Schöns Blümelein

Diese Rose wurde vor knapp zehn Jahren gepflanzt, zum Gedenken an meine Nichte Muriel, die mit fast fünfzehn Jahren bei einem Zugunglück starb. Anfang dieses Jahres sah es aus, als werde auch die Rose sterben, nun aber blüht sie wie jedes Jahr – als Gartenzier und als Denkmal.
Muriels Rose
Der Geißbart blüht und gedeiht und fühlt sich augenscheinlich wohl.
Geissbart
Die Lampionblumen, deren Samenkelche im Spätsommer und Herbst so schön leuchten, sind auch als zart blühende Pflanzen durchaus eine Zierde!
Blühende Lampionblumen
Der Walnußbaum verheißt Leckeres.
Walnussbaum
Beim Einkauf komme ich an diesem Meilenstein vorbei – erst 1920 wurde dies Dorf durch einen Verwaltungsakt Teil von Berlin, man merkt es aber bis heute nicht sehr.
Meilenstein

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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9 Antworten zu Schöns Blümelein

  1. piri schreibt:

    Deine Gartenrundgänge gefallen mir. Lampionblumen möchte ich auch gerne haben, schon der roten Lampions wegen, aber jeder Versuch es auch anzusiedeln scheitert kläglich!

  2. Claudia schreibt:

    Das wundert mich! Wir müssen die ab und zu jäten, damit es nicht zu viele werden.

  3. Strabo schreibt:

    Walnussbaum: genau so der Blick jetzt aus meinem Arbeitszimmer, allerdings in Nachbars Garten. Ich riss und reiße ja alle sich entwickelnden Nussbäumchen aus dem Boden… vielleicht sollte ich’s sein lassen. 🙂

  4. Claudia schreibt:

    Einen laß wachsen! Bedenke, wie teuer Walnüsse sind und wie schlecht die Zeiten… Noch besser natürlich: die Nüsse finden, bevor sie keimen! (Ich weiß, das ist in letzter Konsequenz schier unmöglich – ich rupfe auch ständig Nußbäumchen aus. Obwohl wir die meisten Nüsse selber essen.)

  5. The Exit schreibt:

    Eine schöne Geste, eine Rose zu pflanzen. Bislang war für mich Eschede ein Synonym für einen schrecklichen Unfall, aber die Opfer anonym.

    Wo hast du denn die Meilensäule gesehen? Am Luisenplatz steht 1 Meile bis Berlin.

  6. Claudia schreibt:

    Der Meilenstein steht in Wannsee, schräg gegenüber vom Rathaus.

  7. thewritingfranz schreibt:

    Wenn so ein junger Mensch stirbt, dann fragt man sich natürlich, warum? Und wozu hat er denn überhaupt gelebt, wenn er ohnehin so früh sterben musste? Eine Rose kann die Antwort sein. Wenn Deine Nichte nicht gelebt hätte, dann hättest du DIESE rose nicht gepflanzt und dann hätte ich mich heute nicht am Bild dieser Rose erfreuen können und viele, die an der Rose vorbeigehen und sich über sie freuen, verdanken diese Freude dem Leben Deiner Nichte. Sie hat nicht zwecklos gelebt. Danke Muriel, für die Rose!

  8. Claudia schreibt:

    Ich denke überhaupt, kein Leben ist zwecklos. Es war kurz, aber sie hat es gelebt, und sie wurde geliebt, und also hatte es auch Sinn.

  9. Pingback: Im Garten wandeln « Mein Leben als Rezitatorin

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