Ein Haus in Kreuzberg

Die Oranienstraße 25 ist ein besonders schönes gründerzeitliches Gebäude. Im Vorderhaus befindet sich das Museum der Dinge, ein ebenso lehrreicher wie spaßiger (und teilweise auch gruseliger) Ort mit Objekten vom späten 19. Jh. bis heute. Bettina Buske hatte mich auf die bis zum Ende dieses Monats laufende Ausstellung Böse Dinge aufmerksam gemacht – ein amüsant-schauriges Lehrstück darüber, daß ein Mangel an Geschmack oft, wenn nicht immer, zugleich ein Mangel an Moral ist (was man an Bierhumpen in Mamillenform, Broschen aus in Gold gefaßten Milchzähnen, lächerlichen Darstellungen von Schwarzen usw. unschwer erkennen kann).
Den Bestand des Museums bilden Gegenstände aller Art – schlichte und aufwendige, billige und edle, Gebrauchsgegenstände und Luxusgüter. Darunter ist hervorragendes Design ebenso wie Kitsch aller Art – ein Blick auf über hundert Jahre Geschichte des Geschmacks.

Mich faszinierte außerdem das alte Gewerbegebäude. Hier eine kleine Bildergalerie:
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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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4 Antworten zu Ein Haus in Kreuzberg

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  2. Claudia schreibt:

    Danke, Bettina!

  3. Babbeldieübermama schreibt:

    Ein schönes Gebäude mit einer tollen Fassade.
    Sollte ich nach Berlin kommen, werde ich bestimmt dieses Museum besuchen.
    Danke für deine Informationen.

  4. Claudia schreibt:

    Solltest Du nach Berlin kommen, BbdÜM, wirst Du feststellen, daß es viel viel mehr zu sehen gibt, als in einen noch so langen Urlaub paßt. Andererseits muß man ja irgendwo anfangen, und warum nicht in diesem Museum?

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