Ein Band ist fertig

Ein professioneller Papierrestaurator würde mich wahrscheinlich verfluchen oder erschlagen, aber dessen Arbeit können wir uns nicht leisten! Und immerhin ist der erste Band jetzt wieder benutzbar, der Rücken des Buches ist da, wo Buchrücken sein sollen, man kann jede Seite umblättern, und die Schrift habe ich an keiner Stelle zugeklebt.
restauriertes Buch
restauriertes Buch
restauriertes Buch
An einigen Stellen konnte ich die losen Seiten sogar wieder nähen, aber die meisten davon sind an der Bruchkante so mürbe, daß eine Nadel da mehr geschadet als genützt hätte. Da hilft dann nur Kleben.

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin. Befürworterin der Vernunft, aber nicht in Überdosierung.
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5 Antworten zu Ein Band ist fertig

  1. piri schreibt:

    Öhmmm, du weißt, dass du durch die Klebestreifen das Papier beschädigst? Wenn ich das sehe graust es mich – so ein schönes Buch…

    Eine Restauration ist sicherlich sehr teuer – ich wünsche dir und den Bücher eine nette Geldquelle.

    Liebe Grüße
    piri

  2. Strabo schreibt:

    Hmm, auch meinerseits Bedenken, Claudia! piri schreibt Zutreffendes. Aus früherer Erfahrung weiß ich, dass sog. Japanpapier gut für das Reparieren von Büchern geeignet ist. Einmal aufgeklebt, sieht man es fast nicht. S.t.s.b.

  3. Claudia schreibt:

    Vielen Dank, Ihr beiden! Ich habe mir Eure Worte sehr zu Herzen genommen und die eingeklebten Teile (was überraschend leicht ging) vorsichtig wieder entfernt; morgen besorge ich Japanpapier. Der andere Band – für den ich heute doch keine Zeit hatte, was sich unter diesen Umständen gut trifft – wird dann ganz ohne Verschlimmbesserung repariert.
    Tatsächlich war mir vor allem wichtig, das Wörterbuch wieder benutzbar zu machen. Man möchte doch nicht auf solche Einträge verzichten müssen: foruli, orum, m. (vgl. d. Franz. bureau), Deminutivsubst. v. forus, ein Bücherschrank, Juv. 3,219. hic libros dabit et forulos mediamque Minervam. (…) Auch hieß so d. Gerüste, v. welchem aus man den Gladiatorenspielen u.a. zusah (…)

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  5. Strabo schreibt:

    O libros tuos felices! Quanta abs te diligentia curantur!

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