Architektonisches und Weises

Gerade bin ich ganz ungewöhnlich schlechter Laune, da zu meiner Veranstaltung keiner kam und mich der Verdacht beschleicht, ich investiere unentwegt Geld für das Privileg, gelegentlich auch Hörer zu haben. Daß Maupassant, dessen wundervolle Erzählungen heute keiner hören wollte, noch schlimmere Geldprobleme hatte, tröstet mich nicht.
Aber statt zu nörgeln, stelle ich lieber etwas Schönes zur Schau. Das Industrie- und Bürogebiet, in dem ich wochentags arbeite, ist häßlich wie die meisten Industriegebiete – aber wer genau hinguckt, findet auch hier einige Perlen!
Carl Mackensen erbaute die Schwarzkopf-Fabrik, heute Alboin-Kontor.
Alboin-Kontor, Architektensignatur
Alboinkontor 1
Alboinkontor 4
Alboinkontor 6
Alboinkontor 7

In diesem Gebäude entsteht des Deutschen Lieblingsgetränk (auf das ich persönlich gut verzichten kann).
Brauerei

Und hier bewachen zwei Weise eine Tür und ein Fenster.
Eulentür
Stuckeulen

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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6 Antworten zu Architektonisches und Weises

  1. Violine schreibt:

    So schade, dass keiner gekommen ist. Wahrscheinlich solltest Du Deine Lesungen im Rahmen irgendeines Kulturzirkels abhalten. Oder in Heimen und Krankenhäusern.

  2. Claudia schreibt:

    Heime und Krankenhäuser fragen als Allererstes: Sie arbeiten doch ehrenamtlich?
    Und Kulturzirkel sind entweder pleite oder seit langem „geschlossene Gesellschaften“, in die man als Neue nicht hineinkommt – bittere Erfahrung.

  3. Violine schreibt:

    Das tut mir leid. Ich hätte Dir gerne irgendwo eine Lobby, einen Fanclub oder jedenfalls etwas mit vernünftigen Werbemöglichkeiten etc. gegönnt.

    Hoffentlich tut sich noch etwas auf! Man soll die Hoffnung nie aufgeben, aber ich denke, Du hast bestimmt schon einiges ausprobiert.

  4. Sterntau schreibt:

    Wirklich schade, liebe Claudia!
    Du gibst dir soviel Mühe, das muss doch mal belohnt werden…

    Ich schicke dir ein paar gute Gedanken und wünsche dir, dass eines Tages der Knoten platzt und deine Veranstaltungen ein voller Erfolg werden.

  5. Violine schreibt:

    Vielleicht eine Lesung mit Musik? So etwas gibt es immer wieder. Verdienen tut man da natürlich nicht sonderlich, aber zum Bekanntwerden könnte es taugen.

  6. Claudia schreibt:

    Lesungen mit Musik sind etwas Feines, aber es ist gar nicht leicht, geeignete Musiker zu finden. Nun läuft aber zunächst die Vorbereitung für die Archipoeta-Veranstaltung auf Hochtouren – ehe das hinter mir liegt, mit oder ohne Erfolg, kann ich noch gar nicht ernstzunehmende Pläne machen.

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