Der Advent naht

Ich kann gerade vor Lampenfieber nicht schlafen und stelle schon heute die Anleitung für den von mir entworfenen ultimativen Adventskalender ins Netz.

Du brauchst mehrere Bogen schönes Papier (z.B. Elefantenhaut), einen gleich großen oder etwas größeren Bogen farbigen Zeichenkarton, ein Stück Geschenkband o.ä., Klebstoff.
Teile den Bogen für das Deckblatt folgendermaßen ein: Innerhalb eines Randes zeichne ein Rechteck und unterteile dies in vier mal sieben Rechtecke, zwischen denen du schmale Streifen frei läßt. (Für ein DIN-A-4-Blatt eignet sich eine Größe von 3,5 x 4 cm pro Rechteck mit Zwischenräumen von 0,5 cm vertikal und 1 cm horizontal.)
Adventskalender 1

Nun schneide mit einem Cutter die linken, oberen und unteren Linien der Rechtecke ein (von der Vorzeichnung aus gesehen; wenn du das ganze umdrehst, wird links zu rechts). Dabei die Zwischenstreifen unbedingt ganz lassen! Ritze die rechte Seite jedes Türchens vorsichtig (sie lassen sich dann besser knicken), dann knicke den Ausschnitt nach hinten.
Adventskalender 2

Schneide schmale Papierstreifen zurecht und klebe sie von hinten auf die einzelnen Türchen, so daß sie als Riegel überstehen.
Adventskalender 3
Adventskalender 4

Querstreifen und Ränder des Deckblattes versieh auf der Rückseite mit Leim und klebe es auf den Zeichenkarton.
Adventskalender 5

Auf die Türchen schreibe die Zahlen 1-24 oder die genauen Daten, beginnend mit Montag, 1. Dezember (oder, wenn du magst, mit Sonntag, 30. November – 1. Advent). Außerdem kannst du auf jedes Rechteck ein Bild malen oder kleben.
Du kannst den Kalender auch im Computer gestalten, am besten in der Tabellenkalkulation. Wenn du Symbole als Bilder benutzen willst, kannst du sie im Zeichenprogramm erstellen und dann auf die Türchen kopieren.
Und wenn du mit der Feder schreibst, paß besser auf als ich und wische nicht mit dem Finger über die nasse Tinte (oder behaupte einfach, im Stundenbuch der Maria von Burgund gibt es auch irgendwo einen Patzer).
Adventskalender 7

Teile einen weiteren Bogen längs in Streifen – etwas schmaler als die Türchen. Nun sind vierundzwanzig passende Gedichte, Bibelzitate, Spiele, Rezepte oder was dir sonst einfällt – vielleicht auch kleine Bilder? – aufzuschreiben und zu -malen. Wenn du am Computer arbeitest, geh ins Textprogramm und formatiere sechsspaltig.
Die Textstreifen für die einzelnen Tage kannst du nun, wenn sie zu lang sind, zieharmonikaähnlich zwei- bis dreimal falten. Mit einem Tropfen Leim klebst du jeden Text in das passende Türchen und steckst den Riegel unter dem Zwischenstreifen fest.
Adventskalender 6

Für den Aufhänger schneide ein Stück Geschenkband ab, lege es doppelt zu einer Schlaufe und klebe es an den Zeichenkarton. Andere Möglichkeit: Wenn der Zeichenkarton größer ist und einen überstehenden Rand bildet, mit Hilfe eines Lochers mit Aufhängelöchern versehen; eine Kordel oder ein schönes Band durchziehen.

Ich habe jetzt alle Textstellen für meinen Adventskalender herausgesucht, nur abschreiben und einkleben muß ich sie noch. Dazu ist noch genug Zeit.

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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7 Antworten zu Der Advent naht

  1. Sterntau schreibt:

    Oha, das ist ja mal ein wunderbarer Adventskalender, ganz ganz toll! 🙂

  2. Patrick Möller schreibt:

    Das ist mal eine super Idee. Während wir in den Läden schon wieder mit Schokoladen-Kalendern zugeworfen werden, kann man auf die selbstgebastelten Sachen – noch dazu völlig analog – doch immer wieder stolz sein 🙂

  3. loreley schreibt:

    Eine grossartige Idee. Ich bin fast versucht es nachzumachen. Andererseits will ich noch einen Küchenkalender fabrizieren und einen Tenniskalender …

  4. Claudia schreibt:

    Es ist ja noch ein bißchen Zeit! Freut mich jedenfalls, daß meine Idee gut ankommt.

  5. thewritingfranz schreibt:

    Gute Idee. Selbermachen ist immer besser, als kaufen.

  6. Campori schreibt:

    Tolle Seite, gefällt mir sehr gut =) Weiter so…

    LG

    Campori

  7. Pingback: Bald beginnt die Adventszeit « Mein Leben als Rezitatorin

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