Advent ist Fastenzeit

Advent, Ankunft, die Vorbereitung auf Jesu Geburtstagsfeier, auf das wunderbare Ereignis der Menschwerdung Gottes, ist nicht eine Zeit des Keksefutterns bis zum Abwinken. Sondern es ist eine Fastenzeit, genau wie die Vorbereitungszeit auf das Hochfest der Auferstehung (nur kürzer).
Im Frühling, wenn es immer heller und wärmer wird und alle vom Fasten reden, ob sie nun religiös sind oder nicht, ist es nicht allzu schwer, sich daran zu halten. Im Winter, wenn es dunkel und kalt ist, alles nach Keksen und Lebkuchen duftet und man ständig zum Futtern genötigt wird, finde ich es schwieriger.
Aber abgesehen davon, daß die Vorbereitung auf Weihnachten durch Gebet und Fasten – durch Beschränkung und Konzentration auf das Wesentliche – durchaus gewinnt, ist es auch nicht übertrieben gesund und gescheit, sich in einer bewegungsarmen Zeit mit Fett und Zucker vollzustopfen. Und schließlich ist das adventliche Fasten vollständig unangepasst und eine klare Absage gegen jedes spießig-gemütliche, piefkig-warme Vorweihnachtsgesäusel.

Also versuche ich mal einfach, das adventliche Fasten zu halten – verlieren kann ich dadurch nichts, außer Fett.

Auch gibt es ab morgen wieder einen literarischen Adventskalender auf meinen Seiten, wie gewohnt mit fremder und eigener Lyrik. Einen Bibel-Adventskalender – Schokolade für die Seele! – hat Sr. Michaela Voss gestaltet.
Analoge Adventskalender habe ich heuer nicht geschafft – vielleicht im nächsten Jahr wieder.

Allen Lesern wünsche ich eine gute, schöne, frohe Adventszeit!

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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