Oktoberregen

Sanft und beharrlich rauscht es. Der morgendliche Blick aus meinem Fenster zeigt das durch den grauen Regen leuchtende Herbstlaub der Fassade.
Blick aus meinem Fenster 1
Blick aus meinem Fenster 2

Auf dem U-Bahn-Hof ist es zwar trocken, aber weit weniger schön – witzig ist aber dieser Nachweis fleißiger Physikschüler – soso, Physikversuch heißt das heute…
Lena und Lilian - Physikversuch

Zwar noch nicht morgens, aber grundsätzlich ist das Folgende eine gute Idee.

Theodor Storm
Oktoberlied

Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
Vergolden, ja vergolden!

Und geht es draußen noch so toll,
Unchristlich oder christlich,
Ist doch die Welt, die schöne Welt,
So gänzlich unverwüstlich!

Und wimmert auch einmal das Herz –
Stoß an und lass es klingen!
Wir wissen’s doch, ein rechtes Herz
Ist gar nicht umzubringen.

Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
Vergolden, ja vergolden!

Wohl ist es Herbst; doch warte nur,
Doch warte nur ein Weilchen!
Der Frühling kommt, der Himmel lacht,
Es steht die Welt in Veilchen.

Die blauen Tage brechen an,
Und ehe sie verfließen,
Wir wollen sie, mein wackrer Freund,
Genießen, ja genießen!

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Oktoberregen

  1. Sterntau schreibt:

    Herrlich, wie viele Farbtöne das Fassadenkleid angenommen hat 🙂

  2. Försterliesel schreibt:

    ein schönes Haus!

Kommentare sind geschlossen.