Lieblingscafé

Nach einem einzigartig guten Stück Kürbiskuchen und einem ebenso leckeren wie fair gehandelten und ökologisch angebauten Kaffee…
Kaffee und Kuchen

… möchte ich einiges über das Café Engelmann-Tarabichi zum Besten geben – das Café, in dem ich des öfteren Lesungen oder Rezitationsabende habe, das Café, in dem ich ein bißchen zu viel meiner sauer verdienten Euronen wieder umsetze, einfach weil es nah, freundlich und hervorragend ist!
Schaut selbst, Berliner wie Gäste:
Bei Sonnenschein sagt es selbst der Schatten!
Schatten im Café 1
Schatten im Café 2

Frank Engelmann und einige seiner Werke. Übrigens bekommt man hier auch hervorragende Salate und Suppen.
Frank Engelmann und seine Kuchen

Ein großzügiger Raum kann geschlossenen Gesellschaften dienen – oder auch einfach so als Rückzug in die orientalisch anmutende Polsterecke. Übrigens gibt es hier auch eine Spielecke und – hinter einem diskreten Wandschirm – einen Wickeltisch. Ein knapp dreijähriges Puz lief vorhin sehr selbständig in diesen Raum und sagte zu seiner liebevoll folgenden Mutter: Geh weg, Mama, ich komm gleich wieder.
Im Café Engelmann-Tarabichi

Noch stehen die Tische für draußen bereit – aber heute war es schon recht kühl, dann dienen sie eben als Blumenetageren!
Fenster im Café

Immer wieder werden die Werke zeitgenössischer Künstler hier ausgestellt, zur Zeit Stilleben von Grietje Willms, die wunderbar zum südlichen Flair des Cafés passen.
Fisch und Tomaten

Ein Regal bietet Olivenöl, unglaublich leckere Brotaufstriche und handgefertigte Olivenseife – alles von einem feinen Betrieb auf Kreta.
Griechische Spezialitäten 1
Griechische Spezialitäten 2Griechische Spezialitäten 3

Auch ein Bücherregal gibt es; man darf schmökern, kann auch für wenig Geld Bücher erstehen.
Bücherregal

Johann Wolfgang von Goethe
An den Kuchenbäcker Händel

O Händel, dessen Ruhm vom Süd zum Norden reicht,
Vernimm den Päan, der zu deinen Ohren steigt!
Du bäckst, was Gallier und Britten emsig suchen,
Mit schöpfrichem Genie, originelle Kuchen.
Des Kaffees Ocean, der sich vor dir ergießt,
Ist süßer als der Saft, der vom Hymettus fließt.
Dein Haus, ein Monument, wie wir den Künsten lohnen,
Umhangen mit Trophä’n, erzählt den Nationen:
Auch ohne Diadem fand Händel hier sein Glück,
Und raubte dem Cothurn gar manch Achtgroschenstück.
Glänzt deine Urn‘ dereinst im majestät’schen Pompe,
Dann weint der Patriot an deiner Katakombe.
Doch leb‘! dein Torus sei von edler Brut ein Nest,
Steh hoch wie der Olymp, wie der Parnassus fest!
Kein Phalanx Griechenlands mit römischen Ballisten
Vermög Germanien und Händeln zu verwüsten.
Dein Wohl ist unser Stolz, dein Leiden unser Schmerz,
Und Händels Tempel ist der Musensöhne Herz.

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin. Befürworterin der Vernunft, aber nicht in Überdosierung.
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4 Antworten zu Lieblingscafé

  1. Sterntau schreibt:

    Ach, das scheint ja ein wunderbarer Ort zu sein. Dort würde ich mich bestimmt auch sehr wohlfühlen 🙂

  2. Claudia schreibt:

    Falls es Euch beide mal nach Berlin verschlägt, kommt vorbei!

  3. piri schreibt:

    So ein Lieblingscáfe gibt es hier nicht, dafür aber eine Lieblingsbuchhandlung mit ganz kleiner Sitzecke. Ich vermisse es, mich dort gerade nicht hinsetzen zu können. Kommt Zeit, kommt Gelegenheit!

  4. Chikatze schreibt:

    ja, sieht klasse aus dort!
    besonders das bücherregal find ich ne gute idee!

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