Kürbisgesicht

Viel Unfug kam aus Amerika zu uns, aber neben der Kartoffel und der Tomate auch eine wirklich lustige herbstliche Sitte. Halloween, der Vorabend zu Allerheiligen, ist zwar noch einige Tage hin, aber hier leuchtet schon ein Kürbisgeist an der Ecke des Vorgartens. Mögen die Ursprünge bei Fundamentalisten als heidnischer Greuel gelten und bei Kampfatheisten als apotropäischer Aberglauben, mich bringt dieser Kürbis zum Lächeln und hat damit einen guten Zweck erfüllt.

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin. Befürworterin der Vernunft, aber nicht in Überdosierung.
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5 Antworten zu Kürbisgesicht

  1. Violine schreibt:

    Was ich daran so bewundere ist die Schnitzerei an sich. Denn jeder, der mal Kürbis in der Küche verwendet hat (wie ich heute) weiss, dass es gar nicht so einfach ist, einen Kürbis zu schneiden. Und dann auch noch in der richtigen Art und Weise schneiden!
    Gar nicht einfach.

  2. Wenn es beim ausgehöhlten Kürbis bliebe, wär ja alles schick. Ich finde es gruselig, daß sich eine ganze Industrie um dieses keltische Phänomen gebildet hat, die unglaublich viel Mist produziert, den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen versucht. Bei uns hat der HalloweenZirkus mittlerweile die Existenz des ReformationsTages komplett in den Schatten gestellt. (Ja, hier isses nicht Allerheiligen, sondern – weil protestantisch – einen Tag vorher Reformationstag)

  3. Peter schreibt:

    „Kürbis zum Lächeln und hat damit einen guten Zweck erfüllt.“
    Geht mir auch so.

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