Ein Bildhauer für Berlin

Schadow

Heute vor 245 Jahren wurde Johann Gottfried Schadow geboren, der Meister, dem wir die Quadriga auf dem Brandenburger Tor verdanken und das so liebreizende Denkmal schwesterlicher Liebe, das er den Prinzessinnen Friedrike und Luise setzte. Ein weiterer Liebling von mir ist das zum Weinen schöne Grabmal des Prinzen Alexander (heute in der Alten Nationalgalerie).

Schadow-Prinzessinnen[1]

Seine erste Frau und seinen ersten Sohn hatte er begraben, die zweite Frau und zwei weitere Kinder auch, und eine Staroperation konnte ihm die Sehkraft nur teilweise retten, so daß er noch zeichnen, aber nicht mehr malen und bildhauern konnte. Sein realistischer Stil wurde nicht immer geschätzt. Trotzdem wirkt er auf einer im Jahr vor seinem Tode entstandenen Daguerrotypie nicht verbittert oder traurig – eher immer noch interessiert am Leben. In Köln befand man ihn im selben Jahr würdig, Mitglied des Karnevalsvereins zu werden.

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin. Befürworterin der Vernunft, aber nicht in Überdosierung.
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3 Antworten zu Ein Bildhauer für Berlin

  1. Liisa schreibt:

    Ich finde es schön, dass Du immer wieder an solche Menschen erinnerst. Die Ahnenlinie meines Vaters bzw. seiner Mutter zeigt übrigens, dass wir mit dieser Familie Schadow verwandt sind. Mehr weiß ich darüber aber leider auch nicht und meine Großmutter kann ich leider nicht mehr fragen, sie ist inzwischen verstorben.

  2. Claudia schreibt:

    Guten Abend, Liisa – vielleicht hilft Dir diese Genealogie der Familie Schadow weiter: http://www.schadow-gesellschaft.org/html/genealogie.html

  3. Foersterliesel schreibt:

    sehr interessant! die Prinzessinnen stehen (in Kopie) bei Syberberg und werden sehr geliebt

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