Samstag der ersten Fastenwoche

Karl Ernst Knodt
Die letzte große Ebne

Und wenn die Höhen überschritten,
und alle Tale ferne stehn,
dann gilt’s, aus allen Heimlichkeiten
frei durch die weite Ebne gehn,

Durch jene letzte große Ebne,
die vor der Gottesstadt sich dehnt,
und nichts als deine Seele sehen,
die Seele, die selbst nichts ersehnt

als sich allein nur zu ersehen,
sonst weiter gar nichts auf der Welt.
Ein solches Selbst-sich-sehn wird Lichtspur,
die andren noch den Pfad erhellt.

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin. Befürworterin der Vernunft, aber nicht in Überdosierung.
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