Zwei rote Kerzen

Die zweite Kerze brennt, und ich möchte versuchen, die Hoffnung zu befeuern – die von anderen durch sinnvolle Hilfe, die eigene durch einen sinnvollen Blickwechsel.
Heute ist in Berlin einkaufsoffener Sonntag, und ich werde seit Tagen überall darauf hingewiesen. Kauf ein, was das Zeug hält, schreit die Werbung.
Wer das Christentum nur ein bißchen ernst nimmt, läßt sich nicht wie ein Schaf von der Bank verführen oder wie das gleich heißt, sondern stellt sich weihnachtsmännlicher Konsumnötigung entgegen.

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin. Befürworterin der Vernunft, aber nicht in Überdosierung.
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6 Antworten zu Zwei rote Kerzen

  1. rosix1955 schreibt:

    Das sind eben die Schattenseiten der heutigen Zeit in der Adventszeit. Das geht allen mehr oder weniger auf die Nerven. Trotzdem scheint es mit jedem Jahr schlimmer zu werden und früher zu beginnen. Mir vergeht da eher die Lust am Kaufen.
    Einen ruhigen Adventssonntag wünscht Dir Rosi

  2. Patricia schreibt:

    Wir haben viel Freude an Deinem Adventskalender!

  3. Claudia Sperlich schreibt:

    Das freut mich, Patricia. Mir geht es mit dem von Euch übrigens ebenso.

  4. Frau Momo schreibt:

    An uns geht diese ganze Weihnachtshektik wie immer spurlos vorbei. An mir nicht ganz, weil ich ja selber im Handel arbeite, aber wenigstens mit Lebensmitteln, da bricht die Hektik erst kurz vorher aus.

  5. Claudia Sperlich schreibt:

    Wirklich spurlos? Bewundernswert!
    Ich mache die Hektik zwar selbst nicht mit, aber die optische und akustische Verschandelung der Stadt durch Weihnachtsmänner und Schnulzen geht mir auf die Nerven. Bei dem gigantischen Weihnachtsmann vor einem nahen Einkaufszentrum erwäge ich bereits bilderstürmerische Aktivitäten.

  6. Frau Momo schreibt:

    Ja wirklich spurlos. In die Innenstadt gehe ich eh sehr selten und im Moment halt gar nicht. Einkaufen tue ich ja eh nur im Bioladen, wo ich vor jeglicher akustischer Umweltverschmutzung gefeit bin und selber machen wir uns eh keinen Streß. Martin muß Weihnachten arbeiten, ich bin ehrenamtlich unterwegs und außer das wir zu meiner Mutter Ente esse gehen und danach vielleicht noch in den Gottesdienst (Mitternachtsmesse mit anschließendem Frühdienst, der auch ein Doppeldienst ist, ist schwierig), machen wir kein Bohai um Weihnachten.
    Von der allgemeinen Hektik lasse ich mich nicht anstecken.
    Und jetzt packen wir erstmal das Auto und dann geht es in die Stille, auf´s platte Land mit viel Wind und Wellen.

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