Rosenherbst

Das Eichenlaub fällt und fällt – noch bis in den Spätherbst und dann im Frühjahr der Rest.

Die Rosen sind unermüdlich, obwohl der Garten gar nicht für Rosen geeignet ist: Immer wieder zum Staunen, wie zäh diese heikle und zarte Blume sein kann!

Friedrich Hölderlin
An eine Rose

Ewig trägt im Mutterschoße,
Süße Königin der Flur!
Dich und mich die stille, große,
Allbelebende Natur;
Röschen! unser Schmuck veraltet,
Stürm entblättern dich und mich,
Doch der ewge Keim entfaltet
Bald zu neuer Blüte sich.

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin. Befürworterin der Vernunft, aber nicht in Überdosierung.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten zu Rosenherbst

  1. Hase schreibt:

    Oh wie schön, danke
    meine Mama hätte morgen Geburtstag, es ist der erste ohne sie
    auf dem Grab wachsen auch schöne Rosen…….

  2. Claudia Sperlich schreibt:

    Dann paßt das Hölderlin-Gedicht ja auf besondere Weise.

  3. Violine schreibt:

    Das erste Bild ist sowas von toll. Du hast echt eine tolle Kamera. Aber es ist nur die Kamera, sondern auch das Motiv. So richtig der Vergänglichkeitsgedanke.
    Das Blattgerippe, die welke Blume, …

  4. Claudia Sperlich schreibt:

    Danke!
    Vanitas ist ja eines meiner Lieblingsthemen, wie meine aufmerksamen Leser wissen.

Kommentare sind geschlossen.