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Samstag, 7. November 2009 · 4 Kommentare
Die Eichen hören einfach nicht auf, Laub abzuwerfen. Ich weiß, sie meinen es nicht böse und können nicht anders – aber langsam weiß ich nicht mehr, wohin damit!

Vom Walnußbaum kommt dafür nicht mehr viel herunter.

Versöhnt werde ich durch das wundervoll gefärbte Laub der Zaubernuß

und das der Mahonie, das jedes Jahr andere Farbspiele macht – diesmal gesprenkelt.

Reizende blaue Früchtchen stehen in einem Beet.

Die Fruchthüllen der Physalis sind zum Teil bereits nicht mehr orangefarben, sondern falbe filigrane Gebilde.

Die weiße Rose welkt edel vor sich hin (allerdings hat sie noch eine Knospe). Gegen den Himmel angeschaut, wirkt sie besonders schön.

Die roten Rosen nehmen den Spätherbst noch nicht zur Kenntnis.


Trotz der anstrengenden Arbeit – und obwohl ich langsam wirklich kein Laub mehr harken mag – liebe ich diesen Garten und bin dankbar, daß ich ihn bearbeiten darf.
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Mittwoch, 4. November 2009 · 5 Kommentare
Die Rezi-Tante reichte mir ein Stöckchen, das ich dankend annehme. Ich sollte meine Kamera aus dem Fenster halten und losknipsen.
Bei dem Fenster, vor dem ich sitze, gestaltet sich das schwierig. Um es zu öffnen, müßte ich den Schreibtisch abrücken, und dazu müßte ich ihn abräumen. Also gibt es hier kein Photo – dafür zwei vom Balkon:
Nach Osten das Gärtchen der Nachbarin unter mir,

nach Süden ein weiterer Nachbargarten.

Aus dem Schlafzimmerfenster habe ich den Blick auf die Hälfte des winzigen Hofgärtchens, die romantisch überwucherten Mülltonnen und ein Stück Hof.

Aus dem efeugerahmten Badezimmerfenster sehe ich den prächtigen Efeu des rechten Seitenflügels.

Aus der Küche sehe ich den ökologischen Fuhrpark des Hauses.

Überall sehe ich viel Grün im Grau des Novembertages.
Ich reiche das Stöckchen nicht weiter, wer mag, kann es aufheben.
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Dienstag, 3. November 2009 · 11 Kommentare
In dem beständigen sachten Regen, unter dem dunkelgrauen Himmel leuchtet im Garten hie und da etwas auf:
Pfaffenhütchen (diese zwar, wie ich bereits einmal bemerkte, in diesem Jahr etwas blasser als sonst)

Physalis

Hagebutte

Der November wird so viel gescholten. Aber ohne ihn wäre das Jahr nicht vollständig; der vom Blühen und Fruchten erschöpfte Boden braucht Ruhe und Regen, und zauberhaft kann es gerade an einem solchen grauen Regentag duften und leuchten!
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Sonntag, 1. November 2009 · 10 Kommentare
Glyzinien soll man, damit sie nicht nach allen Richtungen wachsen, sondern nach oben, und schöne Blüten machen, gelegentlich radikal beschneiden – das hat mein Bruder geleistet (dem an dieser Stelle Dank sei). Es sieht jetzt sehr kahl aus, aber Glyzinien wachsen schnell – und die gesunden Stämme lehnen noch an der Pergola.

Den Parthenocissus wollte er nur ein bißchen zurückstutzen – aber an einem Stamm hängt so viel, daß es hier ganz versehentlich zum Kahlschlag kam. Nun, auch Parthenocissus wächst schnell, und es hatten sich in einem Gewurstel von Tot- und Lebendholz Taschen mit gammelndem Laub gebildet. Der Denker wirkt ganz anders ohne die umwuchernden Blätter.

Die Beete harke ich in diesem Jahr nicht mehr, sondern lasse das Laub als Schutzschicht liegen. Aber der Rasen muß freigelegt werden.


Winterfest ist der Garten nun: eine Bank mit einer Plastikplane zugedeckt, die Sitzfläche der anderen im Keller verstaut, und im Keller sind auch die Gartenschläuche.


Ein Enkel Leonardos steht auf dem Mäuerchen einer Terrasse.

Der Wächter des Gartens, den im Sommer Schaublatt und Balsaminen verbergen, ist nun wieder sichtbar.

Dem Spätherbst trotzen zwei Rosen, die sogar noch knospen.



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Samstag, 3. Oktober 2009 · 1 Kommentar
Die Aster ist nun in voller Blüte und mußte ein wenig hochgebunden werden – die blütenschweren Zweige lagen schon am Boden.


Das Pfaffenhütchen leuchtet – nicht ganz so kräftig wie in manchen Jahren, aber doch schön!

Die Chinesische Anemone ist verblüht; die Fruchtstände werden sich nun zu zarten weißen Pompons entwickeln, die fast den ganzen Winter lang halten.


Das Birnenlaub färbt sich kräftig,



das der Rosen ist stockfleckig,

das der Zaubernuß hat einen gelben Rand,


das der Pfingstrose kleidet sich in dezente Rottöne.

Die Rote Lichtnelke blüht gewöhnlich von Juni bis August – dies Exemplar ist ein Sonderling.

Das Laub ist geharkt.

Max Dauthendey
Jetzt ist es Herbst
Jetzt ist es Herbst,
Die Welt ward weit,
Die Berge öffnen ihre Arme
Und reichen dir Unendlichkeit.
Kein Wunsch, kein Wuchs ist mehr im Laub,
Die Bäume sehen in den Staub,
Sie lauschen auf den Schritt der Zeit.
Jetzt ist es Herbst, das Herz ward weit.
Das Herz, das viel gewandert ist,
Das sich verjüngt mit Lust und List,
Das Herz muß gleich den Bäumen lauschen
Und Blicke mit dem Staube tauschen.
Es hat geküßt, ahnt seine Frist,
Das Laub fällt hin, das Herz vergißt.
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Donnerstag, 1. Oktober 2009 · 9 Kommentare
Nachbars Rosen und der Wein an der Wand machen den Herbst zu einer vollendet schönen Zeit.









Friedrich Hölderlin
Der Herbst
Die Sagen, die der Erde sich entfernen,
Vom Geiste, der gewesen ist und wiederkehret,
Sie kehren zu der Menschheit sich, und vieles lernen
Wir aus der Zeit, die eilends sich verzehret.
Die Bilder der Vergangenheit sind nicht verlassen
Von der Natur, als wie die Tag’ verblassen
Im hohen Sommer, kehrt der Herbst zur Erde nieder,
Der Geist der Schauer findet sich am Himmel wieder.
In kurzer Zeit hat vieles sich geendet,
Der Landmann, der am Pfluge sich gezeiget,
Er siehet, wie das Jahr sich frohem Ende neiget,
In solchen Bildern ist des Menschen Tag vollendet.
Der Erde Rund mit Felsen ausgezieret
Ist wie die Wolke nicht, die abends sich verlieret,
Es zeiget sich mit einem goldnen Tage,
Und die Vollkommenheit ist ohne Klage.
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Samstag, 26. September 2009 · 2 Kommentare
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Sonntag, 20. September 2009 · 4 Kommentare
Die klaren Worte fand ich auf dem Weg durch die Stadt. Bis zur Unverständlichkeit umständliches Behördendeutsch ist so allgegenwärtig, daß ein Hinweis wie dieser wohltuend auffällt.

Gute Ernte fand ich im Garten. Die Winterbirnen sind sehr lecker, und der Baum ist wohl auch froh, die Last los zu sein. Walnüsse sind ebenfalls ein Genuß, den uns allerdings eine Horde Eichhörnchen nach Kräften streitig macht – aber wer will das übelnehmen!

Die Aster wird noch lange blühen und knospen.


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Samstag, 5. September 2009 · 2 Kommentare
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