Ich sag es mal mit Luther

Am Original mußte ich nur sehr wenig ändern, um es für mich passend zu machen.

DEr selbige verfluchte Geitz / hat vnter allen andern Vbeln / so er treibt / sich auch an vnsere Erbeit gemacht / darin seine bosheit vnd schaden zu vben. Denn nach dem vns allhie zu Berlin / der barmhertzige Gott seine vnaussprechliche gnade gegeben hat / Das wir seines Knechts Renati Rapini Wort / vnd die Hortorum Libri IV hell vnd lauter in die deudsche Sprache bracht haben / Daran wir (wie das ein jglicher Vernünfftiger wol dencken kan) treffliche grosse Erbeit (doch alles durch Gottes gnaden) gethan.
SO feret die Besserwisserey zu / vnd thut mir diese schalckheit vnd büberey / Das eynes anderen Nam unter dem Werck steht / Vnd also mich meiner Erbeit vnd Vnkost beraubet zu seinem Gewin / Welchs eine rechte grosse öffentliche Reuberey ist / die Gott auch wol straffen wird / vnd keinem ehrlichen Christlichen Menschen wol ansteht. Auch habe ich durch diesen das Werck / also verfelschet gefunden / das ich meine eigen Erbeit / an vielen Orten nicht gekennet / auffs newe bessern aber nicht darff. Er machts hin rips raps / Es gilt seynen ruhm.

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin. Befürworterin der Vernunft, aber nicht in Überdosierung.
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8 Antworten zu Ich sag es mal mit Luther

  1. erinnye schreibt:

    Macht man Dein Werk immer noch rips raps hin?

  2. Claudia Sperlich schreibt:

    Es besteht zur Zeit leider die Gefahr, daß es mit solchen gravierenden Verschlimmbesserungen erscheinen wird, unter die ich meinen Namen nicht setzen will. Ich bin gerade so richtig traurig und schlechtgelaunt.

  3. erinnye schreibt:

    Das tut mir aufrichtig leid. Aber vielleicht kann man sich doch noch einigen…

  4. Claudia Sperlich schreibt:

    Im Augenblick weiß ich gar nicht, wie es weitergeht. Zum Glück ist der Betreffende nicht ganz alleiniger Entscheidungsträger, obwohl er sich gerne so sieht.

  5. erinnye schreibt:

    Vielleicht gibt es auch Kompromisse. Nicht immer schön, aber manchmal praktikabel.

  6. Claudia Sperlich schreibt:

    Ich will jetzt erstmal ein paar Tage warten. Im Augenblick fühle ich mich weder zu guten noch zu einigermaßen praktikablen Entscheidungen fähig, bin wie vor den Kopf gestoßen.

  7. haushundhirschblog schreibt:

    … was verständlich ist.
    Kann man denn nichts dagegen machen?

  8. Claudia Sperlich schreibt:

    Man kann – aber ich kann, fürchte ich, herzlich wenig tun. Wenn die Kollegen des Betreffenden ihn zu einer sinnvollen Lösung bewegen, ist es gut – wenn nicht, ist es wohl leider Essig. Aber wie gesagt – erst einmal warte ich wohl das Wochenende ab.

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