Meine Gedanken über Benedikt XVI.

… sind hier zu lesen. Immer wieder wird im Netz – oft spontan und ohne irgendeinen Anlaß – Religion allgemein, Christentum ganz besonders und Katholizismus noch mal extra von sonst recht gebildeten Leuten mit übelster Gossensprache bedacht. Menschlichkeit und Logik bleiben dabei regelmäßig auf der Strecke. Deshalb entschied ich mich, bei der Aktion des Freiburger Weblogs Sende-Zeit mitzumachen.

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin. Befürworterin der Vernunft, aber nicht in Überdosierung.
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8 Antworten zu Meine Gedanken über Benedikt XVI.

  1. Frau Momo schreibt:

    Das finde ich eine gute Aktion. Mitmachen kann ich nicht, da ich keine katholische Bloggerin bin. Ich hab mir schon das Dossier von Publik-Forum bestellt. Denn auch als evangelische Bloggerin interessiert mich das Thema, zumal ich natürlich auch eine Meinung zum Papst habe. Zu Benedikt im Besonderen und zu der Funktion im Allgemeinen, die ich im Gegensatz zu Dir nicht wirklich sinnvoll finde.

  2. Claudia Sperlich schreibt:

    Diese Aktion ist ja als eine Art Willkommensgeste für Benedikt XVI. gedacht. Allerdings fände ich es gut, etwas Ähnliches konfessionsübergreifend zu veranstalten. Vielleicht kommt das ja noch.

  3. Frau Momo schreibt:

    Ich muß gestehen, das es mir schwer fällt, freundliche Worte für diesen Mann zu finden. Durch Deinen Artikel bin ich auf einige andere Artikel gestoßen, die ich bei uns auch verlinkt habe. Meine Kritik geht nicht gegen die Katholiken allgemein, sie richtet sich sehr speziell gegen diesen Papst, der für die Erhaltung von überholten Moralvorstellungen und für den Erhalt seiner Macht über Leichen geht.
    Ganz ehrlich frage ich mich, wozu die Welt ihn braucht. Millionen von evangelischen Christen kommen ja auch ohne einen Obermufti aus, um es etwas salopp und auch unkorrekt auszudrücken.

  4. erinnye schreibt:

    Du hast sehr schön zu Benedikt geschrieben. Dein Beitrag lädt allerdings zu Diskussionen ein. Als Zwangs-Katholikin von Geburt an habe ich eine andere Haltung zur „Kirche“. Ich denke, es macht einen großen Unterschied, ob man sich im Erwachsenenalter freiwillig zu etwas entscheidet und die negativen Seiten in Kauf nimmt, oder ob man als Kind in neurotisch-katholischem Umfeld in den „Genuss“ des Katholizismus der 60-er/70-er Jahre gekommen ist. Ich finde die Haltung der katholischen Kirche gegenüber Frauen generell suboptimal, um es mal ganz freundlich auszudrücken. In Vielem herrschen auch undemokratische Strukturen.
    Was die Pastoralarbeit anbelangt: Unsere Familie ist seit Jahrzehnten Jahren mit einem indischen Jesuiten befreundet, der in Tübingen studiert hat. Er ist seit vielen Jahren Bischof in Rajganj, ich hatte das Glück, ihn vor Jahren dort besuchen zu können und war und bin beeindruckt von seiner Arbeit. Schulen, Mädchenschulen, Leprastationen, vieles mehr. Die Mittel hierfür kommen übrigens überwiegend von seinen zahlreichen deutschen Freunden, nicht von offizieller Seite.
    Da sehe ich dann unsere Dorfkirche, die ist erst vor wenigen Jahren aufwendigst umgebaut worden, Vieles wurde erneuert, was definitiv noch vollkommen ok war. Für solche Dinge hat man offenbar Geld genug. Dazu steht dann im Gegensatz die Seelsorge: Während der 8 Jahre schwerster Krankheit meiner immer in der Gemeinde engagierten Mutter hat sich 1 x (ausgeschrieben: einmal) ein Pastoralrefent zu ihr verirrt. Und sie hätte sich definitv über den Besuch eines Pfarrers gefreut.

    Also kurz: ich finde es schwierig….vorsichtig formuliert. Und der Papst als Oberhaupt der katholischen Kirche repräsentiert diese nun einmal.

  5. Claudia Sperlich schreibt:

    Eine so riesenmäßige Organisation wie die katholische Kirche hat zwangsläufig auch Leute in ihren Reihen, die besser etwas anderes machen sollten. Und ich bin ja keinesfalls in allem eines Sinnes mit dem Papst und schon mal überhaupt nicht eines Sinnes mit jedem einzelnen mir bekannten Gemeindemitglied oder Pfarrer.
    Und trotzdem. Für mich war der Schritt in die Kirche ein befreiender Schritt.

  6. erinnye schreibt:

    Ich sehe gerade, dass ich in meinem Kommentar zweimal offenbar was nicht gelöscht habe. Kannst Du das vielleicht zensieren? Danke.
    Ja, zwangsläufig ist das wohl so. Riesenorganisation. Hat ja auch ihre guten Seiten. Ich finde sie eben ziemlich starr strukturiert.

  7. Claudia Sperlich schreibt:

    Es wird wohl immer eine Schwierigkeit bleiben, zugleich anpassungsfähig und stabil zu sein. Und noch etwas zu dem Umgang mit Geld: Wo unnötige Reparaturen zu Lasten der Seelsorge gehen, ist Kritik nötig. Andererseits ist die große und kaum befriedigend lösbare Schwierigkeit der Kirche, daß sie zugleich etwas völlig anderes will als beständiges wirtschaftliches Denken und um dieses Denken nicht herumkommt, weil sie nun einmal „in der Welt“ ist. Von einem Pfarrer wird verlangt, daß er ein Finanzgenie ist, aber um des Himmels Willen kein übersteigertes Interesse am Mammon zeigt.

  8. minibares schreibt:

    Meine Hochachtung, dass du im erwachsenen Alter zur Katholischen Kirche gekommen bist.
    Ein Freund unserer Tochter hat den Schritt auch getan. Sie war seine Patin.
    Ich bin aus vollem Herzen katholisch. Natürlich gutheiße ich nicht alles, was „da oben“ verordnet und entschieden wird. Aber ich fühle mich wohl in der Kirche.
    Zu Erfahrungen mit dem Papst kann ich leider nichts schreiben.
    Viele Grüße Bärbel

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