Ein blinder Sänger für das Leben

Der große Tenor mit dem bezaubernden Lächeln lebt, weil seine Mutter den Ärzten widersprach.
Der Marsch für das Leben wird in diesem Jahr an Bocellis 54. Geburtstag stattfinden.

In meiner Übersetzung:

Also, bei dieser Gelegenheit will ich Ihnen eine kleine Geschichte erzählen.
Diese Geschichte:
Eine junge schwangere Ehefrau mußte ins Krankenhaus wegen einer einfachen Blinddarmreizung. Die Ärzte mußten ihr Eis auf den Bauch legen, und am Ende dieser Behandlung empfahlen die Ärzte, das Kind abzutreiben. Sie sagten ihr, das sei die beste Lösung, da das Kind mit einer Behinderung geboren würde.
Aber die junge mutige Ehefrau entschied sich, die Schwangerschaft nicht abzubrechen, und das Kind wurde geboren.
Diese Frau war meine Mutter, und das Kind war ich.
Ich bin vielleicht parteiisch, aber ich darf sagen, daß diese Entscheidung richtig war.
Ich hoffe, dies ist eine Ermutigung für die vielen Mütter, die sich zuweilen in schwierigen Situationen befinden, in Situationen, da das Leben kompliziert ist, daß sie das Leben ihrer Kinder retten wollen.
Zum Abschied will ich ein Lied spielen, ein kleines altes Liedchen, das meine Kinder mögen, und ich hoffe, auch Ihnen gefällt es. Weil sie es so mochten, habe ich es in mein letztes Album aufgenommen. Es ist ein schönes Lied, weil es ein frohes Lied ist, das Glück beschreibt.

Leben möcht ich grade so:
Sonne im Antlitz,
ein frohes Liedchen,
ein anmutvolles.
Leben möcht ich grade so:
Im Wind der Berge,
denn dieser Zauber
kostet kein‘ Heller.

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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6 Antworten zu Ein blinder Sänger für das Leben

  1. isa schreibt:

    Eine Frau ist schwanger. Sie hat bereits acht Kinder.
    Drei sind taub, zwei sind blind, eines ist geistig behindert, und Sie ist akut an Syphillis erkrankt. Würden Sie ihr unter diesen Umständen eine Abtreibung empfehlen?

  2. isa schreibt:

    Auflösung vom Kommentar oben:
    Die Frage stammt von von Alg Imcovich

    Wenn die Antwort ja heißt, hätte es Beethoven erwischt!

    • theomix schreibt:

      Wer ist Alg Imcovich? Wenn ich ihn google, wird er als Autor von 2 berühmten Fragen erwähnt. Aber sein Leben löst sich in Dunst auf…

      • Claudia Sperlich schreibt:

        Ich habe die Schreibweisen Alg Imovich, Alg Imowitsch, Algimovich und Algimowitsch ausprobiert – man kommt immer nur zu diesen beiden Fragen. Schade, denn die sind bedenkenswert – weil sie verdeutlichen, daß man über die mögliche Entwicklung eines Menschen absolut nichts weiß.
        In diesem Zusammenhang ist natürlich auch wichtig zu bedenken, daß Hoffnungen und Befürchtungen angesichts eines Kindes für die Frage „leben lassen oder nicht“ gleichermaßen unbedeutend sind. „Es könnte ein Genie werden“ ist als Begründung zum Lebenlassen weder notwendig noch hinreichend – und dasselbe gilt für „Es könnte ein Diktator oder ein unglücklicher Mensch werden“ als „Argument“ zur Tötung.

      • theomix schreibt:

        Enthaltsamkeit nach dem dritten Kind, das älter als drei Jahre wurde, hätte Johann Sebastian Bach nie zur Welt kommen lassen…

      • isa schreibt:

        So gings mir auch bei Frau Guugel, habe leider nichts gefunden. Aber ohne Autorennamen wollte ich es nicht stehen lassen.

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