Gedenken an Finsternis

Vor 66 Jahren wurden die Überlebenden des KZ Auschwitz befreit.
Ich will nicht so tun, als könne ich das Unfaßbare fassen, und lasse stattdessen jemanden zu Wort kommen, der frühere Kriegsgreuel erleben mußte:

Friedrich von Logau
Des Krieges Buchstaben

Kummer, der das Mark verzehret,
Raub, der Hab und Gut verheeret,
Jammer, der den Sinn verkehret,
Elend, das den Leib beschweret,
Grausamkeit, die unrecht kehret

— sind die Frucht, die Krieg gewähret.

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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4 Antworten zu Gedenken an Finsternis

  1. piri schreibt:

    http://www.voller-worte.de/blog/wer-ein-wozu-im-leben-hat/
    Es ist für mich auch unfassbar, dass Menschen Menschen abschlachten können und dass es heutzutage noch oder schon wieder Menschen gibt, die das gutheißen.

  2. Mailin schreibt:

    Ich war 2 Mal im KZ und habe mir dort stundenlang Gedichte von Insassen durchgelesen … Sie treffen einen mitten ins Herz. Danke für den Beitrag!

  3. aebby schreibt:

    danke

  4. bigi schreibt:

    * Danke Claudia!
    Im gemeinsamen Gedenken,
    bigi

Kommentare sind geschlossen.