Eichenlaub mit Harken

… ist mein Vorschlag für einen noch zu stiftenden Orden für besondere gärtnerische Verdienste, wie etwa siebzig Quadratmeter Rasen vom Laube befreien. Die Eiche wirft dabei nicht nur Laub, sondern massenhaft Zweige ab, es ist beängstigend. Aber ich will es ihr nicht übelnehmen, vielleicht schmeiße ich im Alter auch mal mit Sachen.
Eichenlaub mit Harken

Das kürzlich gesäte Gras ist schön aufgegangen.
Junges Gras

Die Mirabilis Jalapa muß man morgens und abends anschauen; tagsüber schließt sie die Blüten.
Jalapa Mirabilis 3Jalapa Mirabilis 4
Jalapa Mirabilis 1Jalapa Mirabilis 2

Efeu und Topinambur blühen beieinander.
Blühender Efeu und Topinambur 2

Auch am Straßenrand blüht es üppig; diese Blume kenne ich mal wieder nicht mit Namen.
Weiße Blume am Straßenrand

Theodor Fontane
O trübe diese Tage nicht

O trübe diese Tage nicht,
Sie sind der letzte Sonnenschein,
Wie lange, und es lischt das Licht
Und unser Winter bricht herein.

Dies ist die Zeit, wo jeder Tag
Viel Tage gilt in seinem Wert,
Weil man’s nicht mehr erhoffen mag,
Dass so die Stunde wiederkehrt.

Die Flut des Lebens ist dahin,
Es ebbt in seinem Stolz und Reiz,
Und sieh, es schleicht in unsern Sinn
Ein banger, nie gekannter Geiz;

Ein süßer Geiz, der Stunden zählt
Und jede prüft auf ihren Glanz,
O sorge, dass uns keine fehlt
Und gönn‘ uns jede Stunde ganz.

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin. Befürworterin der Vernunft, aber nicht in Überdosierung.
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12 Antworten zu Eichenlaub mit Harken

  1. Christian schreibt:

    Topinambur ist ein Kartoffel Ersatz und ergibt einen köstlichen klaren Schnaps.
    LG.

  2. Claudia schreibt:

    Echte Kartoffeln mag ich erheblich lieber; Topinambur-Knollen sind etwas fade! Das mit dem Schnaps wußte ich nicht, man lernt nie aus. – Diese Art ist allerdings nicht auf Knollenertrag gezüchtet, sondern auf Blütenschönheit – die Knollen sind sehr klein.

  3. Strabo schreibt:

    Gehören zu der Blume, die du nicht zu kennen vorgibst, optima amica, die größeren dunkelgrünen Bätter mit dem glatten Rand oder die helleren, gezackten? Mir lässt so was keine Ruhe….

  4. Claudia schreibt:

    Zu ihr – die ich wirklich nicht kenne, Strabo mi, obwohl sie in der Gegend gar nicht so selten ist! – gehören die fleischigen glattrandigen Blätter, direkt am Stengel ansetzend.

  5. xiongshui schreibt:

    Das sieht nach Efeu (helix hedera) aus…

  6. Claudia schreibt:

    Hedera helix ist auf dem zweiten Bild von unten zu sehen. Das mir Unbekannte ganz unten ist eindeutig was Anderes, nicht Immergrünes und nicht Rankendes.

  7. xiongshui schreibt:

    Ich hatte mich nur auf die Blüte konzentriert, jetzt habe ich gesehen, das die Blätter gegenständig sind.

    Hier: http://www.blumeninschwaben.de/index.htm ist eine Möglichkeit, Pflanzen zu bestimmen. Versuchs mal, ist ähnlich wie der Schmeil- Fitschen aufgebaut (falls die auch in Schwaben vorkommen, hast Du vielleicht Glück).

  8. Claudia schreibt:

    Vielen Dank für den Link! Ich schau mal, ob ich die schöne Unbekannte damit finden kann.

  9. Claudia schreibt:

    Nun, ich gebe es vorläufig auf. Immerhin bin ich ihr auf der Spur – sie gehört zu den Liliengewächsen.

  10. Claudia schreibt:

    Doch keine Lilie. In einem Pflanzenbestimmungs-Forum – es gibt wirklich fast alles im Netz! – fand ich Hilfe: es handelt sich um ein Dickblattgewächs (Crassulacea), die Große Fetthenne (Sedum maximum).

  11. Försterliesel schreibt:

    … ist die Eiche auch gesund ? Keine Eichenspinner ? hier bei uns werfen die Eichen auch ganze Blattbüschel mit kleinen Ästen ab, aber es gibt seit ca. 5-6 Jahren diese Eichenspinner … vielleicht ein Zusammenhang ?

  12. Claudia schreibt:

    Die Eiche (ca. 150 Jahre alt, kein Alter für einen Baum!) ist nicht befallen, aber sie krepelt seit Jahren. Manche Bäume, die mit weniger als zehn Jahren extreme Trockenheit aushalten mußten, reagieren so; ob das bei dieser Eiche der Fall war, weiß ich nicht. – Vor knapp vierzig Jahren konnte man im Sommer durch die Eichenkrone den Himmel nicht sehen; jetzt ist sie sehr licht geworden. Vielleicht kränkelt sie noch hundert Jahre ohne Gefahr; vielleicht auch muß sie noch zu meinen Lebzeiten gefällt werden.

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