Am ersten Sonntag im ersten Sommermond

Der kühle und nasse Mai wird nicht nur hoffentlich eine reiche Ernte nach sich ziehen – er hat auch den Vorgarten besonders prächtig gemacht.
Nun ist das Gärtchen junischön und sonntagsfein, was will man mehr?

Iris 2Iris 1
MargeritenBlütenknospe
GeranieBlaue Blume
Geranien 2Geranien 1
Rhododendron

Georg Heym
Juni-Nachmittag

Der Juniregen rauscht im Blätterwald.
Vom stillen Flusse an der Insel steigt
Des Wassers warmer Rauch auf. Ringsum schweigt
Der Vögel Stimme. Nur der Kuckuck ruft
Durch graue Dämmrung. Von des Waldes Boden
Erhebt der Duft sich von der toten Jahre
Versunknen Blättern, mischt sich dem Geruch
Der Felder, drauf die jungen Saaten blühn
Und des Holunders, der in Blüte steht
Am Waldesrand. Von ferne her erklingt
Des Kirchturms Läuten zu dem Vesperdienst.
Sonst hörst du keinen Laut, als nur des Regens
Eintönges Rauschen in dem Blätterwald.

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin. Befürworterin der Vernunft, aber nicht in Überdosierung.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Am ersten Sonntag im ersten Sommermond

Kommentare sind geschlossen.