Katzenbilder

Nicht weniger als 68 Photos habe ich gemacht – die meisten davon weggeworfen. Viele zeigten recht genau, wo meine Katze eine halbe Sekunde vorher war – oder zeigten unscharf ein hinteres Stück Katze. Gerade sitzt sie – wie meistens, wenn ich am Computer sitze – neben mir und schnurrt und läßt nicht merken, daß sie sich auch recht flott bewegen kann. Aber es hat keinen Sinn, die Kamera zu zücken – sobald ich das tue, wird sie wieder zickig.
Nun habe ich zwar nicht so viel Geduld wie eine Katze, aber doch so viel wie ein Hobbyphotograph. Daher gibt es trotz allem wieder mal Bilder von dieser bezaubernd schönen Dame:



Marie Luise Weissmann
Die Katzen

Sie sind sehr kühl und biegsam, wenn sie schreiten,
Und ihre Leiber fließen sanft entlang.
Wenn sie die blumenhaften Füße breiten,
Schmiegt sich die Erde ihrem runden Gang.

Ihr Blick ist demuthaft und manchmal etwas irr.
Dann spinnen ihre Krallen fremde Fäden,
Aus Haar und Seide schmerzliches Gewirr,
Vor Kellerstufen und zerbrochnen Läden.

Im Abend sind sie groß und ganz entrückt,
Verzauberte auf nächtlich weißen Steinen,
In Schmerz und Wollust sehnsuchtskrank verzückt
Hörst du sie fern durch deine Nächte weinen.

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin. Befürworterin der Vernunft, aber nicht in Überdosierung.
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Eine Antwort zu Katzenbilder

  1. Yon schreibt:

    Danke, das lindert meinen schmerzhaften Katzenmangel ein wenig… 🙂

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