Ein Blatt im Wald und Zäune

Ein durchscheinender Rest vom Herbst, ein Ahornblatt, hat es nicht nach unten geschafft und hängt im kahlen Gestrüpp über dem verschneiten Waldboden.
Welkes Ahornblatt im Winter

Hier eine kleine Galerie mit Schnee geschmückter Zäune.
Zaun 2Zaun 3
Zaun 4Zaun 17
Zaun 5Zaun 6
Zaun 7Zaun 12
Zaun 8Zaun 9
Zaun 1Zaun 11
Zaun 13Zaun 14
Zaun 15Zaun 16

Christian Morgenstern
Der Lattenzaun

Es war einmal ein Lattenzaun,
mit Zwischenraum, hindurchzuschaun.

Ein Architekt, der dieses sah,
stand eines Abends plötzlich da –

und nahm den Zwischenraum heraus
und baute draus ein großes Haus.

Der Zaun indessen stand ganz dumm,
mit Latten ohne was herum,

ein Anblick gräßlich und gemein.
Drum zog ihn der Senat auch ein.

Der Architekt jedoch entfloh
nach Afri – od – Ameriko.

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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3 Antworten zu Ein Blatt im Wald und Zäune

  1. Sylvia schreibt:

    Sehr stimmungsvolle Fotos.

    Das Ahornblatt gemahnt ein wenig an einen Schmetterling.

  2. tmp schreibt:

    Ein Zaun hat immer die Funktion, etwas auszugrenzen…
    Aber das sehen wir dann erst wieder richtig, wenn der Schnee längst geschmolzen ist… 🙄

  3. Claudia schreibt:

    Wobei Ausgrenzen nicht notwendig falsch ist. Ein Zaun um den Garten behütet den Garten vor Hunden und Wildschweinen (so er stark genug ist), und er sagt: In diesen Grenzen darf der Gartenbesitzer nach seinem Willen und Geschmack schalten und walten, aber die Grenze ist durchsichtig und erlaubt anderen, den Garten zu betrachten.

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