Wenn Dichter schniefen

… dichten sie halt schniefend. So wie ich gestern.

Erkältung

Mein Kopf ist voll, doch leider nicht mit Hirn.
Korallenrot strahlt meine Nasenspitze.
Wenn ich nicht grad im Bette zitternd schwitze,
Will mich mein fremdes Spiegelbild verwirrn.

Auch wenn ich halbwach am Computer sitze,
Trag ich den Schlafanzug statt Sonntagszwirn.
Beim Atmen hör ich Turteltauben girrn,
Und wenn ich huste, seh ich kleine Blitze.

Und nichts taugt wirklich gut als Hustenlöser.
Auch wenn man meistens nicht am Schnupfen stirbt,
Fänd ich die Lungenpest heut auch nicht böser.

Ich will das Leben und die Zeit vergessen,
Da schließlich doch die ganze Welt verdirbt.
Ich bleib im Bett, bis mich die Motten fressen.

© Claudia Sperlich

Immerhin, heute geht es mir etwas besser, und die Motten haben mich vorerst doch nicht gefressen. Aber die Nase sieht immer noch nach Alkoholabusus aus, was gemein von ihr ist.

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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6 Antworten zu Wenn Dichter schniefen

  1. Watt de HerrGott bringt, dat nimmt hei ook wedder! … sag ich immer und hoffentlich befreit ER Dich auch schnell wieder von dieser Malaise. Oder ist es ein Zeichen, das ER Dir gab, es nicht zu übertreiben mit dem Fasten? Jedenfalls wünsche ich Dir für das neue Jahr weitere Erfolge auf Deinem Weg und auf jeden Fall Gottes Segen auf all Deinen Wegen, viele kreative Momente zum Schreiben Deiner kleinen Kostbarkeiten, auf die ich mich auch 2013 freue. Wichtig auch, daß Du nicht am Ende der 40 Tage vor Ostern dann wech bist*saufrechgrins*!
    Komm also nun gut rein ins neue Jahr und laß die fiesen Viren, die Dich da so rüpelhaft niedergeschlagen haben am Besten im alten Jahr allein zurück! Ganz liebe Grüße vom Wolfgang aus dem Land am Meer.

    • Claudia Sperlich schreibt:

      Nach Ostern bin ich zwar hoffentlich meinem Wunschgewicht schon sehr nah – aber weg hoffentlich noch lange nicht. Ich neige, wenn es um Essen geht, leider zum Extremismus. 😉
      Die Viren sind zwar leider noch nicht ganz weg, aber doch die meisten – Bett und Bad und Tee sei Dank. Ich fühle mich „auferstanden aus Ruinen“.

  2. isa schreibt:

    Was dein kleines Schwarzes betrifft, da halte ich dir beide Daumen, gerne auch bis nach Ostern. Aber zunächst liebe Claudia wünsche ich dir einen guten Rutsch ins 2013, und dass die Schniefnase es nicht bis Ostern schafft 😉 Gute Besserung dir!

    • Claudia Sperlich schreibt:

      Herzlichen Dank!
      Gerade waren meine Bronchien zwar wieder die Percussion während des Gottesdienstes – aber es wird jeden Tag besser, und die fiesen Kopfweh sind fort.

  3. Wolfram schreibt:

    Sag mal, hast du ’n Männerschnupfen eingefangen? 😉

    Gute Besserung!

  4. Claudia Sperlich schreibt:

    Ich glaube, mein Schnupfen und Husten ist völlig gendergerecht.
    Dank für gute Wünsche!

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