Mail vom Denkmalamt

Auf eine im Zustand ziemlich großer Wut verfaßte Mail (die ich fast wörtlich auch als Eintrag schrieb) habe ich nun eine Antwort bekommen, aus der hervorgeht, daß Berliner Politiker an Denkmalschutz und Bürgerwillen vorbei Entscheidungen treffen – und daß in der Humboldt-Universität am Denkmalamt vorbei entschieden wird.
Zu dem übergroßen V auf der Fassade der Humboldtuni schreibt das Denkmalamt:

Dieses Vorgehen wurde denkmalrechtlich nicht genehmigt. Ein überwiegendes öffentliche Interesse wurde politisch nicht erklärt. Leider kann die Abteilung Stadtentwicklung gegen die HU nicht mit einem Ordnungswidrigkeitsverfahren vorgehen. Es wird aber der Präsident der HU von der Abteilung Stadtentwicklung angeschrieben, damit sich zukünftig solche Maßnahmen nicht zu wiederholen.

Das heißt: Der Präsident der HU, ein studierter Mensch, der weiß, daß die HU mit einigem Grund denkmalgeschützt ist, läßt die Fassade zusudeln, ohne das Denkmalamt auch nur zu informieren. Immerhin kriegt er jetzt auf den Deckel – aber leider ein wenig spät; der Schaden ist angerichtet.

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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