Balkonsonnen

Vor zwei Tagen sahen sie noch so aus:
Sonnenblume 2
Sonnenblume 1

Und nun scheinen sie auf dem Balkon, die Sonnenblumen. Als ob es nicht schon heiß genug wäre.
Sonnenblume 3
Sonnenblume 4

Matthias Claudius
Der Philosoph und die Sonne

Du edler Stern am hohen Himmelszelt,
Du Herr und König deiner Brüder!
Du bist so gut gesinnt – du wärmest uns die Welt,
Und schmückst mit Blumen uns das Feld,
Und machst den Bäumen Laub, den Vögeln bunt Gefieder;
Du machst uns Gold, das Wunderding der Welt,
Und Diamant, und seine Brüder;
Kömmst alle Morgen fröhlich wieder,
Und schüttest immer Strahlen nieder –
Sprich edler Stern am hohen Himmelszelt,
Wie wachsen dir die Strahlen wieder?
Wie wärmest du? Wie schmückst du Wald und Feld?
Wie machst du doch in aller Welt
Dem Diamant sein Licht, dem Pfau sein schön Gefieder?
Wie machst du Gold?
Sprich liebe Sonn’, ich wüßt’ es gern.

Die Sonne
Weiß ichs? Geh, frage meinen Herrn.

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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4 Antworten zu Balkonsonnen

  1. alipius schreibt:

    Hach…
    Sonnenblumen sind einfach shcön (und tragen ihren Namen zurecht).

  2. alipius schreibt:

    Ähh…

    „schön“ sollte das natürlich heißen… 😉

  3. Claudia schreibt:

    Tja, die Hitze… 😉
    Bei diesem Wetter ist Schreiben so richtig anstrengend.

  4. Erika schreibt:

    wunderschön
    ich liebe sonnenblumen
    auch das gedicht ist sehr schön
    vielen dank, claudia
    🙂

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