Hölderlin-Stimmung

Morgen abend ist es soweit. Und ich sitze da und drehe mit Hölderlin durch.

An die Parzen

Nur einen Sommer gönnt, ihr Gewaltigen!
Und einen Herbst zu reifem Gesange mir,
Daß williger mein Herz, vom süßen
Spiele gesättigt, dann mir sterbe.

Die Seele, der im Leben ihr göttlich Recht
Nicht ward, sie ruht auch drunten im Orkus nicht;
Doch ist mir einst das Heilge, das am
Herzen mir liegt, das Gedicht, gelungen,

Willkommen dann, o Stille der Schattenwelt!
Zufrieden bin ich, wenn auch mein Saitenspiel
Mich nicht hinab geleitet; Einmal
Lebt ich, wie Götter, und mehr bedarfs nicht.

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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3 Antworten zu Hölderlin-Stimmung

  1. Bardamu schreibt:

    Na, dann drück ich dir die Daumen, dass alles glatt geht. Läuft ja schon. 🙂

  2. Claudia schreibt:

    Danke! Das Daumendrücken hat zwar nicht zu riesigen Hörerscharen geführt, aber die da waren, waren sehr begeistert. Ich habe vor Lampenfieber gezittert, aber das hat keiner gemerkt – und langsam fange ich selbst an zu glauben, daß ich gut war. 🙂

  3. Bardamu schreibt:

    Die Leute, die da waren, machen jetzt für dich Werbung. Das nächste Mal musst du vielleicht schon ein Stadion anmieten. 😉

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