Aufatmen

… darf ich, da ich nach gut zwei Wochen familiärer Pflichterfüllung wieder in meiner eigenen schönen Wohnung bin.
Es ist nicht so, daß ich lieben Menschen ungern helfe! Aber ich war mit Übersetzungsarbeit, Verlagsarbeit, Rezitationsarbeit und diesem doch überlastet. Und überhaupt – wozu habe ich so eine reizende Wohnung, wenn nicht zum Wohnen! Wozu so eine liebe Katze, wenn nicht zum Streicheln! Beides kam eine Zeitlang viel zu kurz.
Gelernt habe ich in dieser Zeit unter anderem, daß ein Internetstick keineswegs gleich gut funktioniert wie eine gewöhnliche Internetverbindung, sondern mitten in der Arbeit plötzlich viertelstundenweise zickig ist und sich weigert, bei der Recherche zu helfen. Er sagt dann Page not found – ohne ein Wort des Bedauerns oder des Mitleids, und hört weder auf Betteln noch auf Drohungen, nur um später so zu tun, als habe es niemals Probleme gegeben.

Jetzt sitze ich wieder an meinem Schreibtisch, die Verbindung läuft problemlos, Lena liegt schnurrend auf meinen Zehen, und ich freue mich meines Lebens.

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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Eine Antwort zu Aufatmen

  1. Patricia schreibt:

    Da freu ich mich doch glatt mit ! 🙂
    Toll, was du geleistet hast.

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