Vom Zocker zum Krankenpfleger

Camillo de Lellis

Vor 395 Jahren starb Camillo de Lellis.

Früh verwaist, war er als Jugendlicher seelisch verwahrlost, lernte mit dem Kriegshandwerk das Saufen und Zocken und muß ein recht unangenehmer Zeitgenosse gewesen sein. Erst als er völlig heruntergekommen war, veranlaßte ein inneres Erleben ihn zu einer radikalen Kehrtwende – er erlernte Freundlichkeit und Liebe und äußerte dies in hingebungsvoller Krankenpflege. Und nicht zuletzt lernte er als Erwachsener Latein.

Sollte ich mal wieder einen Mitmenschen für unverbesserlich halten, möchte ich wenigstens versuchen, an Camillo de Lellis zu denken.

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin. Befürworterin der Vernunft, aber nicht in Überdosierung.
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Eine Antwort zu Vom Zocker zum Krankenpfleger

  1. stefanolix schreibt:

    Was mich sofort an die vielen Menschen denken lässt, die sich ab 40 für unverbesserbar halten und sich auf dem absteigenden Ast vermuten. Abseits aller billigen Rhetorik vom »Selbsterfinden«: es ist eben nie zu spät für kleinere und größere Änderungen.

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