Bald bin ich Lehrerin

Ab nächsten Dienstag einmal die Woche, dreimal 90 Minuten, in einem Nachhilfeinstitut.
Die Klassen sind klein – im Schnitt vier Schüler in unterschiedlichen Situationen. Gestern habe ich hospitiert, und es war wirklich schön. Immer noch bin ich ziemlich verblüfft, daß ich Arbeit bekommen habe – und zwar genau wegen meiner Sprachkenntnisse, und auf eine Bewerbung hin, die ich als schwarzen Witz ohne Chance sah. Und nun darf ich meine Lieblingssprachen unter das Volk bringen und bekomme Geld dafür! Natürlich gehört auch das unschöne Gefühl dazu, daß ich den Unfug glattbügle, den manche (keineswegs alle!) festangestellte, wohlbestallte Lehrer anrichten.
Ich bewundere Schüler, die nicht den Mut verlieren. Gleichzeitig pubertieren, Latein (oder was auch immer an Schulstoff) lernen und die Zukunft planen sind drei Dinge, von denen jedes für sich hart genug ist, einen ganzen, nicht zu schwachen Menschen zu fordern. Wenn ich dabei ein wenig helfen kann, freuts mich.

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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