Blüten und Beeren

Gearbeitet habe ich heute nicht im Garten – es war den Tag lang bleischwer drückend, in der Wohnung eindeutig angenehmer als draußen. Aber ein kleiner Blick auf Gärtchen und Straßenrand mußte sein.

Hortensie und Rose wetteifern, wer am schönsten vergeht.

Prachtwinde Kapuzinerkresse und Ackerwinde zeigen ihre Kelche.

Von diesen blau gesprenkelten Beeren weiß ich immer noch nicht, wie sie heißen.

Fast jeder Eibe, an der ich vorbeikomme, klaue ich eine Beere. Sie sind süß, und die meisten Menschen glauben, sie sind giftig. Tant mieux pour moi.

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin. Befürworterin der Vernunft, aber nicht in Überdosierung.
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13 Antworten zu Blüten und Beeren

  1. Ameleo schreibt:

    Sorry, aber was du mit „Prachtwinde“ bezeichnest, ist eindeutig eine Kapuzinerkresse (schau dir mal die runden Blätter an!). Sowohl Blüten als auch Blätter kannst du essen, schmecken leicht scharf, und die Blüten sind im Salat eine tolle Deko!

  2. minibares schreibt:

    Was für ein schöner Rundgang.
    Die kann man essen, die Eibe-Beeren? Das wußte ich auch nicht. Jaja, Bloggen bildet 😉
    Diese Beere wie Eier, die sehen eigenartig aus, habe ich noch nie gesehen.
    Es ist erstaunlich, dass Hortensien noch blühen, meine ich.
    Viele Grüße

  3. Claudia Sperlich schreibt:

    Vielen Dank, Ameleo! Natürlich – ich habs verbessert und mich ein wenig geniert, weil ich das doch eigentlich wußte. Nur heute leider meine botanischen Gedanken nicht ganz beisammen hatte.
    Minibares, ich kenne sogar jemanden, der daraus Marmelade kocht. Die Kerne muß man ausspucken (bzw. Marmelade durch ein Sieb streichen). In diesem Jahr scheinen mir die Eiben übrigens besonders gut zu tragen.
    Die Hortensien blühen auch eigentlich nicht mehr, sondern sind verblüht – die Blüten ergrünen, erbleichen oder ergrauen, je nach Art.

  4. erinnye schreibt:

    Sehr schöne Fotos. Die blau-weißen Beeren sind mir auch unbekannt. Aber die Eiben-Kerne sind sehr ! giftig. Auch die Nadeln. Gut, die Nadeln isst man natürlich normalerweise nicht.

  5. Claudia Sperlich schreibt:

    Zum einen ißt man die Kerne ja auch nicht. Sondern spuckt sie aus. Zum andern bin ich recht sicher, daß ein so hartes Material wie die Schale eines Eibenkerns, wenn man ihn versehentlich schluckt, gar nicht verdaut wird. Und das Gift ist ja im Innern des Kerns.

  6. Braut des Lammes schreibt:

    An einer schneeweißen Ackerwinde inmitten von verschiedenen Dunkelgrünschattierungen hatte ich auch meine Freude (ich war draußen. Oben auf dem favorisierten „Hügel“ wars windig). Die Kapuzinerkresse, die ich im Vorübergehen gerne esse haben dagegen die barbarischen Friedhofsarbeiter ausgerissen. – Wiedermal schöne Bilder 🙂

  7. Claudia Sperlich schreibt:

    Kapuzinerkresse ausreißen ist böse. Aber ich bin schon seit längerem überzeugt, daß im Gartenbau manch einer arbeitet, der nicht gucken kann.

  8. erinnye schreibt:

    Wobei die Ackerwinde auch ein echtes Unkraut (ja, ich weiß, es gibt kein Unkraut, nur Wildkräuter) sein kann. Sie wuchert immer hartnäckig meine Klematis zu.

  9. Claudia Sperlich schreibt:

    Erst kürzlich habe ich säckeweis Ackerwinde ausgerupft; sie über-windet einfach alles, wenn man sie läßt, überdeckt die Blüten anderer Pflanzen und ist in diesem Jahr furchtbar fruchtbar. Aber so als einzeln einen Zaun hochkletterndes Blümchen ist sie wunderschön.

  10. erinnye schreibt:

    Ja, die Blüten schon.

  11. Sylvia schreibt:

    Die Kapuzinerkresse hab ich heuer auch in allen gelborangerot Farbtönen gesät.
    Die pure Pracht. Obwohl die erst seit zwei Wochen so richtig anschieben.
    Die orientalische Mischung ist besonders hübsch und auch die mit den panaschierten Blättern.

    Gegessen hab ich noch nie eine, wird vielleicht Zeit 😉
    Ich mach morgen mal Photos.

  12. Gabi schreibt:

    Die blauen gesprenkelten sind die Blutjohannisbeere / Ribes sanguineum

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