Ein Café im Haus eines Bildhauers

Gestern abend hatte ich anläßlich eines 90. Geburtstages eine Lesung – ein schöner Erfolg!
Die Gesellschaft traf sich im Café K nicht weit vom Grunewald. Es handelt sich um das 1928 erbaute Wohnhaus des Bildhauers Georg Kolbe, Nachbargebäude des heutigen Georg-Kolbe-Museums, in dem das Atelier des Künstlers war. Zwischen beiden liegt ein wunderbarer Garten, heute Teil des Cafés und damit öffentlich, in dem überall Skulpturen des Künstlers aufgestellt sind. Ich war zeitig genug da, um meiner Photosucht zu frönen.

Zwar ist der lästerhafte Satz meiner Mutter, Kolbes Figuren sehen alle aus, als ob sie unter der Dusche stehen, nicht ganz falsch. Aber mir gefallen sie doch – jedenfalls die Frauenfiguren.
Café K am Kolbemuseum 1
Café K am Kolbemuseum 2
Georg Kolbe - Sitzende Frau
Georg Kolbe - Tänzerin
Georg Kolbe - Frau
Georg Kolbe - Kniende
Georg Kolbe - Kauernde
Georg Kolbe - Stehende
Georg Kolbe - Stehende 2
Georg Kolbe - Kniende 2
Georg Kolbe - Kniende 2 - Detail

Kolbes durchtrainierte Männer haben mit ihrem Horizontblick so etwas fatal Heldisches, das mir nicht recht gefallen will.
Georg Kolbe - Schreitender
Georg Kolbe - Stehender

Diese Skulptur, La Colline (Der Hügel), steht im Vorgarten des Cafés. Sie stammt von der in Monaco lebenden Künstlerin Emma de Sigaldi und ist ein Geschenk des Fürstentums an Berlin.
Emma de Sigaldi - La Colline

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

9 Antworten zu Ein Café im Haus eines Bildhauers

  1. derbaum schreibt:

    danke! eine wunderbare empfehlung – wenn ich jemals nach berlin komme, dann steht das auf meiner liste!

  2. Patricia schreibt:

    Das mit der Dusche trifft es haargenau 🙂

  3. Frau Sterntau schreibt:

    Oh, das ist ja ein reizender Ort.
    Ich möchte dort auch einen gepflegten Kaffee trinken, bitte.

  4. Claudia schreibt:

    Wenn Du mich endlich mal in Berlin besuchen kommst, machen wir das beide. Versprochen.

  5. Frau Sterntau schreibt:

    Es kann noch dauern, Claudia.
    Ich kann bis kommenden Februar nicht so urlauben, wie ich gern möchte. Aber für die Zeit danach habe ich Pläne… 😉

  6. Sammelmappe schreibt:

    Glückwunsch zu deiner erfolgreichen Lesung! Die Fotos sind dir wunderbar gelungen

  7. aebby schreibt:

    Deine Mutter hat da nicht ganz unrecht 😉

  8. Claudia schreibt:

    In einem Katalog mit Skulpturen von Kolbe hat sie mal über jede eine kleine Dusche gezeichnet; das wirkte in der Tat überzeugend. 😉
    Und trotzdem. Mir gefällt sein Werk.

Kommentare sind geschlossen.