Soso. Nett, nett!

Irgendwie scheine ich nicht mehr anders zu können.

Dichterischer Eskapismus

Das, was mich langweilt, kann fürs Erste warten:
Eins nach dem andern schreibe ich Sonette.
Ich tu, als ob ich sonst rein gar nichts hätte
Zu tun am Schreibtisch und in Haus und Garten.

Nicht allzu aufgeräumt ist diese Stätte.
Noch immer fällt der Blick auf Weihnachtskarten.
Es stapeln sich Papiere aller Arten.
Die Katze haart und lümmelt auf dem Bette.

Ich hab zur Zeit nichts andres auf dem Kasten
Als nur barocke Vierzehnzeiler schreiben.
Dem Haushalt hülfe, ließe ich es bleiben.

Das Fasten fällt zwar leichter durch das Dichten.
Bürokram aber bildet dicke Schichten…
Nach Ostern muß ich wohl Sonette fasten.

© Claudia Sperlich

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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3 Antworten zu Soso. Nett, nett!

  1. Patricia schreibt:

    Hihi. Klasse.

  2. isa schreibt:

    die Muse hat dich wohl etwas zu heftig geküsst. Das würde ich schamlos ausnutzen, wenn es sich schon anbietet. Dein Schreibtisch nebst Haus und Garten werden sich schon melden, wenn es ihnen zu viel wird. Die sind auch SONETT

    • Claudia Sperlich schreibt:

      Stimmt, Isa. Die Unordnung in der Wohnung wartet mit großer Geduld; sie hat sich noch nie von selbst wegbegeben.
      Die Muse schon, die ist manchmal launisch – also muß ich ihre Gunst nutzen.

Kommentare sind geschlossen.