Wahl – zum Glück nicht hier

Ich beneide die Leute wirklich nicht, die heute wählen gehen (während ich mich amüsieren darf). Wäre es jetzt in Berlin so weit, ich wüßte nicht, welche Partei am wenigsten gefährlichen Unfug anrichtet, und gar nicht wählen käme für mich auch nicht in Frage.

Die armen Nordrhein-Westfalen,
die müssen heut wählen gehn.
Sie tun es voll Skrupel und Qualen
und wissen, sie müssen bezahlen,
ganz gleich, wen sie diesmal ersehn.

Es kleben die Kandidaten
von fast identischem Mief –
viel Soße und wenig Braten,
und trübe Wolken verraten
ein nordrhein-westfälisches Tief.

© Claudia Sperlich

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin. Befürworterin der Vernunft, aber nicht in Überdosierung.
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6 Antworten zu Wahl – zum Glück nicht hier

  1. Huppicke schreibt:

    Muahahaha. Ja, ich Arme. Mein Mann und ich haben gestern noch lange diskutiert. Und dann mit Achselzucken abgeschlossen. Den wenigsten Unfug … gut ausgedrückt. Seufz.
    Grüße!

  2. Frau Momo schreibt:

    In Nordrhein-Westfalen wüßte ich es vielleicht sogar noch, was ich wählen würde. Hier in Hamburg werde ich von Wahl zu Wahl ratloser.
    Ich bin jedenfalls gespannt auf heute abend. Mal sehen, ob wir zeitig zurücksein werden, sonst muß das Autoradio herhalten und mir den Abend verderben, wenn die FDP über 5 % schafft…..

  3. Claudia Sperlich schreibt:

    Die Hochrechnungen weisen ja immerhin auf ein Ende der Wespenkoalition.

  4. Wolfram schreibt:

    Gut gesagt. Wenn ich noch in NRW wählen würde (zuletzt vor 5 Jahren), dann würde ich wohl wählen, was ich früher mal gut fand und heute für das kleinere Übel halte. Wo sind Politiker, die sich für Dienstleister halten und nicht für Könige? (Womit meine Erwartung an François Hollande auch deutlich wäre, aber da kann er es ja nur besser machen als sein Vorgänger… der sich in dieser Hinsicht wiederum mit Gerhard Schröder bestens hätte verstehen müssen.)

  5. Claudia Sperlich schreibt:

    Mit dem Wählen geht es mir genau so, wobei ich heute nur noch mit Bauchschmerzen wählen könnte. Andererseits sage ich mir, es ist vorzeiten schon mal besser geworden als es vorher war – das kann sich durchaus auch wiederholen.

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