Mit den Tags ‘Engel’ versehene Einträge
Sonntag, 1. November 2009 · 10 Kommentare
Glyzinien soll man, damit sie nicht nach allen Richtungen wachsen, sondern nach oben, und schöne Blüten machen, gelegentlich radikal beschneiden – das hat mein Bruder geleistet (dem an dieser Stelle Dank sei). Es sieht jetzt sehr kahl aus, aber Glyzinien wachsen schnell – und die gesunden Stämme lehnen noch an der Pergola.

Den Parthenocissus wollte er nur ein bißchen zurückstutzen – aber an einem Stamm hängt so viel, daß es hier ganz versehentlich zum Kahlschlag kam. Nun, auch Parthenocissus wächst schnell, und es hatten sich in einem Gewurstel von Tot- und Lebendholz Taschen mit gammelndem Laub gebildet. Der Denker wirkt ganz anders ohne die umwuchernden Blätter.

Die Beete harke ich in diesem Jahr nicht mehr, sondern lasse das Laub als Schutzschicht liegen. Aber der Rasen muß freigelegt werden.


Winterfest ist der Garten nun: eine Bank mit einer Plastikplane zugedeckt, die Sitzfläche der anderen im Keller verstaut, und im Keller sind auch die Gartenschläuche.


Ein Enkel Leonardos steht auf dem Mäuerchen einer Terrasse.

Der Wächter des Gartens, den im Sommer Schaublatt und Balsaminen verbergen, ist nun wieder sichtbar.

Dem Spätherbst trotzen zwei Rosen, die sogar noch knospen.



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Freitag, 21. August 2009 · 4 Kommentare
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Freitag, 13. Februar 2009 · 1 Kommentar
Wer wohnt, und sei es in einer Hütte, will die Wohnung auch schützen.
Das kann durch Wächter geschehen, wobei man aus wirtschaftlichen Gründen am besten unsterbliche und unbezahlte nimmt, also Engel.

Es kann etwas weniger elegant auch mit erdgebundenen Methoden der Verteidigung geschehen, also durch die stabile Bauweise einer Burg, hier im Kleinformat, von späteren Bauherren durch ein Bankgebäude und ein Wohnhaus scheinbar noch kleiner gemacht.

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Dienstag, 20. Januar 2009 · 4 Kommentare
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Donnerstag, 25. Dezember 2008 · 5 Kommentare
Allen meinen Lesern wünsche ich ein friedvolles, schönes, frohmachendes und liebevolles Weihnachtsfest.

Annette von Droste-Hülshoff
Am Weihnachtstag
Still ist die Nacht; in seinem Zelt geborgen,
der Schriftgelehrte späht mit finstren Sorgen,
wann Judas mächtiger Tyrann erscheint;
den Vorhang lüftet er, nachstarrend lange
dem Stern, der gleitet über Äthers Wange,
wie Freudenzähre, die der Himmel weint.
Und fern vom Zelte über einem Stalle,
da ist’s, als ob aufs nied’re Dach er falle;
in tausend Radien sein Licht er gießt.
Ein Meteor, so dachte der Gelehrte,
als langsam er zu seinen Büchern kehrte.
O weißt du, wen das nied’re Dach umschließt?
In einer Krippe ruht ein neugeboren
und schlummernd Kindlein; wie im Traum verloren
die Mutter knieet, schlichter Mann rückt tief erschüttert
das Lager ihnen; seine Rechte zittert
dem Schleier nahe um den Mantel noch.
Und an der Türe steh’n geringe Leute,
mühsel’ge Hirten, doch die ersten heute,
und in den Lüften klingt es süß und lind,
verlor’ne Töne von der Engel Liede:
„Dem Höchsten Ehr’ und allen Menschen Friede,
die eines guten Willens sind.“
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Mittwoch, 24. Dezember 2008 · 3 Kommentare

Dies Vasenbild stellt zwar nicht wirklich einen Engel dar, sondern Boreas. Aber man hat ja schon mehr als einmal in der Kunst Umdeutungen vorgenommen – also beschließe ich heute, dies ist der Engel, vor dem die Hirten damals sich fürchteten, ehe sie begriffen, daß dazu kein Grund vorlag.
Euch allen wünsche ich einen schönen und furchtlosen Heiligen Abend!
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Sonntag, 30. November 2008 · 8 Kommentare

Allen Lesern wünsche ich eine frohe und zuversichtliche Adventszeit.
Heute früh werde ich als Taufpatin eines Dreizehnjährigen in der Kirche sein und freue mich sehr darauf. Und heute Nachmittag werde ich Weihnachtsgeschichten lesen. Ein guter Auftakt für diese Zeit!

Mein wachsender Adventskranz wird an jedem Adventsonntag eine weitere Kerze bekommen. Diese erste ist die Osterkerze des vergangenen Kirchenjahres.

Friedrich Schiller
Hoffnung
Es reden und träumen die Menschen viel
Von bessern künftigen Tagen;
Nach einem glücklichen, goldenen Ziel
Sieht man sie rennen und jagen.
Die Welt wird alt und wird wieder jung,
Doch der Mensch hofft immer Verbesserung.
Die Hoffnung führt ihn ins Leben ein,
Sie umflattert den fröhlichen Knaben,
Den Jüngling locket ihr Zauberschein,
Sie wird mit dem Greis nicht begraben;
Denn beschließt er im Grabe den müden Lauf,
Noch am Grabe pflanzt er – die Hoffnung auf.
Es ist kein leerer, schmeichelnder Wahn,
Erzeugt im Gehirne des Thoren.
Im Herzen kündet es laut sich an:
Zu was Besserm sind wir geboren;
Und was die innere Stimme spricht,
Das täuscht die hoffende Seele nicht.
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Samstag, 18. Oktober 2008 · 9 Kommentare
Tonnenweis Laub habe ich zusammengeharkt. Noch fällt und fällt es – kurz vor Schluß werde ich eine Schicht auf den Beeten liegenlassen als Frostschutz, aber noch ist zu viel zu erwarten, die Schicht darf ja auch wieder nicht alles ersticken.
Der Engel des Gartens, den sommers Schaublatt und Balsaminen verbergen, ist wieder zum Vorschein gekommen. Nachdenklich schaut er auf das herbstliche Geschehen.

Die zweite Blüte des Wandelröschens paßt wunderbar zu den übrigen Herbstfarben.

Pfaffenhütchen, Rose und Hortensie wetteifern in verschiedenen Rot- und Rosatönen.



Eine weiße Rose macht auf Frühsommer – vor den Hagebutten ihrer Verwandten.

Verwuchern wird einst der Garten,
zerfallen wird einst das Haus.
Eichen werden einst bersten
morsch unterm Sturm.
Einst wird niemand mehr ahnen,
wie ich den Garten gehegt.
©Claudia Sperlich
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Die Walnüsse werden nach und nach reif, und auch wenn ich bestimmt einige übersehe, die ich im nächsten Jahr als Bäume herausziehen muß, und die Eichhörnchen sich ebenfalls bedienen, bleibt noch etwas übrig.

Die Birnen sind bald reif.

Der Schlangenkopf blüht,


der Topinambur seit kurzem auch. Dies ist übrigens nicht die Sorte mit den eßbaren Wurzeln, er ist nur schön und paßt gut mit dem Feuerdorn im Hintergrund zusammen.

Die Lilie ist über den Höhepunkt hinaus und auf eigentümliche Weise jetzt besonders schön.

Diese prächtige mir unbekannte Rankpflanze habe ich letzte Woche gesetzt, sie ist gut angegangen.

Diese Geranie blüht unverdrossen; ihre Schwestern sind alle längst verblüht.

Der im Sommer überwucherte Engel wird nun wieder sichtbar.

Hier noch ein Blick auf die Gartenmauer.

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