War denn das jetzt nötig?

Ich wollte heute abend wieder zur Choralschola. Und als ich im Badezimmer am Spiegel vorbeiging, fiel er unvermittelt aus der Halterung, wobei er das Gesetz vom freien Fall soweit mißachtete, daß er mir einen kleinen Schnitt im Oberschenkel verpaßte.
Pflaster auf Schnitt geklebt, Scherben zusammengefegt, schadhafte Stelle in der Bodenfarbe überstrichen, Scherben entsorgt, für Choralschola zu spät gewesen.
Dann wird es halt ein Krimiabend.

Spiegelscherben

Zum Glück bin ich nicht abergläubisch, das durch die Spiegelscherben verursachte Unglück beschränkt sich auf die beschriebenen Mißhelligkeiten und die Tatsache, daß ich nun einen neuen Spiegel brauche. Gibt Schlimmeres – aber dennoch, das wäre jetzt nicht nötig gewesen.

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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10 Antworten zu War denn das jetzt nötig?

  1. Follygirl schreibt:

    Gut das Dir nicht mehr passiert ist!
    LG, Petra

  2. leopoldsleselampe schreibt:

    Hallo, dazu fällt mir meine Lieblings-Clown-Nummer ein. Spiegel geht kaputt, Clown muss jetzt alle Bewegungen der Reinschauenden nachmachen, damit es nicht auffällt. Funktioniert aber nur bei frei stehenden Spiegeln. Gibt es köstlich von den Marx-Brothers. Grüße. Leo

  3. Stimmt: Das war wirklich unnötig! Vor sieben Jahren Pech würde ich auch keinen Bammel haben. Ich würde es als Zeichen nehmen, dass Du heute aus irgendeinem Grund nicht zur Choralschola solltest. Wer weiß, was Dir erspart geblieben ist … auf dem Hinweg … dort … auf dem Rückweg oder wegen irgendeines anderen Umstandes. Den zerbröselten Spiegel kannst Du vermutlich leichter ersetzen, als den sonst vielleicht entstandenen Schaden.

    Gute Besserung wegen Deines Schnitts!

  4. Wolfram schreibt:

    Oh oh, gib acht auf dich!

    Ich glaube ja, die sieben Jahre Unglück sind, daß erstens Spiegel aus Glas früher fies teuer waren, weil aus Venedig oder so importiert, und zweitens die Splitter vor der Erfindung der Superduperstaubsauger noch über lange Monate unvermittelt aus den Fugen und sonstwoher wieder auftauchten – manchmal tun sie das trotz der genannten Geräte immer noch. Mit Spiegeln habe ich keine Erfahrung, aber mit gläsernen Tellern: feine, sehr scharfe Scherben, und man hat Monate lang noch überraschende Entdeckungen, sodaß man nie barfuß dort herlaufen sollte.

  5. ladyfromhamburg schreibt:

    Nun, da bin ich aber wirklich auch sehr erleichtert, dass es dich nicht heftiger erwischt hat! Ich hoffe, der kleine Schnitt ist schnell wieder verheilt.
    Schon eigenartig, dass manches ewig und drei Tage hält, keinerlei Anzeichen darauf hindeuten, dass es locker/brüchig/wackelig/porös etc. sein könnte und – zack! – auf einmal liegt es unten.
    Gute Besserung und viel Erfolg bei der Suche nach einem passenden Ersatzspiegel!

    LG Michèle

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