Bürgerpaläste und eine Mahnung

Die Villen in Schlachtensee präsentieren teilweise eine geradezu hemmungslose Geltungssucht ihrer Bauherren – aber schön sind sie doch!
Ornamentaler Erker
Erker mit Puttenreigen
Villa in Schlachtensee 3
Villa in Schlachtensee 2
Villa in Schlachtensee 1

Auf sachlichere und im Grunde menschlichere Weise schön ist diese zwischen all diesem hochfahrenden 19. Jahrhundert stehende Siedlung von Bruno Taut.
Taut-Siedlung in Schlachtensee 3
Taut-Siedlung in Schlachtensee 2
Taut-Siedlung in Schlachtensee 1

Gut und richtig war es, den von der Spanischen Allee durchschnittenen Platz nach der von den Nazis zerstörten Stadt Guernica zu benennen – dies geschah vor knapp zehn Jahren. Die Spanische Allee erhielt ihren Namen nach der Rückkehr der Legion Condor; die Benennung des kleinen Platzes ist als Mahnung gerade an dieser Stelle sinnvoll.
Guernicaplatz

Leider hat der Platz – lieblos bepflanzt und ohne irgendeine Sitzgelegenheit außer dem Wartehäuschen an der Bushaltestelle – gar keinen Platz-Charakter; damit ist das Gedenken schon wieder beinahe unmöglich gemacht: Wer will hier schon verweilen?
Blick auf den Guernicaplatz

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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3 Antworten zu Bürgerpaläste und eine Mahnung

  1. Violine schreibt:

    An dieser Stelle mal ein herzliches Dankeschön für alle die Plätze und Stellen, die Du uns per Foto ins Bewusstsein rückst.

  2. Claudia schreibt:

    Immer gerne! 🙂

  3. Sterntau schreibt:

    Ich komme täglich an einigen alten prachtvollen Villen vorbei. Viel Protz, ja. Aber ich mag es, diese Ville trahlen immer so etwas Erhabenes aus und meist befinden sie sich in wunderbarer Lage und sind von zauberhaften Gärten umgeben…

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