Gott ist für uns ein Gott rettender Taten

Auch der 68. Psalm preist Gott für die Freiheit ebenso wie für die Nahrung. Das ist ja auch kaum zu trennen; Freiheit ohne Brot nützt nicht lange, und Brot ohne Freiheit verträgt man nicht gut.
In diesem langen Psalm wird Gott auch als Kriegsherr gesehen. Sehr anstößig ist mir der ausdrückliche Wunsch, die Feinde zu Hundefutter zu verarbeiten. Nein, das will ich nicht – und ich kann mir diese Stelle auch nicht durch metaphorische Auslegung schönen, sondern ich muß sie hinnehmen als eine empörende Stelle in einem geliebten Werk. Mich versöhnt in diesem Psalm, daß kurz später geldgierige Menschen mit Rindviechern verglichen werden – das leuchtet mir ein.

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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