Lady Frankenstein

Vor 214 Jahren wurde Mary Shelley geboren, deren wohl bekanntestes Werk Frankenstein oder Der moderne Prometheus ist.
Was eine kluge, freiheitsliebende Frau im 19. Jahrhundert kommen sah, steht heute vielleicht kurz vor der Verwirklichung – ein aus Ehrgeiz erschaffener Kunstmensch, dessen Gefühlsleben aller Welt gleichgültig ist.
Eine weitere Aussage des Buches gilt auch für ganz konventionell entstandene Menschen: Frankensteins Kunstmensch hat gute Anlagen und ein ursprünglich freundliches Wesen und wird wegen seiner Häßlichkeit gefürchtet, verachtet und schlecht behandelt. Das erst macht ihn zum Monster.
Das Buch ist häufig verfilmt, einige Male sogar gut. Aber wohl kein Film erreicht ganz die Qualität der literarischen Vorlage. Lesen lohnt!

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Lady Frankenstein

  1. erinnye schreibt:

    Ich habe mir im Zuge von Insomnias Viktorianer-Projekt übrigens vorgenommen, dieses Buch auch einmal zu lesen. Zwar nicht viktorianisch. Ich würde aber denken, dass es diese Machbarkeitseinstellung des 19. Jhdts. vorwegnimmt oder eine Vorahnung davon gibt.

Kommentare sind geschlossen.