Senile Bettflucht

nennt mein unverschämter Bruder die Tatsache, daß ich zuweilen um 5.00 Uhr aufstehe. So auch heute; ich muß unbedingt mit der Übersetzung vorwärtskommen. Einen Liter Kaffee habe ich bereits intus und werde gleich den nächsten brauen – es hilft.
Aber der Tag müßte doppelt so viele Stunden haben. Ich beantrage Kürzung der Schlafnotwendigkeit bei gleichbleibender, besser noch: steigender Arbeitskraft.

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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3 Antworten zu Senile Bettflucht

  1. Don Farrago schreibt:

    Dann gehört dein juveniler Bruder wohl eher zur Um-5-Uhr-nach-durchzechter-Nacht-ins-Bett-geh-Fraktion?
    Ich halte es da eher ausgewogen… Bettflucht… Fluchtbett… mal um 5 rein… mal um 5 raus… und mal gar nicht… 😉

  2. Claudia schreibt:

    Nee, der ist schon längere Zeit nicht mehr juvenil und grundsolider Vater der beiden entzückendsten Kinder, für die je eine unverheiratete Tante Babysitter war – aber das Lästermaul hat er bewahrt. Vermutlich als sehnsuchtsvolle Erinnerung an die Zeiten, da man noch um 5.00 zu Bett ging…

  3. Wolfgang Maslo schreibt:

    Ich genieße die frühen Stunden als extra Zeitgeschenk, in denen ich mich besonders frei fühle.
    Außerdem erhöht es mein energetisches Leistungsvermögen, wenn ich leicht übermüdet bin.
    Kaffee brauche ich dazu nicht, da er die angenehme Spannung in mir auflöst. Mein Magen mag das aber auch nicht.

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