Kerzenschatten

Einen frohen Sonntag wünsche ich all meinen Lesern!

Nach zwei Tagen viral bedingten heulenden Elends (und einer deswegen abgesagten Fête) fühle ich mich heute wieder ganz brauchbar und habe zur Feier des Sonntags am Frühstückstisch ein kleines Experiment mit der Kamera gemacht. Ich finde, der Schatten, der morgens auf die Wand fällt, rechtfertigt die nicht streifenfrei geputzten Fenster. (Nebenbei ist dies ein photographischer Beweis, wie sehr solche Schatten übertreiben. In Wirklichkeit sind meine Fenster völlig durchsichtig.)



Ein besseres Licht als diese Kerze war für mich gestern ein Buch, das mir zum Trost für die abgesagte Geselligkeit zuflog: Patricia Koelle, Alles voller Himmel. – Ein wundervoller Roman über eine keineswegs selbstverständliche Liebe; mir gefällt an dem Buch seine unsentimentale Klarheit über eine schwere Behinderung und das gleichzeitige Zulassen von ganz „unvernünftigen“ Gefühlen. Ich mag keine triviale „Mutmach-Literatur“, die so tut, als sei alles gar nicht so schlimm. Dies Buch ist anders. Es sagt, doch, es ist so schlimm und kann jederzeit noch schlimmer kommen, aber es ist trotzdem und vielleicht gerade deshalb lohnend, zu leben und zu lieben.

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin. Befürworterin der Vernunft, aber nicht in Überdosierung.
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4 Antworten zu Kerzenschatten

  1. aebby schreibt:

    die Bilder der Schattenkerze gefallen mir gut, sie symbolisieren das (notwendige) Wechselspiel von Licht und Schatten.

    P.S. es ist in der Tat lohnend zu liebend zu leben

  2. Frau Sterntau schreibt:

    Gute Besserung, liebe Claudia!
    Das Buch scheint toll zu sein…

  3. Patricia schreibt:

    Großartige Fotos. Fast schon ein Coverbild…!

  4. Claudia Sperlich schreibt:

    Das wäre ja mal was: Ich mache ein Cover, Nils findet einen Titel und Du schreibst den Roman dazu. 😉

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