Gerechtigkeit und Glaube

Heute denkt die Kirche an den Diakon Stephanus, der sich in der Jerusalemer Urgemeinde um soziale Belange kümmerte und predigte. Er wurde ein Opfer von Lynchjustiz – und ein Beispiel dafür, daß soziale Gerechtigkeit und klare Argumentation für den Glauben an Christus gut zusammenpassen.

Stephanus
Melodie: O Licht der wunderbaren Nacht

Ein Diener der Gerechtigkeit,
Der Armen gab ihr Eigen,
War er in Wort und Tat bereit,
Das Liebeswerk zu zeigen,
Das Jesus an der Welt vollbracht.
Gott hat zum Boten ihn gemacht
Der Wahrheit und der Liebe.

Vom Geist der Wahrheit brannte er,
Zu lehren und zu dienen,
Und ohne Furcht bekannte er:
Der Herr ist uns erschienen –
Messias, Christus, Menschensohn,
Der Auferstandne auf dem Thron,
Der Ewige Gerechte.

Wer wie ein Engel rein und echt
Des Herren Wort verkündet,
Wer furchtlos, wahrhaft und gerecht
Den Glauben klar begründet,
Wer treu bleibt auch in Todesleid
Und seinen Gegnern gern verzeiht,
Der sieht den Himmel offen.

© Claudia Sperlich

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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