kommentare

Sie haben, außer daß beide sehr schöne Gedichte schrieben und beide mir sehr nahestehen, nichts miteinander zu tun. Aber Gedichte und Prosa des ersteren werde ich morgen abend in der Buchhandlung aller Buchhandlungen vortragen (und hoffe auf massenhaft Hörer), und das berühmteste Lied des letzteren habe ich gerade endlich, endlich vollständig übersetzt.
Eigentlich wollte ich das nur so nebenher machen, aber ich hätte vorher wissen müssen, daß man nicht „so nebenher“ große Literatur übersetzt. Ein abendfüllendes Programm über den Archipoeta wächst gerade heran. Dabei gewinne ich mehr und mehr den Eindruck, daß die anderthalbstündige Vorleseversion eine starke Kürzung des vollständigen Textes wird.

Hier noch ein ganz anderes Lieblingszitat aus zuverlässiger Quelle:

Das viele Büchermachen nimmt kein Ende, und vieles Studieren ermüdet den Leib.

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Zeitdruck

Sonntag, 15. Februar 2009 · 5 Kommentare

Das Radioprogramm über den Archipoeta, das ich am 23. senden will, ist immer noch nicht fertig – und gerät mir zudem unter der Hand zu etwas Längerem; außer der kurzen Hörfunkversion wird es eine abendfüllende Version am 21. Mai geben. Heute muß die Geschichte fertig geschrieben werden!
Zugleich muß ich noch an mehreren anderen Dingen arbeiten. Ich brauche mehr Energie, mehr Disziplin, mehr Schwung – und muß mit dem, was ich habe, arbeiten und natürlich mit meinem Antriebsstoff Kaffee.

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Alles wird besser

Sonntag, 25. Januar 2009 · 1 Kommentar

… aber noch nicht heute. Oder wenigstens heute nur ein bißchen. Ich schreibe dies im Internetcafé, denn mein Computer spinnt. Einen neuen wird es Anfang Februar geben.
Zur Zeit arbeite ich an einem kleinen Programm über den Archipoeta, das voraussichtlich am 23. Februar im Offenen Kanal Berlin gesendet wird. Eine ausführlichere Fassung wird es im Herbst in meiner Lieblingsbuchhandlung geben.
Es ist also wieder einmal viel zu tun, und kein Rainald von Dassel ist in Sicht, der mich für meine Arbeit mit Geschenken überhäuft, aber gute Freunde, die mir helfen mit Rat und Tat und Sympathie.

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