Die Orgel im Hedwigsdom

… ist jeden Mittwoch um 15.00 Uhr eintrittsfrei zu hören. Heute spielte Florian Wilkes Werke von Johann Sebastian Bach – ein Hochgenuß war es und zugleich geradezu eine theologische Erörterung; so darf man sich Ewigkeit vorstellen, so Gott, so die Engel, scheint der Komponist zu sagen.
Gemini hatte mich auf das Konzert aufmerksam gemacht, und wir waren gemeinsam dort. Und beide wunderten wir uns, warum viele Leute nur wenige Minuten bleiben. Ob es daran liegt, daß es nichts kostet? Wären mehr Leute bereit, sich lange auf erstklassige Musik einzulassen, wenn sie einen Euro dafür geben müßten? Oder haben in dem Durcheinander dieser Welt und insbesondere dieser Stadt einfach nicht mehr so viele Leute Ohren für klare Musik?
Wie auch immer – ich kann es den in Berlin Weilenden nur ans Herz legen, am Mittwoch Nachmittag gelegentlich in die Hedwigskathedrale zu gehen.

Werbeanzeigen

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten zu Die Orgel im Hedwigsdom

  1. aebby schreibt:

    bei aller Liebe zur Musik muss ich gestehen, dass ich wahrscheinlich auch gegangen wäre. Bach macht mir richtig gehend Stress, ich habe Mühe die Polyphonie richtig wahrzunehmen … vielleicht bin ich da nicht so alleine wie ich immer denke

  2. Claudia schreibt:

    Komisch, das kann ich gar nicht verstehen. Aber Geschmäcker sind eben verschieden – zum Glück.

  3. Sterntau schreibt:

    Ich liebe Orgelmusik und würde mir sehr gern mal ein komplettes Konzert anhören.
    War bestimmt schön… naja, bis auf jene, die kamen und gingen. Sowas stört, finde ich.

  4. Christian schreibt:

    Traue mich nicht an Bach.
    Doch es ist wie Du andeutest ein Vorgeschmack
    auf den Himmel. Da bin ich mir sicher.
    Allles Liebe.
    Christian

Kommentare sind geschlossen.