in memoriam Günter Anlauf

Heute vor sieben Jahren starb ein witziger, freundlicher Berliner Bildhauer und Graphiker.
Günter Anlauf
Als ich acht Jahre alt war, zogen wir in die Nähe seines Ateliers. Meine Eltern waren schon längere Zeit gut mit ihm befreundet, und ich durfte als Kind in seinem Atelier spielen, knetete Tonfigürchen, lernte, sie in Gips zu gießen.
Günter Anlauf war eine wichtige Instanz meiner Kindheit. Durch seine Arbeit als Künstler und Restaurator (im Schloß Charlottenburg) bleibt er über seinen Tod hinaus eine wichtige Instanz Berlins.

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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3 Antworten zu in memoriam Günter Anlauf

  1. Strabo schreibt:

    Habe erst jetzt durch dich diesen Bildhauer kennen gelernt. Geheimnisvoll die Figur auf seinem Grabstein: Woran soll man bei der Betrachtung denken—?

  2. Claudia schreibt:

    Die Grabfigur – es gibt sie in mehreren Abgüssen, und der oben abgebildete steht in dem Garten, den ich ständig ablichte – ist der freundliche Geist meiner Kindertage; mir fiel damals (mit ungefähr neun Jahren) das Wort „Eulenfrosch“ ein. Im Wikipedia-Eintrag zu Günter Anlauf ists die Mutter Erde, was ich nachvollziehbar finde – freundlich, rund und standfest. Und Anlauf nannte die Figur fröhlich das Popokapitäl.

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